Gegen Dieter Bohlen und seinen Castingwahn ist kein Kraut gewachsen – fast schon ein kleines Mantra im aktuellen Rahmen der Fernsehbranche. Doch auch wenn Thomas Gottschalk und sein Showdino «Wetten, dass...?» in den letzten Jahren zunehmend an Prestige und Publikum verloren, würde man sein Geld nicht unverblümt gegen das öffentlich-rechtliche Zugpferd setzen. Umso spannender die Frage, welcher der beiden Männer am Samstagabend zur besten Sendezeit das Rennen machen würde. Mit Blick auf die Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren waren das natürlich Bohlen und «Das Supertalent», das mithilfe von 4,15 Millionen der Jungen fantastische 34,9 Prozent Marktanteil generierte. Damit schlug sich die dritte Ausgabe aber schwächer als ihre Vorgänger in der letzten Woche - das starke Gegenprogramm setzte der RTL-Sendung eben doch ein klein wenig zu.
Das Erste ließ mit «Mord in bester Gesellschaft: Die Nächte des Herrn Senator» einen drittklassigen Krimi auflaufen, der 2,98 Millionen Menschen anlockte (9,6% MA), 460.000 davon im werberelevanten Alter (3,9% MA). Genreverwandte Kost fand man bei Sat.1, das neue Episoden seiner Crime-Procedurals auf Zuschauerfang schickte und gegen die Konkurrenz wie auch schon in der vergangenen Woche das Nachsehen hatte: Für «Navy CIS: Los Angeles» standen 8,1 Prozent, für zwei Folgen «Criminal Minds» jeweils 7,6 Prozent Zielgruppenmarktanteil zu Buche – neue Tiefpunkte für den Serienabend. Auch bei den Zuschauern ab drei Jahren rutschte man mit durchgehend 5,9 Prozent weit unter Senderschnitt.
Ein vorhersehbarer Misserfolg war der Abend bei RTL II, das erst «Dungeons & Dragons» ausstrahlte und damit gerade einmal 4,6 Prozent Marktanteil der Werberelevanten anlockte. Ab 22:25 Uhr konnte man mit der Fortsetzung «Dungeons & Dragons 2 – Die Macht der Elemente» und 6,5 Prozent immerhin gerade so den Senderschnitt überflügeln. VOX hob sich mit der vierstündigen Dokumentation «Made in Germany – ein Wirtschaftsmärchen!» erneut völlig von den Gegenspielern ab, konnte damit aber keineswegs punkten. 570.000 Menschen fanden sich für die Produktion, miese 2,2 Prozent Marktanteil wurden erzielt. 370.000 waren zwischen 14 und 49 Jahren alt (3,5% MA).
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