Mit 5,05 Millionen verkauften Kinotickets führt Michael Bully Herbigs Komödie «Das Kanu des Manitu» die Jahresrangliste der Filmförderungsanstalt (FFA) deutlich an. Dahinter folgen «Ein Minecraft Film» mit 3,49 Millionen sowie «Lilo & Stitch» mit 3,30 Millionen Kinokarten. Ebenfalls auf den vorderen Plätzen finden sich «Zoomania 2» (3,17 Mio.), «Avatar: Fire and Ash» (2,92 Mio.) und «Die Schule der magischen Tiere 4» (2,87 Mio.). Insgesamt vereinen die 50 erfolgreichsten Filme des Jahres 58,5 Millionen Tickets auf sich.Besonders erfreulich fällt die Bilanz für den deutschen Film aus. Während im Vorjahr lediglich sechs deutsche Produktionen oder Koproduktionen den Sprung in die Top 50 schafften, sind es 2025 bereits zwölf Titel. Neben «Das Kanu des Manitu» gehören unter anderem «Die Schule der magischen Tiere 4», «Wunderschöner» (1,41 Mio.), «Die drei ??? und der Karpatenhund» (1,20 Mio.), «Amrum» (0,81 Mio.), «22 Bahnen» (0,69 Mio.), «Stromberg – Wieder alles wie immer» (0,60 Mio.) und «Momo» (0,47 Mio.) zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres.
Bei der Geschlechterverteilung zeigen sich teils deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produktionen. Während Action- und Superheldenfilme wie «Captain America: Brave New World» (73 Prozent Männer), «Superman» (73 Prozent) oder «The Fantastic Four: First Steps» (69 Prozent) vor allem ein männliches Publikum ansprachen, waren romantische und dramatische Stoffe deutlich stärker bei Frauen gefragt. So erreichte «All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You» einen Frauenanteil von 80 Prozent, «Was ist Liebe wert – Materialists» kam auf 75 Prozent und «Bridget Jones – Verrückt nach ihm» auf 73 Prozent. Über alle Filme hinweg lag der Frauenanteil mit 52 Prozent leicht über dem Männeranteil von 48 Prozent.
Auch bei den Altersgruppen zeigen sich klare Unterschiede. Familienfilme wie «Ein Minecraft Film», «Die Schule der magischen Tiere 4» oder «Pumuckl und das große Missverständnis» wurden besonders häufig von Kindern und Jugendlichen besucht. Dagegen lockten Produktionen wie «Konklave», «Die leisen und die großen Töne» oder «Heldin» vor allem ältere Kinogänger an. Insgesamt stellte die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 20 Prozent den größten Anteil des Kinopublikums, dicht gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen sowie den 50- bis 59-Jährigen mit jeweils 19 Prozent. Besucher ab 60 Jahren kamen auf 18 Prozent, während die 10- bis 15-Jährigen 13 Prozent aller Kinotickets ausmachten.
Die Auswertung zeigt zudem, dass Kinofilme in Deutschland keineswegs nur ein Großstadtpublikum erreichen. Über alle Top-50-Filme hinweg stammten 27 Prozent der Besucher aus Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern, weitere 26 Prozent lebten in Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern. Damit kam mehr als die Hälfte des Publikums aus kleineren Städten und ländlichen Regionen. Besonders stark auf dem Land waren deutsche Familien- und Heimatstoffe wie «Das Kanu des Manitu», «Die Schule der magischen Tiere 4» oder «Pumuckl und das große Missverständnis», die jeweils überdurchschnittlich viele Besucher aus kleineren Gemeinden anzogen. Produktionen wie «Konklave», «22 Bahnen» oder «Die leisen und die großen Töne» erreichten dagegen einen vergleichsweise hohen Anteil von Zuschauern aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern.







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