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Schwache Filme am Samstagabend

von   |  2 Kommentare

Drei private Sender wollten am Samstagabend Filme in die Primetime schicken. Bei keinem lief es gut, bei zwei von drei lief sogar der Film nach der Primetime besser als 20:15 Uhr selbst.

An dieser Stelle muss die Konkurrenz der «Nations League» auch einmal außen vor gelassen werden. Spielfilme haben schließlich immer eine gewisse, eigene, Zielgruppe und doch rasselten sämtliche 20:15 Uhr-Programmierungen im Film-Format gestern durch die Quoten. So sehr, dass bei Sat.1 und RTLZWEI die Programmierungen nach der Primetime besser liefen, obwohl die Partie Ungarn - Deutschland da entweder knapp noch lief oder gerade ein paar Minuten alt war. Doch der Reihe nach. Sat.1, VOX und RTLZWEI wollten gestern mit Filmen erfolgreich sein. Bei der bunten Kugel lief «A Toy Story: Alles hört auf mein Kommando», die rote Kugel wollte «Ghostbusters»  (2016) probieren und Grünwald schickte «Hitch - Der Date Doktor» ins Rennen.

Am absoluten Boden der Tatsachen präsentierte sich RTLZWEI mit nur 0,4 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 1,9 Prozent. Da blieb nicht viel Spielraum für die Zielgruppe, die sich mit 0,18 Millionen Umworbenen und daher 4,1 Prozent noch aus der Affäre zog. Aus Reichweiten- und Quoten-Sicht folgte «A Toy Story: Alles hört auf mein Kommando». Der Animationsfilm kam auf 0,42 Millionen Zuschauer und daher noch immer desolate 2,0 Prozent Marktanteil, die Zielgruppe landete hier mit 0,26 Millionen Umworbenen und 6,3 Prozent ebenfalls etwas weniger auf dem Hosenboden. Noch am ordentlichsten präsentierte sich damit das 2016-Remake von «Ghostbusters» bei VOX. Hier schalteten 0,59 Millionen Zuschauer ein, 0,28 Millionen waren hier zwischen 14- bis 49-Jahren alt. Die Marktanteile waren mit 2,9 Prozent gesamt und 6,8 Prozent das Schönste, was der Abend in Filmen zu bieten hatte.

Bei VOX verlief dann der Abend auch erwartbar: «2 Guns» ab 22:30 Uhr verlor leicht Zuschauer, wenn auch mit 0,55 Millionen Zuschauern der Marktanteil auf 3,7 Prozent steigen sollte, die Zielgruppe fiel auf 0,18 Millionen Umworbene und damit auf 5,2 Prozent zurück. Anders war das bei Sat.1 und RTLZWEI. «Meine erfundene Frau» holte bei Sat.1 ab 22:20 Uhr deutlich bessere 0,62 Millionen Zuschauer, sodass der Marktanteil im Gesamten auf 4,2 Prozent stieg. Die Zielgruppe verweilte mit 0,25 Millionen quasi komplett aus der Primeteime, der Marktanteil stieg entsprechend auf 7,0 Prozent. Gleiches Bild in Grünwald. Hier holte «The Last Witch Hunter» ab 22:35 Uhr mit 0,55 Millionen Zuschauern ordentliche 3,9 Prozent Marktanteil, es steigerte sich sogar die Zielgruppe leicht auf 0,19 Millionen Umworbene und damit einen respektablen Marktanteil von 5,6 Prozent.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/134867
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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
silvio.martin
12.06.2022 18:20 Uhr 1
" An dieser Stelle muss die Konkurrenz der «Nations League» auch einmal außen vor gelassen werden. Spielfilme haben schließlich immer eine gewisse, eigene, Zielgruppe ..."



Aha, die Fußballübertragung lassen wir also aussen vor, weil ja gaaaaanz andere Menschen Fußball gucken als Filme. Echt jetzt, woher stammt diese Erkenntnis denn, aus der Glaskugel? Das Fußballfans auch gerne Filme gucken und sich an diesem Abend eben für ersteres entschieden haben, da die Filme sowieso nur Wiederholungen waren, kommt dem Autoren nicht in den Sinn?



Von Expertise oder ähnlichem kann mittlerweile bei einigen " Autoren" kaum noch eine Rede sein. Hauptsache man bekommt den Artikel mit sinnlosem Kram gefüllt, armseeli



Und jetzt kommt ihr Meckerer und fragt mich doch mal wieder, warum ich hier noch mitlese und vielleicht wird mir auch wieder mit dem Rausschmiss gedroht :)))
Vittel
13.06.2022 09:56 Uhr 2
Mich wundert, dass es immer noch Leute gibt, die sich werbeverseuchte Filme anschauen. So gesehen sind dann 0,1-0,4 Mio. Zuschauer nicht schwach, sondern ganz ordentlich.
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