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Mike Shake: Der YouTuber, der Lernen zum Erlebnis macht

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Selbstexperimente, Ingenieurskunst und Humor: Mike Shake zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen YouTubern. Statt Trends hinterherzujagen, baut er lieber Dinge – und sich selbst stetig weiter.

Mike Shake gehört zu den erfolgreichsten Selbstexperiment- und Ingenieurs-YouTubern weltweit. Seit der Gründung seines Kanals im Februar 2018 hat er über 4,6 Millionen Abonnenten gewonnen und mehr als 860 Millionen Aufrufe erzielt. Doch sein Erfolg basiert nicht auf schnellen Klicks, sondern auf konsequenter Arbeit, Neugier und Durchhaltevermögen. Sein Prinzip ist einfach: ausprobieren, lernen, dokumentieren.

Michele, wie Mike Shake mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1993 in Italien geboren. Er sucht Themen, die ihn persönlich fordern. Statt Trends zu bedienen, wählt er Projekte, die zu ihm und seinem Stil passen – vom Bau einer Schleuder bis hin zum Testen selbstgebauter Geräte. Dabei geht es ihm nie nur um Showeffekte, sondern um den Prozess selbst: das Scheitern, das Lernen, den Fortschritt.

Ein Paradebeispiel ist das Video „I Learned 92 Skills in 2 Years, Can I Still Do Them?“. Darin überprüft Shake, welche Fähigkeiten er aus zwei Jahren Selbstexperimenten noch beherrscht. Das Video wurde millionenfach geklickt und zählt zu seinen erfolgreichsten Projekten. Es zeigt exemplarisch, wie er Transparenz nutzt, um Nähe zu schaffen – Zuschauer werden zu Begleitern seiner Entwicklung.

In den vergangenen Jahren hat sich Shakes Kanal sichtbar gewandelt: von reinen „Skill“-Videos hin zu Ingenieursprojekten, Bastel- und Technikformaten. Frühere Clips trugen gelegentlich reißerische Thumbnails und Clickbait-Titel – ein Stil, den Shake inzwischen hinter sich gelassen hat. Heute überzeugen seine Videos durch handwerkliche Präzision, Humor und Authentizität.

Über 130 Videos sind inzwischen online, neue folgen regelmäßig. Mit seinen Werbepartnern und YouTube-Einnahmen kann Shake seine Projekte unabhängig realisieren. Auffällig ist, dass er trotz wachsendem Erfolg vieles selbst macht: Er steht vor der Kamera, erklärt seine Fehler, reflektiert Rückschläge und kommentiert seine Fortschritte. Diese Offenheit unterscheidet ihn von vielen anderen YouTubern, die ihre Produktion längst an große Teams ausgelagert haben. Sein Stil erinnert zunehmend an den australischen Creator „I did a thing“, der ebenfalls mit Neugier, Improvisation und Selbstironie arbeitet. Beide verbindet der spielerische Zugang zu Wissen und Technik – Projekte beginnen mit einer Idee und enden oft überraschend erfolgreich.



Mike Shake zeigt, dass YouTube mehr sein kann als bloß ein Ort für schnelle Unterhaltung. Seine Videos sind durchdacht, motivierend und persönlich. Über Jahre hinweg hat er sich vom sympathischen Bastler zum etablierten Creator entwickelt, ohne seine Experimentierfreude zu verlieren. Wer ihn schaut, bekommt weniger Show – aber dafür echtes Lernen mit Spaßfaktor.

Kurz-URL: qmde.de/167975
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