Kino-Check

«Transformers 4» und die Doku-Flut aus der Schweiz

von

Neben dem nunmehr vierten Teil um transformierende Roboter vom Planet Cybertron schicken die Eidgenossen gleich drei Dokumentationen in die deutschen Lichtspielhäuser.

«Transformers 4 - Ära des Untergangs»
Metascore: 32/100
Beste Kritik: 63/100 ("RogerEbert.com")
Schlechteste Kritik: 0/100 ("Rolling Stone")

Fünf Jahre nach den Ereignissen um die große Schlacht von Chicago sind die Menschen immer noch mit dem Aufräumen beschäftigt. Eine geheime Regierungseinheit um Harold Attinger (Kelsey Grammer) hat den Auftrag, sämtliche auf der Erde verbliebenen Decepticons aufzuspüren und zu zerstören. Attinger sieht das Problem aber nicht nur in den Decepticons, sondern in den Transformers im Allgemeinen und beschließt, auch Jagd auf die friedlichen und hilfsbereiten Autobots zu machen. Andernorts stößt der neugierige Autoschrauber und Erfinder Cade Yeager (Mark Wahlberg) bei seiner Suche nach Ersatzteilen auf niemand geringeren als Optimus Prime. Dadurch geraten Yeager, seine Tochter Tessa (Nicola Peltz), deren Freund Shane (Jack Reynor) und der Autobot-Führer Prime auf den Radar von Attingers Spezialeinheit. Und zu allem Überfluss gibt es immer noch eine riesige Horde rachsüchtiger Decepticons...

OT: «Transformers: Age of Extinction» (Action/Sci-Fi, 165 Minuten)
Regie: Michael Bay
Drehbuch: Ehren Kruger
Darsteller: Mark Wahlberg, Nicola Peltz, Jack Reynor u.v.m.
Budget (geschätzt): $ 210.000.000
Einspiel Eröffnungswochenende (USA): $ 100.038.390
«Transformers 4» stellt den ersten Film des Jahres dar, der es schaffte in den USA als Neustart eine dreistellige Summe einzuspielen
In China generierte der Actioner innerhalb von fünf Tagen sogar 134,5 Millionen Dollar[
Die Kritik ab heute bei Quotenmeter.de




«Wie der Wind sich hebt»
Metascore: 83/100

Jiro Horikoshi sehnt sich schon als kleiner Junge nach luftigen Höhen. Der sensible Träumer möchte am liebsten in selbst entworfenen Flugzeugen durch den Himmel gleiten, wie sein großes Vorbild, der italienische Ingenieur Caproni. Seine Kurzsichtigkeit hindert Jiro aber an einer Karriere als Pilot. Stattdessen steigt er 1927 bei einem großen japanischen Ingenieursbüro ein und revolutioniert mit seinen innovativen Ideen und Designs den Flugzeugbau weltweit. Während einer Zugfahrt begegnet er der hübschen Nahoko, mit der er sich Jahre später nach einem zufälligen Wiedersehen verlobt. Während Jiko über die Jahre als Chefentwickler für mehrere Unternehmen Kriegsflugzeuge baut, hat Nahoko mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen...

OT: «Kaze tachinu» (Animation/Biographie, 126 Minuten)
Regie & Drehbuch: Hayao Miyazaki
Stimmen (USA): Joseph Gordon-Levitt, John Krasinski, Emily Blunt u.v.m.
Nominiert für einen Oscar in der Kategorie "Bester Animationsfilm des Jahres" und für einen Golden Globe als "Bester ausländischer Film"
Ausgezeichnet mit 26 Filmpreisen
Einpielergebnis (USA): $ 5.201.879



«Wir sind die Neuen»

Wer sagt eigentlich, dass man mit 60 alt ist? Anne, Eddi und Johannes bestimmt nicht. Sie sind um die sechzig, können sich wenig leisten und gründen deshalb ihre alte Studenten-WG einfach neu. Alles soll so sein wie früher: Bis spät nachts um den Küchentisch herumsitzen und Wein trinken, über Gott und die Welt philosophieren und dabei die ehemaligen Hits hören. Doch die neue Wohngemeinschaft hat die Rechnung nicht mit der Hausgemeinschaft gemacht. Denn über den drei Studenten von damals wohnen drei Studenten von heute. Und die verstehen überhaupt keinen Spaß. Sie büffeln für ihr Examen und können alles gebrauchen - bloß keine lustigen und lauten 60-jährige, die sich nicht an die Regeln halten. Es dauert nicht lange, bis sich die beiden Generationen höllisch in die Haare kriegen. Aber was genau läuft hier falsch? Haben die Alten die Zeichen der Zeit nicht kapiert? Oder sehen die Jungen einfach nur alt aus?

OT: «Wir sind die Neuen» (Comedy, 91 Minuten)
Regie & Drehbuch: Ralf Westhoff
Darsteller: Gisela Schneeberger, Heiner Lauterbach, Michael Wittenborn u.v.m.
Eine Koproduktion des BR


«Der große Kanton»

Seit Jahren streiten sich Deutschland und die Schweiz über zentrale Fragen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens: deutsche Steuerflüchtlinge und Schweizer Bankgeheimnis, Schweizer Fluglärm in Süddeutschland oder deutsche Immigranten in der Schweiz. Für all diese und viele weitere Streitfragen präsentiert Viktor Giacobbo eine einfache Lösung: Deutschland tritt der Schweiz als neuer Kanton bei. Das hat für beide Länder nur Vorteile. Denn was bisher zu einem langwierigen und zermürbenden Hinundher zwischen zwei souveränen Staaten und ihren Einwohnern geführt hat, wird künftig auf nationaler Ebene entschieden und landesweit einheitlich umgesetzt. Viktor Giacobbo führt Gespräche mit Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern und Künstlern, die sich ernsthaft mit dieser doch ziemlich gewagten These auseinandersetzen - und gerade deshalb immer wieder ironisch-komische Statements abgeben. Trotzdem kommt Giacobbo am Ende zu einem überraschenden Schluss.

OT: «Der große Kanton» (Dokumentation, 87 Minuten)
Regie: Viktor Giacobbo
Drehbuch: Viktor Giacobbo & Domenico Blass
Darsteller: Michael Finger, Viktor Giacobbo, Mike Müller u.v.m.




«Der Schmetterlingsjäger - 37 Karteikarten zu Nabokov»

"Zeit ist nur Gedächtnis im Entstehen". Dies sind Worte Van Veens, des charmanten Schurken in meinem Buch. Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob ich ganz einverstanden bin mit seiner Auffassung von der Textur der Zeit. Ich fürchte nicht. Ein Autor und ein Filmemacher diskutieren, wie man einen Film über Nabokov machen könnte. Ein Mann fährt durch die Alpen, um eine lang verschollene Geliebte zu treffen. Ein filmischer Essay, in dem Episoden aus Vladimir Nabokovs Leben und Büchern, philosophische Gespräche und imaginäre Rekonstruktionen eine Meditation über das Wesen von Zeit bilden.

OT: «Der Schmetterlingsjäger - 37 Karteikarten zu Nabokov» (Dookumentation, 135 Minuten)
Regie & Drehbuch: Harald Bergmann
Kamera: Elfi Mikesch



«Hugo Koblet - Pédaleur de Charme»

Der Schweizer Radrennfahrer Hugo Koblet gewinnt 1950 völlig unerwartet als erster Ausländer den Giro d'Italia. Der Bäckersohn aus dem Zürcher Kreis "Cheib" wird schlagartig weltberühmt. Die Frauen liegen dem schönen und weltgewandten Koblet zu Füssen, die Radsportwelt bewundert ihn für seinen eleganten Fahrstil und die Presse reibt sich ob seiner zahlreichen Eskapaden die Hände. Nach dem Sieg der Tour de France ein Jahr später nimmt sein Höhenflug ein vorschnelles Ende - er ruiniert sich mit Dopingmissbrauch die Gesundheit. Zwar geniesst Koblet bis zum Ende seiner sportlichen Karriere noch einige glanzvolle Jahre an Sechstagerennen und etabliert sich durch seine Heirat mit dem Mannequin Sonja Bühl auch auf gesellschaftlichem Parkett. Als der notorisch grosszügige Frauenheld jedoch bald darauf vor dem Ruin und der Scheidung steht, rast er mit seinem Sportwagen in einen Baum. Ob es sich dabei um einen Selbstmord oder einen Unfall handelt, ist bis heute ungeklärt.

OT: «Hugo Koblet - Pédaleur de Charme» (Dokumentation/Biografie, 97 Minuten)
Regie: Daniel von Aarburg
Drehbuch: David Keller, Daniel von Aarburg & Martin Witz
Darsteller: Manuel Löwensberg, Sarah Bühlmann, Hanspeter Müller u.v.m.

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