Die neue Serie von Louis C.K. und Zach Galifianakis manövriert gekonnt zwischen Melancholie und Humor. «Baskets» ist besonderes Fernsehen in jeder Hinsicht.
Sein miserables Leben ist es, in das wir als Zuschauer eingeführt werden. Die Pilotausgabe funktioniert dabei hervorragend über beide Ebenen: die humoristische und melancholische. Fast immer spielen sich die Ebenen parallel ab, das heißt der Humor ergibt sich nicht selten aus der Melancholie und umgekehrt. Platte oder oberflächliche Witze gibt es hier nicht. Damit steht «Basekts» voll in der Tradition des Humors von Louis C.K., der Miterfinder und Mitautor der Serie ist. Seine eigene bahnbrechende Comedy «Louie» ist hier wiederzuerkennen, in der Art des Humors, im Timing, im Soundtrack und auch in der Melancholie und Tristesse, die durch die Situation von Baskets noch verstärkt wird. Denn Louis C.K., der sich in «Louie» selbst spielt, ist zwar melancholisch und hinterfragt sein Leben ständig selbst – aber er ist erfolgreich.
Die Frage für «Baskets» wird sein, wohin sich die Story entwickelt. Nach der Premierenfolge könnte die Geschichte des gescheiterten Clowns eigentlich zu Ende sein, weil es keine logischen Anknüpfungspunkte gibt. Der Zuschauer weiß nicht, wohin es geht. Aber auch das kennen wir von Louis C.K., dem Meister des Überraschenden. Insofern bleibt abseits des humoristischen Hochgenusses ein Zweifel daran, ob die Figur Baskets und die anderen Hauptcharaktere vielschichtig genug sind, um mehr Interesse zu wecken und anhaltend tiefgründig zu erzählen. Könnte «Baskets» sogar eine Serie werden, die die existenziellen Fragen – Sinn des Lebens, Hinterfragen des Ichs, Nachdenken über die eigene Berufung — aufwirft? Eine spannende Kombination mit dem Melancholie-Humoristen Baskets wäre es jedenfalls.


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