Wirtschaft

SPIEGEL-Gruppe gleicht Printverluste mit Digital-Abos aus

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Die digitalen Vertriebserlöse der SPIEGEL-Gruppe wachsen deutlich schneller als die Rückgänge im Printgeschäft und werden zunehmend zur wichtigsten Umsatzsäule.

Die SPIEGEL-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen. Der Gesamtumsatz stieg leicht von 255,2 auf 258,8 Millionen Euro, während der Jahresüberschuss mit 25,9 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 26,5 Millionen Euro lag. Besonders das Digitalgeschäft entwickelte sich erneut positiv und kompensierte die Verluste im klassischen Printbereich deutlich.

So legten die Vertriebserlöse aus digitalen Angeboten um 16,1 Prozent beziehungsweise 10,8 Millionen Euro auf 77,7 Millionen Euro zu. Demgegenüber gingen die Erlöse aus dem Printvertrieb lediglich um 2,3 Millionen Euro beziehungsweise 2,5 Prozent auf 88,5 Millionen Euro zurück. Auch bei der Print-Vermarktung musste die SPIEGEL-Gruppe Einbußen hinnehmen: Die Werbeerlöse sanken hier um 16,6 Prozent auf 14,6 Millionen Euro.

Mittlerweile stammen bereits 54 Prozent der Umsatzerlöse der Marken „Der Spiegel“, „manager magazin“, „Harvard Business manager“ und „11Freunde“ aus dem Digitalgeschäft. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Anstieg auf 56 Prozent. Bis 2030 sollen die digitalen Vertriebserlöse deutlich über die Marke von 100 Millionen Euro wachsen. Der Vertrieb bleibt mit einem Umsatzanteil von 64,2 Prozent die wichtigste Erlössäule der SPIEGEL-Gruppe. Besonders bemerkenswert: Die Umsätze des Titels „Der Spiegel“ stammen inzwischen zu mehr als drei Vierteln direkt von den Leserinnen und Lesern. Lediglich 23 Prozent entfallen noch auf Vermarktungserlöse.

Geschäftsführer Thomas Hass: „Wir sind gut durch das Jahr 2025 gekommen – trotz der großen Herausforderungen für die gesamte Branche. Das stetig wachsende Digitalgeschäft, das bereits 54 Prozent unserer Erlöse ausmacht, trägt dazu wesentlich bei, unsere Investitionen in Zukunftsbereichen und die Fokussierung auf unsere Plus-Strategie zahlen sich aus. Diesen Kurs setzen wir fort: Wir stärken unseren Kern – die Investigation und Innovationen in der Produktentwicklung –, auch durch eine weiterhin exzellente Rechtsabteilung. Denn investigativer Journalismus, wie er vom „SPIEGEL“ und vom „manager magazin“ betrieben wird, braucht rechtlichen Rückhalt. Die bisher erfolgreich verteidigte Berichterstattung zum Fall Ulmen/Fernandes ist ein aktuelles Beispiel. Wir haben darüber hinaus in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe höchstrichterlicher Entscheidungen vor dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht erwirkt, die teilweise von grundsätzlicher Relevanz für die gesamte Medien- und Verlagsbranche sind.“

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