Primetime-Report

«Eurovision Song Contest» mit Traumquote

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Gegen den «Eurovision Song Contest 2011» waren am Samstagabend alle anderen Sender chancenlos: Die missglückte Titelverteidigung Deutschlands, die aus der Arena in Düsseldorf im Ersten übertragen wurde, verfolgten über 13 Millionen Zuschauer.


Es war ein toller Erfolg für Sat.1 am Montagabend der vergangenen Woche: «Der letzte Bulle» und «Danni Lowinski» sicherten dem Sender mit durchschnittlich 3,59 Millionen bzw. 3,16 Millionen Zuschauern und 17,9 bzw. 15,6 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zur besten Sendezeit die Marktführerschaft bei den Jungen und neue Rekorde. RTL erreichte mit «Wer wird Millionär?» und «Vermisst» im Schnitt zwar 5,67 Millionen bzw. 5,20 Millionen Zuschauer, aber nur 15,2 bzw. 16,8 Prozent der werberelevanten Bevölkerung. Bei ProSieben stand am Dienstagabend das erste Semifinale des «Eurovision Song Contests 2011» im Mittelpunkt, das in Deutschland rund 2,05 Millionen Zuschauer und 12,7 Prozent der Zielgruppe interessierte. Im Vorfeld sahen allerdings nur durchschnittlich 1,27 Millionen Zuschauer und magere 8,5 Prozent der Jungen «Eurovision Total». Das deutlich erfolgreichere Kontrastprogramm bot RTL: Im Schnitt unterhielten «CSI: Miami» und «Dr. House» 4,67 Millionen bzw. 4,13 Millionen Zuschauer und 23,7 bzw. 23,6 Prozent des werberelevanten Publikums.

Das Halbfinale von «Let‘s Dance» interessierte am Mittwochabend im Schnitt 5,47 Millionen Zuschauer und 18,8 Prozent aller Fernsehenden, in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten 21,6 Prozent der Bevölkerung ein. Das Erste agierte mit dem Drama «Die Mutprobe» auf ähnlichem Niveau und fesselte durchschnittlich 5,26 Millionen Zuschauer und 17,8 Prozent des Gesamtpublikums, aber nur ordentliche 5,6 Prozent des jungen Publikums. Weiter steigern konnte sich am Donnerstagabend ProSieben mit der Castingshow «Germany‘s Next Topmodel», die im Schnitt 3,19 Millionen Zuschauer und tolle 20,0 Prozent der wichtigen Zielgruppe erreichte. Das ZDF überzeugte mit «The Sentinel – Wem kannst du trauen?» ebenfalls – das Hollywood-Spektakel kam bei durchschnittlich 3,56 Millionen Zuschauern, 11,8 Prozent des Gesamtpublikums und 9,1 Prozent der Jungen gut an.

Am Freitagabend verzeichnete das Erste einen ähnlichen Erfolg: Die Komödie «Für kein Geld der Welt» hatte im Schnitt 4,61 Millionen Zuschauer, 16,5 Prozent Marktanteil und gute 8,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Recht schwach startete hingegen VOX mit den US-Krimis «CSI: New York» und «The Closer», die durchschnittlich 1,44 Millionen bzw. 1,67 Millionen Zuschauer und 7,3 bzw. acht Prozent der jungen Bevölkerung unterhielten. Erst zwei Folgen «Law & Order: SVU» punkteten mit besseren Quoten zur späterer Stunde: Jeweils 1,91 Millionen Zuschauer generierten Marktanteile von 9,2 bzw. 12,5 Prozent beim werberelevanten Publikum. Am Samstagabend gab es keinen Weg vorbei am «Eurovision Song Contest 2011»: Die Vorberichterstattung von der Reeperbahn in Hamburg interessierte im Schnitt 6,74 Millionen Zuschauer, 23,6 Prozent aller Fernsehenden sowie 32,6 Prozent der jungen Menschen. Die eigentliche Show aus der Arena in Düsseldorf verfolgten anschließend rund 13,83 Millionen Zuschauer, 49,3 Prozent des Gesamtpublikums und fantastische 59,1 Prozent der wichtigen Zielgruppe. Die Konkurrenz kam gegen das Sangesspektakel nicht an und programmierte B-Ware – am Besten schnitt noch RTL mit dem Spielfilm «Riverworld» ab, den 1,78 Millionen Menschen und katastrophale 7,9 Prozent der Werberelevanten erreichte. Auch am Sonntagabend war das Erste das Maß aller Dinge, denn der «Tatort: Der illegale Tod» fesselte im Schnitt 8,23 Millionen Zuschauer, 23,6 Prozent aller Fernsehenden und 19,8 Prozent der Jungen. Auf ProSieben unterhielt Johnny Depp in «Fluch der Karibik 2» durchschnittlich 3,81 Millionen Zuschauer, 12,2 Prozent des Gesamtpublikums und tolle 23,1 Prozent der werberelevanten Zielgruppe.


...ist der «Eurovision Song Contest 2011». Mit 13,83 Millionen Zuschauern, 49,3 Prozent Gesamtmarktanteil und fantastischen 59,1 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war die Übertragung des europäischen Sängerwettstreits die mit Abstand erfolgreichste Sendung der Woche.


...ist «Eurovision Total». Vier Folgen von «Eurovision Total» ersetzen in der vergangenen Woche «TV Total» und sollten sowohl auf den «Eurovision Song Contest 2011» vorbereiten als ProSieben auch einen Stück vom Quotenkuchen sichern – mit einem Bestwert von schlechten 8,5 Prozent Zielgruppenmarktanteil und 1,27 Millionen Zuschauern fiel das Format allerdings durch.


...ist «Warehouse 13». Damit hatte wohl niemand gerechnet: Die mit tollen Quoten gestartete Science-Fiction-Serie auf RTL II überzeugte am Mittwochabend nur noch 1,01 Millionen Zuschauer und 5,8 Prozent des jungen Publikums – damit wurde bereits der Senderschnitt erreicht; allein im Vergleich zur Vorwoche ging fast ein Prozent Marktanteil in der werberelevanten Bevölkerung verloren.


...ist 59,1 Prozent. So viel Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verzeichnete am Samstagabend die Übertragung des «Eurovision Song Contest 2011».


Der «Eurovision Song Contest 2011» brachte dem Ersten fantastische Quoten ein und versorgte die gesamte ARD mit Material für zahlreiche Sondersendungen, die in der Gunst der Zuschauer ebenfalls keineswegs schlecht abschnitten. Nur der Partner ProSieben blieb quotenmäßig außen vor: Das erste Semifinale ging am Dienstagabend zwar stimmhaft über die Bühne, brachte den Münchenern aber gerade einmal eine zufriedenstellende Quote über dem Senderschnitt ein. Die hauseigene Berichterstattung «Eurovision Total» direkt aus der Arena in Düsseldorf verhallte hingegen gänzlich sang- und klanglos mit Einschaltwerten und «TV Total»-Niveau. Dafür punktete ProSieben am Donnerstagabend einmal mehr mit der Castingshow «Germany‘s Next Topmodel», die tolle Quoten gerade in der werberelevanten Bevölkerung verzeichnen konnte. Schwesternsender Sat.1 erntet von Woche zu Woche den Ruhm für ihren Mut, zur besten Sendezeit mit Eigenproduktionen zu kokettieren – in der vergangenen Woche stachen «Der letzt Bulle» und «Danni Lowinski» in der Zielgruppe sogar den Montagabend auf RTL aus. Der Rest der Film- und Serienwoche lief und läuft dagegen wie gehabt unspektakulär und eher quotenarm über die Bühne – hier besteht dringend Nachholbedarf. RTL hat nach dem Ende von «Deutschland sucht den Superstar» indes keinen wirklichen Quotenriesen mehr im Programm, zumal auch die beliebte Tanzshow «Let‘s Dance» in die Finalrunde geht. Mit «Wer wird Millionär?», Comedy- und Soapformaten sowie den US-Serien am Dienstagabend kommen die Kölner zwar tagessiegend über die Runden, können langfristig aber keine großen Sprünge machen.

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