Primetime-Check

Dienstag, 21. Dezember 2010

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Wie schnitt «Liebe braucht keine Ferien» im ZDF ab, das statt des quotenschwachen Dienstagprogramms gesendet wurde? Konnten die Privaten wie üblich mit ihren Serien punkten? Und hielten die Quotenschübe der Realitydoku-Formate bei RTL II und kabel eins aus der Vorwoche an?

Wenig vorweihnachtliche Stimmung dürfte am Dienstagabend bei den privaten Sendern aufgekommen sein. Vor allem Quotenkönig RTL musste den obligatorischen Serienabend unter dem Senderschnitt beenden. So interessierten sich im Schnitt 4,07 Millionen Zuschauer und 17,2 Prozent der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen für «CSI: Miami», bevor «Dr. House» durchschnittlich 3,69 Millionen Zuschauer und 17,3 Prozent der werberelevanten Bevölkerung unterhielt. Ähnliches Szenario gab es bei ProSieben zu beobachten, wo der Comedydienstag deutlich schlechtere Quoten erzielte als noch in der Vorwoche. Zwei Folgen der «Simpsons» liefen zur besten Sendezeit mit durchschnittlich 1,84 Millionen bzw. 1,98 Millionen Zuschauern und 11,5 bzw. 11,7 Prozent Marktanteil bei den Jungen unter dem Senderschnitt. Im Anschluss interessierten sich allerdings mehr Bundesbürger für das Programm, sodass sich zwei Folgen «Two and a Half Men» auf durchschnittlich 2,19 Millionen bzw. 2,37 Millionen Zuschauer und gute 13,0 bzw. 15,0 Prozent Marktanteil beim wichtigen Publikum steigern konnten.

Schwesternsender Sat.1 musste ebenfalls unter dem Senderschnitt verweilen: Nachdem am Montagabend bereits der Klassiker «Sissi» deutlich weniger Zuschauer als erwartet begeisterte, steigerte sich der Münchener Sender am Dienstagabend mit «Sissi, die junge Kaiserin» auf immerhin 2,82 Millionen Interessierte sowie ordentliche 10,3 Prozent Marktanteil in der jungen Bevölkerung. Bei VOX lief es hingegen richtig gut, denn die Komödie «Schöne Bescherung» brachte durchschnittlich 2,33 Millionen Zuschauer und 11,1 Prozent der Werberelevanten in Weihnachtsstimmung - damit hat VOX die tollen Quoten der Vorwoche nochmals steigern können. Bei kabel eins ging alles seinen konstanten Gang, denn nachdem sich die vierte Folge von «Die strengsten Eltern der Welt» in der Vorwoche auf ordentliche Werte eingefahren hat, durfte man auch am Dienstagabend davon profitieren: Im Schnitt interessierten sich 1,43 Millionen Zuschauer für die Folge, der Zielgruppenmarktanteil lag wie in der Vorwoche bei 6,3 Prozent. Einzig Markus Kavkas Musikformat «Number One!» punktete beim Publikum nicht und sank auf 0,54 Millionen Zuschauer sowie 3,6 Prozent Marktanteil bei den Jungen.

Ähnlich erging es RTL II, denn die Bausendung «Zuhause im Glück» rutschte nach einem Quotenhoch in der Vorwoche erneut ab und unterhielt mit nur durchschnittlich 1,41 Millionen Zuschauern und 5,4 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Bevölkerung deutlich weniger Deutsche als zu früheren Hochzeiten. Unproblematisch verlief der Abend für die öffentlich-rechtlichen Sender: Das Erste programmierte seine Serien «Familie Dr. Kleist» und «In aller Freundschaft», mit denen man Gesamtmarktführer bei allen Zuschauern ab drei Jahren wurde. Im Schnitt schauten 5,70 Millionen bzw. 6,53 Millionen Deutsche und 16,8 bzw. 19,0 Prozent aller Fernsehenden zu; bei den Jungen waren es immerhin 6,2 bzw. 7,2 Prozent. Das ZDF programmierte nach dem Ende der zweiten Staffel von «Die Deutschen» in der Vorwoche einen Spielfilm und räumte vor allem in der Zielgruppe richtig ab: «Liebe braucht keine Ferien» hatte durchschnittlich 3,85 Millionen Zuschauer, 11,5 Prozent Marktanteil und tolle zwölf Prozent Marktanteil beim werberelevanten Publikum - damit machten die Mainzer wenige Tage vor Weihnachten den privaten Sendern deutlich zu schaffen.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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