«Weisheiten»: Bernie und der Quotenbammel

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Am Wochenende startet die Formel 1 in eine neue Saison – ohne Michael Schumacher. Wie viele Menschen da wohl nächtens aufstehen werden?



Sie ist wieder da – die Königsklasse des Motorsports. Kimi, Pablo, Nick und Co. drehen ab morgen wieder ihre Runden. Der Saisonstart fällt traditionell in Australien, genau dann, wenn die meisten Deutschen friedlich in ihren Betten liegen und schlafen. Ein paar Hartgesottene gibt es aber immer. Auch in diesem Jahr wird sich so mancher Motorsportfan den Wecker stellen und mehr oder weniger munter das erste Formel 1-Rennen des Jahres begutachten. Für die Fans ändert sich einiges. Neue Regeln und kein Schumacher. Genau das ist der Punkt, der für den übertragenden Free-TV-Sender RTL zur Bewährungsprobe wird.



Dass die Einschaltquoten zurückgehen werden, darüber muss wohl nicht gestritten werden. Die Frage ist nur: Werden aus den vormals über acht, neun Millionen Zuschauern nun sieben Millionen oder gar nur fünf? Premiere dürfte dies weitesgehend egal sein – man bietet die Formel 1 ab dieser Saison vorsichtshalber aber dennoch im 16:9-Format, das erfreut die Fans – auch wenn Schumi gar nicht mehr im Auto zu sehen ist.



Den größten Bammel dürfte wohl Formel 1-Boss Bernie Ecclestone haben – Bammel vor den Quoten. Denn obwohl man mit deutlichen Zuschauereinbußen rechnen muss, möchte der mächtigste Motorsportmann aus Deutschland mehr Kohle für die Übertragungsrechte sehen. Und genau das ist die Crux: RTL möchte eigentlich lieber weniger als mehr zahlen, deswegen könnte sich das TV-Karussel ab 2008 gewaltig drehen. Im Free-TV-Bereich bieten neben RTL auch die ARD und Sat.1 mit. Pay-TV-Sender Premiere hat ebenfalls ein Angebot abgegeben und könnte die Rennen (wie die Champions League) im DSF zeigen.



Eine Formel 1 ohne Florian König und Kai Ebel? Für viele Fans fast undenkbar, möglicherweise aber bald Realität. Wer derzeit die Nase vorne hat, ist nicht bekannt. Spannend wird es auch im Pay-TV-Bereich. Hier bietet nicht nur Premiere, sondern auch arena. Eines sollte Ecclestone aber klar sein: Für Premiere ist ein Free-TV nur sinnvoll, wenn man auch die Pay-TV-Rechte bekommt. Sämtliche anderen Modelle würden für den Münchner Sender keinen Mehrwert darstellen. Eigentlich rechnet die Branche mit einer Entscheidung (zumindest im Free-TV-Markt) noch in dieser Woche – also noch vor dem bekannt werden der ersten Quoten. Liegen die erstmal auf dem Tisch, dürften sich die Forderungen Ecclestones in den Ohren der TV-Manager noch utopischer anhören…


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