Dazu gehört „Rocky“. Das Boxerdrama um Rocky Balboa, der sich vom Niemand zum erstzunehmenden Gegner für den amtierenden Champion Apollo Creed hochkämpft, machte 1976 den bis dato unbekannten Sylvester Stallone als Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor zum Weltstar. Der sensationelle Sieg im Oscar-Rennen um den besten Film des Jahres legte den Grundstein für eine Riesenkarriere und eine Filmreihe, die bis heute 6 Rocky-Filme und drei Creed-Filme hervorgebracht hat.
Überhaupt schaffen es Boxerfilme immer wieder, das Publikum und die Kritiker umzuhauen. „Raging Bull“ mit Robert de Niro als Jake LaMotta gilt als einer der besten biografischen Filme aus dem Sportmilieu. Die schonungslose Darstellung eines Boxers, der sich im ständigen Kampf mit der Welt und sich selbst befindet und dadurch seinen eigenen Untergang besiegelt, ist zum Klassiker geworden.
„Ali“ mit Will Smith in der Titelrolle ist ein weiterer biografischer Film, der die Entwicklung des legendären Boxers von seinem ersten Titelgewinn unter seinem Geburtsnamen Cassius Clay jr. zum tiefgläubigen Moslem Muhammad Ali und Vietnam-Kriegsgegner schildert. Seine politische Haltung machte ihn vom gefeierten Star zum Außenseiter, doch Ali war auch außerhalb des Rings nicht zu stoppen.
Dass die Dramen der echten Sportwelt auch auf der Leinwand das Publikum zum Mitfiebern bewegen, zeigt sich bei tollen Verfilmungen aus der Welt des Motorsports.
„Rush“ erzählt die packende Geschichte der langjährigen Rivalität zwischen Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth), die sich auf den Formel-1-Pisten immer weiter zuspitzt, bis es zu einem tragischen Unfall kommt, der Lauda fast das Leben kostet.
Die Mischung aus Furchtlosigkeit und Besessenheit, die Lauda und Hunt auszeichnete, hat auch andere Legenden aus der Motorsportszene zu idealen Objekten für ein Leinwanddrama gemacht. „Ford vs Ferrari – Le Mans 1962“ erzählt die Geschichte der Rivalität zwischen zwei Autobauern, die schließlich den Rennsport revolutionieren sollte. Aber es ist auch die Geschichte von Ken Miles, eines Ausnahmefahrers, der zusammen mit Autokonstrukteur Carroll Shelby den Ford GT zum Sieger von Le Mans machte und dabei selbst um seinen Gewinn betrogen wurde.
Um ihre große Chance gebracht wurde auch die US-Eiskunstläuferin Nancy Kerrigan, als sie kurz vor der Olympiade 1994 mit einer Eisenstange attackiert und am Knie verletzt wurde. Auftraggeber war der Ex-Ehemann von Kerrigans Rivalin Tonya Harding. „I, Tonya“ mit Margot Robbie ihn der Titelrolle schildert die Geschichte einer begnadeten und dabei ausgebeuteten Athletin, die von ihrer Mutter bereits als Kind aufs Eis gezwungen wird und deren Leben durch die Attacke auf Kerrigan unwiderruflich beschädigt ist.
Einen ganz anderen Kampf hatte Billie Jean King auszufechten. Die im Hollywoodhit „Battle of the Sexes” von Emma Stone dargestellte Tennisspielerin lehnte sich gegen die Ungleichbehandlung von Frauen im Sport aus, die sich vielfach bis heute unter anderem bei Preisgeldern und Gehältern zeigt.
Der Höhepunkt des Geschlechterkampfs auf dem Tennisplatz ist das Duell von Billie Jean King mit Bobby Riggs 1973, bei dem sie den Ex-Champion bezwang.
Die Verbindung aus Mathematik und Sport, die auch bei Wetttips ein wichtiger Faktor ist, steht im Zentrum des Films „Moneyball“ mit Brad Pitt und Jonah Hill.
Auf spannende Weise wird hier demonstriert, wie ein Statistiker und ein Manager mit knapper Kasse ein erfolgreiches Team zusammen stellen und so den amerikanischen Nationalsport Baseball revolutionieren konnten.
Doch es muss nicht immer Drama sein.
Zu den besten Sportfilmen aller Zeiten zählen auch leichtere Stoffe. „Bull Durham“ fällt darunter. Kevin Costner ist als Crash ein alternder Baseballspieler, der den jungen Werfer Calvin (Tim Robbins) trainieren soll. Einen anderen Teil von Calvins Erziehung übernimmt Annie Savoy (Susan Sarandon), die in jeder Saison einen Baseballer in die Welt von Sex und Kultur einführt. Doch bald kommen echte Gefühle zwischen Annie und Crash ins Spiel.
Bei den Fernsehserien sind Sportkomödien und Dramen ebenfalls regelmäßig auf der Siegerstraße zu finden.
„Ted Lasso“, eine preisgekrönte Serie um einen optimistischen Football-Coach aus den USA, der als Trainer zu einem englischen Fußballverein geht und durch seine anfängliche Naivität und seinen menschlichen Anstand nicht nur das Team umkrempelt, ist zu einem internationalen Superhit geworden.
Hauptdarsteller Jason Sudeikis ist 2021 und 2022 für die beiden ersten Staffeln als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie sowohl mit dem Emmy wie mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurden. In diesem Jahr steht er für die dritte Staffel erneut auf der Liste der nominierten Schauspieler.
Baseball-Fans lieben die auf einer wahren Geschichte beruhende Serie „A League of their Own“, über eine Frauen-Baseballliga im Zweiten Weltkrieg.
„Swagger“ erzählt die Geschichte eines 14-Jährigen, der alles daransetzt, mit der Hilfe seines toughen Coaches Basketballprofi zu werden.
Kein anderer Sport ist in Deutschland so populär wie Fußball. Wie der Sport es von der Elite in die unteren Klassen schaffte und zu einem echten Gleichmacher wurde, schildert die Serie „The English Game“.
Ob Massen- oder Nischensport, Fiktion oder auf echten Ereignissen beruhend, eines haben die meisten Sportfilme gemeinsam. Sie sind beim Publikum stets Gewinner.




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