Miosga-Reportage zu Pflege performt verhalten

Im Anschluss sollte «Hart aber fair» die gesellschaftliche und politische Dimension vertiefen.

Das Erste widmete sich am Montagabend (26. Oktober 2026) einem Thema, das Millionen Menschen unmittelbar betrifft, im Alltag aber häufig im Hintergrund bleibt. In der Reportage «Und wer fragt nach mir? Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung» begleitete Caren Miosga Menschen, die ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause versorgen und dabei oft an ihre Belastungsgrenzen geraten. Im Anschluss sollte «Hart aber fair» die gesellschaftliche und politische Dimension vertiefen. Konnte der Themenabend mit diesem persönlichen Zugang ein großes Publikum erreichen?

Nein, das Resultat verweist auf eine eher schwache Quotenperformance unter den Doku-Reihen: Die Reportage kam insgesamt lediglich auf 1,70 Millionen Zuschauer und einen tief einstelligen Marktanteil von grottigen 7,6 Prozent - so klar die zwei Millionen und prozentuale Zweistelligkeit zu verfehlen, ist man von der ARD nicht gewohnt. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,33 Millionen Zuschauer und 8,9 Prozent gemessen. Zumindest war in dieser Altersgruppe also im überdurchschnittlicheren Bereich zu suchen, wie viele Reportagen in den Vorwochen und Vormonaten in die Zweistelligkeit zu gelangen, schaffte man allerdings nicht.

Um 21.00 Uhr setzte Louis Klamroth bei «Hart aber fair» die Diskussion fort. Mit Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, Gesundheitspolitiker Hendrik Streeck, Caren Miosga, der pflegenden Angehörigen Yvonne Lissel, Gemeindepflegerin Dilek Erusta und Autorin Katarina Schickling ging es um die Belastungen im Pflegealltag und die Frage, wie Betroffene besser unterstützt werden können. Insgesamt erhöhte sich die Resonanz damit überraschend ein bisschen auf 1,89 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei dennoch weiter einstelligen 9,1 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte die Diskussionsrunde 0,20 Millionen Zuschauer und nur noch dünne 5,8 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
27.10.2026 08:53 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176902
Mario Thunert

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• Hart aber fair • Tagesthemen


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