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«Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5»

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Die RTL-Eigenproduktion mit Nina Vorbrodt und Jochen Horst startete im Mittelmaß und geriet am Ende zum Totalausfall.

Es war ein gut gemeinter Versuch von RTL: Nachdem das Vertrauen in die deutsche Serie derart gesunken war, dass kaum ein Privatsender noch deutsche Eigenproduktionen im Programm hatte, versuchte es RTL Ende August gleich mit drei neue Formaten. Eines davon war «Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5», welches die vergangenen acht Wochen stets donnerstags um 21:45 Uhr auf Zuschauerfang ging. Doch das Interesse war überschaubar und dürfte RTL nicht sonderlich glücklich gestimmt haben.

Dabei sah es zum Auftakt am 22. August noch gar nicht so schlecht aus. 2,34 Millionen Menschen sahen die Premiere. Beim Gesamtpublikum reichte das zwar nur für einen unterdurchschnittlichen Marktanteil von 9,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam die neue Serie aber immerhin auf 14,9 Prozent. Vergleicht man diese Zahl mit dem Durschnittswert vom September 2013, dann lag der Auftakt sogar 1,7 Prozentpunkte über dem Schnitt. Nimmt man den Jahresdurchschnitt als Richtwert, dann kommt RTL allerdings auf 15 Prozent – ein Schnitt, den der Serienauftakt minimal unterbot.

Die zweite Folge eine Woche später konnte die 2,34 Millionen Zuschauer vom Auftakt sogar halten. Allerdings waren diesmal weniger Zuseher im werberelevanten Alter. Dementsprechend reichte es bei den 14- bis 49-Jährigen nur für 14 Prozent. Diese Zahl wird bei RTL zwar keine Freudensprünge ausgelöst haben, dennoch wird man angesichts mehrerer strauchelnder Formate im RTL-Programm nicht gänzlich unglücklich gewesen sein. Als dann eine Woche später allerdings nur noch 12,6 Prozent zu Buche standen, dürften die Sorgenfalten auf der Stirn doch schon ein bisschen größer geworden sein. Insgesamt schauten 2,07 Millionen Menschen zu.

Die vierte Folge musste Mitte September noch ein paar Zuschauer abgeben und kam insgesamt auf 2,05 Millionen Menschen. In der Zielgruppe reichte es jetzt nur noch für 11,5 Prozent. RTL musste also befürchten, dass sich dieser Abwärtstrend auch in der darauffolgenden Woche fortsetzen würde. Doch es kam anders: Man konnte in der werberelevanten Zielgruppe wieder einen Prozentpunkt hinzugewinnen und genierte 12,5 Prozent. Insgesamt sahen erneut 2,05 Millionen Menschen zu.

Ende September fielen die Zuschauerzahlen dann erstmals unter die Zwei-Millionenmarke. 1,92 Millionen Zuschauer interessierten sich für die sechste Folge der neuen Serien. In der Zielgruppe sank der Marktanteil nur minimal auf 12,4 Prozent. Der Absturz in die Einstelligkeit folgte dann eine Woche später. 1,77 Millionen Menschen schalteten die vorletzte Folge ein. Nur noch 9,7 Prozent der Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahre alt. Zum Staffelfinale am 10. Oktober folgte dann ein weiterer Tiefschlag. Mit nur noch 1,46 Millionen Zuschauern stand ein Negativrekord zu Buche. In der Zielgruppe kam man auf unzureichende 7,9 Prozent.

Auch die Endabrechnung fällt ernüchternd aus. Im Schnitt kamen die acht Folgen von «Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5» auf genau zwei Millionen Zuschauer. Beim Gesamtpublikum reichte es nur für unterdurchschnittliche 7,5 Prozent. Im aktuellen Fernsehjahr kommt RTL aber auf 10,8 Prozent. In der Zielgruppe liegt man mit 1,25 Millionen Zuschauern und durchschnittlich 11,9 Prozent ebenfalls im roten Bereich. Der derzeitige RTL-Schnitt bei den 14- bis 49-Jährigen liegt nämlich bei 15,0 Prozent. Angesichts dieser Werte wird eine Fortsetzung wohl ausgeschlossen sein.

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