arte wird für Serienfans immer interessanter. Viele Jahre lang waren dort so gut wie keine (US-)Serien zu sehen, doch offenbar hat man inzwischen erkannt, dass in den Serien von heute großes Potential steckt. Dass es immer mehr Stoffe gibt, die sich vom Mainstream absaugen und so mit guten Darstellern und Drehbüchern, sprich mit Qualität, überzeugen können. Schon seit einigen Jahren nimmt arte also immer mehr Serien ins Programm auf, unter anderem sind dort «Breaking Bad» und «Whitechapel» zu Hause – beides sind übrigens Formate, die bei den Kritikern gut ankommen. Am Donnerstag kommt mit «East West 101» eine neue Serienperle ins arte-Programm.
Und da beginnt die Serie schon spannend zu werden. Die Charakterarbeit wird hier ganz groß geschrieben, sodass die eigentlichen Verbrechen fast schon zur Nebensache werden. Denn so ganz verschwinden werden die typischen Vorurteile gegen Zane nicht. Aber nicht nur Crowley ist misstrauisch. Auch Zane beginnt, an seinem Partner zu zweifeln: Schließlich ist er in den Ermittlungen zum Raubüberfall an Zanes Vater involivert gewesen. Der Täter ist seither nicht gefasst worden. Dieser rote Faden zieht sich durch die komplette erste Staffel, ehe die zweite (2009) und dritte Staffel (2011) ganz andere Fälle und zudem neue Partner in den Vordergrund rücken.
In ihrem Produktionsland, Australien, sammelte die Serie schon einige Preise ein, darunter den Australian Film Institute Award in der Kategorie "Beste Dramserie". In den USA fand die Serie bislang weniger Beachtung. Hierzulande wird sie nun also erstmals auf arte ausgestrahlt. In Down Under waren die Zuschauerzahlen nicht so berauschend, wenngleich man hier nicht den Fehler machen darf, diese mit unseren (und erst recht nicht mit den amerikanischen) Quoten gleichzusetzen. Das geht schon alleine deswegen nicht, weil die demographischen Verhältnisse dort ganz anders sind als in der BRD. Jedenfalls wurde die erste Staffel von rund 300.000 Leuten verfolgt. Das klingt zunächst nach nicht viel, wäre für arte aber schon ein Erfolg. Zum Vergleich: Die australische Serie «Sea Patrol», die hierzulande auf Das Vierte läuft, erreichte in Down Under zu seinen besten Zeiten mehr als 1,5 Millionen Zuschauer. • arte
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