Wenn schon kein «Tatort» am Sonntagabend muss der «Polizeiruf 110» besonders gut werden. «Black Box» setzte auf einen psychologischen Ansatz.
"Der große Brainfuck vor der Sommerpause" schreibt SPIEGEL, "Psycho-Kracher" formuliert der stern und beim Tagesspiegel ließt sich im Vorfeld des Krimi-Abends "Wenn selbst der Täter das Motiv nicht kennt". Im gestrigen «Polizeiruf 110 - Black Box» steckte also einiges an Psychologie, Verwirrspiel, tiefer Handlung und vor allem Gewalt drin. Ohne viel Hintergrund, ohne Einführung lernt der Zuschauer zwei junge Männer in einem Zugabteil kennen, die beiden sind ein Paar. Ein weiterer Mann kommt in das Abteil und stört die Zweisamkeit. Eine Szene, wie sie in jedem Zug auf der Welt wohl täglich millionenfach passiert. Ungewöhnlich wird die Reaktion von einem der Männer: Er schnappt sich den Nothammer und schlägt auf den dritten Mann ein - später soll er sagen, dass er den Mann nicht einmal kannte. Und das waren grade mal die ersten grob fünf Minuten des gestrigen «Polizeiruf 110». 

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