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KI als Seelentröster? «37°Leben» fragt nach Chancen und Grenzen

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Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Alltag – auch dort, wo es um Angst, Überforderung und psychische Krisen geht.

Mit «37°Leben» und „KI und Therapie?“ widmet sich das ZDF am Sonntag, 8. Februar 2026, um 9.03 Uhr einer Frage, die viele bewegt: Können KI-basierte Chatbots emotionale Unterstützung bieten – und wo liegen ihre Grenzen? Die Reportage ist bereits ab 6. Februar 2026 in der ZDFmediathek abrufbar.

Immer mehr Menschen wenden sich an KI-gestützte Anwendungen, um mit Angstzuständen, Stress oder emotionaler Not umzugehen. Die Sendung ordnet diesen Trend ein und zeigt, wie Chatbots als niedrigschwellige Hilfe fungieren können – etwa als erste Anlaufstelle, zur Strukturierung von Gedanken oder als Begleiter zwischen Therapiesitzungen. Zugleich macht der Film deutlich: Künstliche Intelligenz kann professionelle Therapie nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen.

Im Mittelpunkt stehen drei persönliche Geschichten. Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Wenn sich eine Panikattacke ankündigt, greift sie auf einen KI-Chatbot zurück. „Ich brauche eine ruhige Stimme, die mich da rausholt“, sagt sie. Für sie ist die künstliche Stimme kein Ersatz für therapeutische Arbeit, aber ein verlässlicher Rettungsanker in akuten Momenten. Liam, der mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung lebt, nutzt KI, um seine intensive Gefühlswelt besser zu sortieren. Der Chatbot hilft ihm, Emotionen einzuordnen und wiederkehrende Muster zu erkennen. Entscheidend für ihn ist die ständige Verfügbarkeit – ohne Scham, ohne soziale Hemmschwelle. Anders erlebt es Alischa, eine Person mit Autismus und ADHS. Die beratende Kommunikation der KI erreicht sie emotional kaum. Dennoch nutzt sie den Chatbot täglich – nicht als therapeutisches Gegenüber, sondern als strukturierenden Life-Coach, der hilft, den Alltag in einer reizüberfluteten Welt zu organisieren.

Eingeordnet werden diese Erfahrungen von Prof. Dr. Harald Baumeister, Psychologe und Experte für digitale Gesundheitsanwendungen an der Universität Ulm. Er spricht über Chancen und Risiken von KI-gestützter Unterstützung, über Datenschutzfragen und darüber, wie sich unser Verständnis von psychischer Hilfe verändert, wenn rund um die Uhr ein digitales Gegenüber verfügbar ist.

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