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Bundesliga-Rechtevergabe: Ausgang offen

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Vieles kann in den kommenden Tagen passieren – aber nicht alle Varianten wären für den Fußballfan wünschenswert. Ein Kommentar von Manuel Weis.

Spätestens am kommenden Mittwoch wird die Fußballwelt wissen, bei welchem Sender der Bundesligaball ab August 2009 rollen wird. Möglichkeiten gibt es viele – manche sind wahrscheinlich, manche sind nicht sonderlich wahrscheinlich. Viele davon wären für den Fan in Ordnung, von manchen sollten die DFL-Manager aber dringend absehen. Die spannendeste Frage ist sicherlich die, wer im Rennen um die Live-Rechte die Nase vorn hat.

Dem Vernehmen nach hat der Sportsender ESPN mehr Geld geboten als Premiere, weshalb der Münchner Bezahlsender nun noch etwas nachlegen soll. Premiere-Chef Mark Williams und Carsten Schmidt, der die Verhandlungen führt, wären sehr gut beraten, diesem Wunsch nachzugehen, denn die Liga ist überlebenswichtig für Premiere. Andererseits müsste sich auch die DFL klar sein, dass sie Premiere bei Nichtbeachtung in den Abgrund stürzt. Das könnte auch für die Liga ins Auge gehen, denn der zuverlässige Partner wäre fortan nicht mehr da.




Es gäbe niemanden mehr, der bei einer neuerlichen „arena“-Pleite in die Presche springen könnte. Ohnehin kann es nicht der Wunsch der Manager sein, ein zweites arena – und nichts anderes wäre ein neuer Sportsender – auf den Plan zu rufen. Premiere könnte höchstens dann mit einem solchen Modell leben, wenn von Anfang an klar wäre, dass das Münchner Unternehmen diesen Sender in den Premiere-Paketen vermarkten dürfte. Der Ausgang ist in dieser Frage völlig offen: Die Tatsache, dass die DFL nun vielleicht noch über das Wochenende verhandeln möchte, spricht aber dafür, dass man eigentlich weiter mit Premiere arbeiten möchte.

Ebenfalls offen ist der Ausgang im Free-TV: Dass das DSF weiterhin am Sonntag senden darf, ist recht wahrscheinlich. Ob die ARD aber am Samstag den Zuschlag kriegt, ist ungewiss. Mit Sat.1 und RTL gibt es dem Vernehmen nach zwei große Konkurrenten. Sat.1 sind hier möglicherweise noch größere Chancen zuzurechnen. Es wäre allerdings auch keine Überraschung, wenn die ARD – allein schon wegen der guten Reputation – als Sieger hervorgehen würde. Spätestens am kommenden Mittwoch weiß Deutschland mehr.

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