Quotencheck

«Grey's Anatomy»

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Die erste Hälfte der elften Staffel musste weitere Zuschauerverluste hinnehmen. Teilweise war das starke Konkurrenzprogramm schuld, aber auch an „normalen“ Sendetagen hatte die Serie Probleme.

Beim US-Heimatsender ABC ist «Grey's Anatomy» auch im elften Jahr ein Hit gewesen und bescherte dem Network in der abgelaufenen Saison sehr ordentliche Quoten – vor allem beim jungen Publikum. Auch in Deutschland erfreuen sich Meredith, Derek und Co noch immer großer Beliebtheit. Schließlich fährt sixx mit der x-ten Wiederholung des Formats am Vorabend noch immer guten Quoten ein (Quotenmeter berichtete). Die Erstausstrahlungen bei ProSieben tun sich aber immer schwerer. Schon die zehnte Staffel hatte mit dem Senderschnitt zu kämpfen. Die erste Hälfte der elften Runde wurde von ProSieben nun auf dem gewohnten Mittwochssendeplatz im Schnelldurchlauf gezeigt. Erneut hatte die Serie mit dem Senderschnitt zu kämpfen – diesmal ging der Kampf aber oftmals verloren.

Der Startschuss fiel am 20. Mai. Zum Auftakt zeigte ProSieben gleich drei Folgen am Stück. Die erste Episode des Abends wollten 1,44 Millionen Menschen sehen. 1,16 Millionen waren im werberelevanten Alter und bescherten dem Sender mit 10,4 Prozent immerhin einen zweistelligen Zielgruppenmarktanteil. Nichtsdestotrotz hat man damit den aktuellen Senderschnitt um 0,7 Prozentpunkte verfehlt. Die zweite Ausgabe steigerte sich im Anschluss auf 1,51 Millionen Fans, musste bei den 14- bis 49-Jährigen aber leicht abgeben und kam auf 10,3 Prozent. Wirklich zufriedenstellend lief dann erst die dritte Episode des Abends. Aufgrund der späteren Sendezeit kam diese auf gute 12,9 Prozent bei insgesamt 1,43 Millionen Zuschauern.

Eine Woche später reduzierte ProSieben die Folgenzahl und zeigte zwei anstatt drei Ausgaben. Von Erfolg gekrönt waren diese allerdings nicht. Die Episode mit dem Titel „Ellis Grey“ generierte zum Start in die Primetime 1,40 Millionen Zuschauer. Beim jungen Publikum reichte es für 10,5 Prozent. Die zweite Episode des Abends rutschte auf 10,0 Prozent bei insgesamt 1,39 Millionen Fans. Anfang Juni gingen weitere Zuschauer verloren. Die sechste Ausgabe der elften Staffel verfolgten nur noch 1,13 Millionen Menschen. Erstmals während der aktuellen Runde fiel man damit in den einstelligen Bereich – es reichte lediglich für einen Zielgruppenmarktanteil von 9,8 Prozent. Die zweite Ausgabe an dem Abend kletterte immerhin wieder auf 10,5 Prozent bei insgesamt 1,32 Millionen Zuschauern.

Am 10. Juni trat man dann gegen König Fußball an. In der ARD lief das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den USA. Mit über neun Millionen Zuschauern wurde das Match zum unangefochtenen Tagessieger. «Grey's Anatomy» erlitt an dem Abend einen Totalabsturz und rettete sich mit beiden Episoden gerade so über die Millionenmarke. Die erste Ausgabe zählte 1,03 Millionen Fans und kam in der Zielgruppe auf lediglich 8,5 Prozent. Die zweite Folge war mit 7,8 Prozent noch abgeschlagener. So schlecht lief es seit der ersten Staffel nicht mehr.

Auch am vergangenen Mittwoch trat man gegen eine Fußballübertragung an, diesmal aber „nur“ gegen das Spiel der deutschen U21 Mannschaft, welches längst nicht so viele Zuschauer zählte wie die Partie in der Woche davor. Dementsprechend konnte «Grey's Anatomy» sein Tief überwinden und steigerte sich. Wirklich zufriedenstellend lief es dennoch nicht. Die erste Folge des Abends erreichte 1,24 Millionen Fans. 10,2 Prozent standen beim jungen Publikum zu Buche. Die im Anschluss gezeigte Ausgabe sackte auf 9,9 Prozent, bevor die dritte Episode des Abends mit 11,6 Prozent mal wieder den Senderschnitt knackte. 1,22 Millionen Zuschauer sahen zu späterer Stunde noch zu.

In der Endabrechnung kamen die ersten zwölf Episoden der elften Staffel auf durchschnittlich 1,29 Millionen Zuschauer. Damit musste die Serie erneut Abstriche machen. Die zehnte Staffel verbuchte im vergangenen Jahr immerhin noch 1,61 Millionen Fans. Auch in der Zielgruppe ging es weiter bergab. Mit einem Marktanteil von durchschnittlich 10,2 Prozent unterbot «Grey's Anatomy» deutlich den aktuellen Senderschnitt von ProSieben, der derzeit bei 11,1 Prozent liegt. Viel weiter nach unten gehen sollte es für die zweite Staffelhälfte nicht. Ab nächste Woche Mittwoch wird ProSieben sein Glück erst einmal mit «Empire» versuchen. Die Serie war der erfolgreichste US-Neustart in der abgelaufenen Saison 2014/2015.

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