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arte blickt hinter die Entscheidungen von Krieg und Intervention

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Der Dokumentarfilm «Kulissen der Macht» untersucht, wie US-Regierungen auf Völkermorde und internationale Krisen reagierten.

Der Kultursender arte nimmt Ende Juli die Mechanismen politischer Macht in den Blick. Ab dem 21. Juli ist der Dokumentarfilm «Kulissen der Macht» auf arte.tv verfügbar, zudem wird die 127-minütige Produktion auch im Fernsehen ausgestrahlt. Regie führte der israelische Dokumentarfilmer Dror Moreh, der bereits mit politischen und historischen Stoffen internationale Aufmerksamkeit erlangte.

Im Zentrum des Films stehen die Reaktionen amerikanischer Regierungen auf Völkermorde, Kriegsverbrechen und Massentötungen von Zivilisten seit dem Ende des Kalten Krieges. Von Kuwait und Bosnien über Ruanda und den Kosovo bis hin zu den Konflikten im Irak, in Libyen und Syrien zeichnet die Dokumentation nach, wie politische und militärische Entscheidungen zustande kamen und welche Überlegungen dahinterstanden.

Dafür versammelt Moreh zahlreiche Interviews mit ehemaligen Politikerinnen und Politikern, Militärs sowie Beraterinnen und Beratern. Sie sprechen offen über interne Diskussionen, politische Zwänge und die Folgen ihrer Entscheidungen. Dabei geht der Film auch der Frage nach, warum die Vereinigten Staaten in manchen Konflikten militärisch eingriffen, während sie in anderen Fällen untätig blieben.

Neben den Zeitzeugeninterviews setzt «Kulissen der Macht» auf selten gezeigtes Archivmaterial und digitale Animationen, um die damaligen Entscheidungsprozesse zu veranschaulichen. Der Film rekonstruiert die oft dramatischen Abwägungen zwischen humanitären Verpflichtungen, geopolitischen Interessen und militärischen Risiken. Gleichzeitig richtet die Dokumentation den Blick auf die Gegenwart. Viele der Beteiligten reflektieren ihre damaligen Entscheidungen vor dem Hintergrund heutiger Entwicklungen und äußern sich zu der Frage, ob sie bestimmte Weichenstellungen inzwischen anders bewerten würden.

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