Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben ARD und ZDF ihr Sendekonzept für das erste der zwei sportlichen Großereignisse im Jahr 2014 bekannt. Man möchte kritisch, kostenbewusst und dennoch sehr umfangreich berichten.
Halten sich die Herausforderungen im Bereich Sport in ungeraden Jahren meist in relativ eng gefassten Grenzen, stehen im kommenden Jahr wieder gleich zwei globale Sport-Events an: Im Februar berichten ARD und ZDF von den Olympischen Winterspielen in Sotschi, bevor im Juni und Juli die nicht minder spannende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ansteht. Knapp zwei Monate vor erstgenanntem Großereignis gaben die Programmverantwortlichen beider Sendeanstalten am Dienstag eine Pressekonferenz, in der sie auf die konzeptionelle Ausrichtung ihrer Berichterstattung umfassend eingingen.
Auch politisch sind die Olympischen Spiele in diesem Jahr wieder sehr brisant, hat sich das Olympische Komitee mit Sotschi doch für einen Übertragungsort entschieden, der in vielerlei Hinsicht Anlass für kritische Töne gibt. Die russische Stadt liegt immerhin im subtropischen Klima, hat hinsichtlich ihrer Wintersport-Tradition nicht viel mehr zu bieten als das für die Fußball-WM 2022 auserkorene Katar und liegt ferner in einem Staat, der zuletzt vor allem durch einen menschenverachtenden Umgang mit Homosexuellen und massiven Einschränkungen der Meinungsfreiheit international wahrgenommen wurde. Dies wollen die beiden deutschen Sender nicht einfach zwei Wochen lang unter den Teppich kehren, wie man vollmundig ankündigt: "Auch die Kehrseiten der olympischen Medaillen werden präsentiert."
Etwas unglücklich für deutsche Sehgewohnheiten dürften einige Ausstrahlungstermine ausfallen, denn mitunter beginnen die Übertragungen der Sender bereits am frühen Morgen. Schuld daran sind natürlich nicht ARD und ZDF, sondern die unterschiedlichen Zeitzonen: Immerhin drei Stunden liegen zwischen Sotschi und der mitteleuropäischen Winterzeit. Die vom ZDF übertragene Eröffnungsfeier findet jedoch zu recht annehmbarer Zeit um 16:10 Uhr statt und soll von ZDF-Urgestein Wolf-Dieter Poschmann begleitet werden. Die vom Ersten Deutschen Fernsehen gezeigte Abschlussfeier kommentieren Tom Bartels sowie die WDR-Journalistin Ina Ruck.
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