Quotencheck

«The Walking Dead»

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Hat der Zombie-Hype hierzulande nachgelassen? Die 16 Folgen der fünften Staffel erreichten bei RTL II jedenfalls nicht mehr das Niveau des Vorjahres.

Der Monat Oktober war voller Zombies. Zur Einstimmung auf die fünfte Staffel zeigte RTL II in den Wochen zuvor sämtliche Ausgaben der vorangegangenen Staffeln. Das Vorgehen ist nicht neu. Bereits im Vorjahr hatte der Sender einen ähnlichen Zombie-Marathon im Programm und fuhr damit richtig gute Quoten ein. Selbst mit den Wiederholungen der alten Folgen kratzten die Zielgruppenmarktanteile zeitweise an der 20-Prozentmarke. In diesem Jahr war das Interesse an den alten Folgen nicht ganz so groß. Die Wiederholungsepisoden verfehlten stets die 10-Prozenthürde und lagen teilweise unter dem Senderschnitt. Die neuen Folgen der fünften Staffel flimmerten dann ab dem 31. Oktober über den Bildschirm und machten einen insgesamt besseren Job, erreichten aber ebenfalls nicht das Quotenniveau der Vorjahre.

Zum Auftakt gab es am späten Halloween-Abend gleich drei Episoden zu Gesicht. Den Staffelstart, der die Flucht aus Terminus thematisiert, verfolgten ab 23:00 Uhr 0,91 Millionen Menschen. 0,60 Millionen waren im werberelevanten Alter und sorgten für einen Zielgruppenwert von 7,0 Prozent. Damit lag man im grünen Bereich, verfehlte aber das Ergebnis des Vorjahres. Damals verbuchte der Staffelstart der vierten Runde einen Marktanteil von 14,1 Prozent beim jungen Publikum. Nicht ganz unschuldig am vergleichsweise schwachen Abschneiden in diesem Jahr dürfte das Vorprogramm gewesen sein. «Falling Skies» performte im Vorfeld ziemlich schwach.

Nach einer verhaltenen Auftaktepisode ging es im Laufe des Abends aber weiter nach oben. Die zweite Folge sahen 0,93 Millionen Menschen. Aufgrund der späteren Sendezeit stieg der Marktanteil auf tolle 11,7 Prozent. Die dritte Ausgabe, die um 0:50 Uhr auf Sendung ging, steigerte sich sogar auf hervorragende 13,7 Prozent bei insgesamt 0,80 Millionen Fans.

Am Sonntag danach zeigte RTL II dann insgesamt zwei Folgen. Die erste Episode bewegte ab 23.20 Uhr 0,66 Millionen Zombie-Liebhaber zum Einschalten. 7,4 Prozent waren im werberelevanten Alter. Die zweite Ausgabe des Abends steigerte sich dann auf 9,6 Prozent bei insgesamt 0,56 Millionen Zuschauern. Am Montag, den 2. November, bekam «The Walking Dead» erneut die miesen Quoten von «Falling Skies» zu spüren. Im Vorfeld der Zombies lief die Serie weit unter dem Senderschnitt. Dementsprechend kam auch die erste Montagsausgabe der Untoten auf nur 6,3 Prozent. Die zweite Folge des Abends lief dann mit 10,5 Prozent und 0,59 Millionen Fans schon wieder deutlich besser.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch am Dienstag ab: Die erste Episode lief schwächer als die zweite Folge des Abends. Zielgruppenmarktanteile von 7,2 und 10,8 Prozent standen zu Buche. Am Mittwoch und Donnerstag wiederholte sich das Spiel. Die erste Ausgabe des Abends lag stets im Soll, aber war kein Überflieger, während die zweite Folge sich stets in einen sehr guten Bereich steigerte.

Ab Freitag verabschiedete man sich dann von den Doppelfolgen und zeigte bis zum Sonntag nur noch eine Folge pro Abend. Zudem griff RTL II in seine ursprüngliche Programmplanung ein und verbannte «Falling Skies» in die Nachtstunden. Dadurch rückte «The Walking Dead» nach vorne und startete am Freitag bereits um 22:35 Uhr und damit eine Stunde früher als geplant. 0,87 Millionen Fans schalteten ein und bescherten dem Sender einen Zielgruppenwert von 7,2 Prozent. Auch am Samstag ging es eine Stunde früher als ursprünglich vorgesehen los. Gut war das allerdings nicht. Die Zombies fielen erstmals mit einer Erstausstrahlung deutlich unter den Senderschnitt und verbuchten lediglich 4,3 Prozent bei insgesamt 0,63 Millionen Zuschauern. Das Finale am Sonntag bügelte den Ausrutscher wieder aus und kam auf 8,1 Prozent bei insgesamt 0,60 Millionen Fans.

In der Endabrechnung verfolgten die 16 Folgen der fünften Staffel durchschnittlich 0,68 Millionen Zuschauer. 0,45 Millionen waren im werberelevanten Alter und bescherten RTL II einen Zielgruppenmarktanteil von guten 8,6 Prozent. Damit lagen die Zombies erneut über dem Senderschnitt, kamen aber längst nicht mehr an die Werte der Vorgängerstaffeln heran. Zum Vergleich: Die vierte Runde lockte im vergangenen Jahr 0,98 Millionen Fans vor den Fernseher und verbuchte einen Zielgruppenwert von durchschnittlich 12,8 Prozent.

Schuld an der vergleichsweise schwachen Performance dürfte das miese Vorprogramm bestehend aus «Falling Skies» gewesen sein. Aber auch der Weggang von einer straffen Marathonprogammierung zeigte seine Folgen. Schließlich war «The Walking Dead» immer dann richtig stark, wenn mehrere Episoden aufeinander folgten und teilweise bis spät in die Nacht hinein liefen. Das sollte man für die Ausstrahlung der sechsten Staffel vielleicht noch einmal überdenken. Apropos sechste Staffel: Diese läuft bereits beim Pay-TV-Sender FOX und hat dort bereits einen neuen, deutschen Pay-TV-Rekord aufgestellt. Der Hype um die Zombies ist also noch immer groß.

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