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Rauchen im Film: Wie Schauspieler mit Nikotinentzug umgehen können

In den wenigsten Filmen oder Serien wird heute noch geraucht, der Jugendschutz ist strenger geworden. Doch für viele Darsteller wird genau das zum Problem, weil sie nikotinabhängig sind und auch während der Dreharbeiten nur selten die Möglichkeit zum Rauchen haben. Gerade bei längeren Szenen ist es kaum möglich, einfach mal abzubrechen und zu einer Raucherpause rauszugehen. Alternative Nikotinprodukte bieten eine Chance, den Entzug zu überstehen und vielleicht sogar von der Zigarette wegzukommen.

Worunter leiden Schauspieler beim Entzug von der Kippe


Wer regelmäßig raucht, dessen Körper gewöhnt sich an die kontinuierliche Zufuhr von Nikotin. Fällt dieser Reizstoff plötzlich weg, rebelliert der Organismus.
Typische Nikotinentzug Symptome äußern sich primär durch eine gesteigerte nervöse Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen. Für Menschen, die vor der Kamera stehen, sind diese Begleiterscheinungen eine große Hürde.
Fehlt der Fokus für die Rolle oder ist die feine Mimik im Gesicht durch innere Anspannung blockiert, hat das Auswirkungen auf den ganzen Dreh. Auch körperliche Reaktionen wie Händezittern oder plötzliche Schweißausbrüche können dazu führen, dass einzelne Szenen mehrmals gedreht werden müssen.
Es geht bei einem Entzug im Schauspiel also gar nicht nur um den eigenen Wohlfühlfaktor, sondern auch um die Arbeit selbst.

Warum gerade Schauspieler doppelt bestraft sind


Am Set ist Stress an der Tagesordnung. Die Schauspieler müssen sich konzentrieren, dann haben sie wieder ewige Wartezeiten und wenn eine Bewegung nicht sitzt, wird die Aufnahme wiederholt. Für rauchende Darsteller kann das schnell zum Problem werden, weil sie die Kulisse trotz langweiliger Wartezeiten nicht so schnell verlassen können.
Wenn die Option einer Zigarettenpause wegfällt, fehlt ein gewohntes Ritual zur Stressbewältigung. Selbst wenn Rauchen möglich wäre, ist der Geruch von kaltem Rauch in den Kleidern für die Kollegen und Tontechniker ein Problem. Die Darsteller stehen also permanent unter Beobachtung, während sie gleichzeitig gegen das Verlangen kämpfen müssen.

Wie Tabakersatzprodukte Schauspielern helfen können


Um die Zeit vor der Kamera ohne Aussetzer zu überstehen, greifen viele Profis zu diskreten Alternativen. Sogenannte Nikotinbeutel oder Snus sind am Set beliebt, da sie einfach unter die Oberlippe geschoben werden. Sie geben den Wirkstoff gleichmäßig über die Schleimhäute ab, ohne dass Rauch entsteht oder das Make-up beschädigt wird.
Die E-Zigarette kommt ebenfalls zum Einsatz, denn der Dampf verflüchtigt sich schnell und bleibt nicht in den Kostümen haften. Wenn Darsteller während des Drehs für ihre Figur rauchen müssen, werden kräuterbasierte Tabakprodukte ohne Nikotin genutzt. So kann man verhindern, dass ein ehemaliger Raucher wieder abhängig wird oder der Geruch die ganze Produktion stört.

Warum der kalte Nikotinentzug nicht für jeden passt


Der radikale Verzicht von heute auf morgen klingt nach einer konsequenten Lösung, ist aber während einer laufenden Produktion riskant. Ein kalter Entzug verlangt dem Körper viel Energie ab, die dann für das kreative Arbeiten fehlt.
Der psychische Druck kann so hoch werden, dass die emotionale Flexibilität für die Rolle blockiert wird. Mitten im Drehprozess ist daher ein kalter Entzug keine gute Idee, der temporäre Umstieg auf Ersatzprodukte hilft den meisten Schauspielern eher.
Das schont die Nerven des gesamten Teams und sichert die Kontinuität der Arbeit. Der endgültige Rauchstopp kann dann in einer drehfreien Phase in Ruhe angegangen werden.

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