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Fußball der Frauen schlägt die 2. Bundesliga der Männer

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Bekanntermaßen hat RTL den Anbieter Sky gekauft - zumindest wurde der Deal bestätigt. In der laufenden Saison gibt es bereits Konferenzen im linearen TV - der Fußball soll zurück auf die Fernseher.

In weniger als einem Monat geht der Deal zwischen RTL und Comcast über die Bühne und Sky Deutschland wird Teil der RTL Group. Doch ist der Abschluss lediglich das Resultat aus bereits mehreren Partnerschaften zwischen RTL und Sky. Ein Teil der Partnerschaft brachte diese Saison einige Sky-Konferenzen unter dem Alias «RTL Fußball: 2. Bundesliga LIVE: Die Konferenz» in das lineare Angebot von RTL. So auch gestern am 32. Spieltag in deutschlands zweithöchster Spielklasse. Die Duelle «SV Elversberg - SC Paderbord 07», «1. FC Magdeburg - Hertha BSV», «Karlsruher SV - SV Darmstadt 98», «Hannover 96 - Preußen Münster» und das Frankenderby «SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg» standen auf dem Spielplan für Sonntagmittag.

Die Vorberichte ab 13 Uhr liefen allenfalls suboptimal. Die ersten 20 Minuten der Übertragung zog 0,25 Millionen Zuschauer an, in den finalen zehn Minuten vor Anpfiff steigerte sich das Interesse bei RTL auf 0,29 Millionen Zuschauer. Die ersten Quoten der «Konferenz» lagen damit gestern bei 3,1 und 3,5 Prozent. Die Zielgruppe beschönigte hier wenig bis gar nicht, die gesamten 30 Minuten vor Anpfiff kamen lediglich 0,06 Millionen Umworbene zusammen, das brachte 4,7 und 4,5 Prozent ein. Immerhin wurde es für den Köln-Sender mit der ersten und zweiten Halbezeit deutlich besser. Zunächst konnten ab 13:30 Uhr freundlichere 0,56 Millionen Zuschauer gemessen werden, in den zweiten 45 Minuten waren dann im Schnitt 0,85 Millionen dabei. Damit kamen Quoten von zumindest 6,8 und 9,4 Prozent zusammen. Die Zielgruppe war ebenfalls aufgewacht, der Fußball steigerte sich von 0,13 Millionen auf 0,19 Millionen Werberelevante. Das brachte schöne 8,7 und 12,0 Prozent mit sich.

Wenn also auch noch nicht grandios und auffalend erfolgreich - RTL findet seine Zuschauergruppen für den linearen Fußball. Nichtsdestotrotz war der Fußball der Frauen am gestrigen Sonntag sichtlich erfolgreicher unterwegs. Wobei der Vergleich beim Blick auf die Brisanz der Partie durchaus ins Wanken gerät. Ab 16:30 Uhr zeigte das ZDF das Rückspiel der «UEFA Women's Champions League»-Halbfinalpartie «FC Barcelona - FC Bayern München». Im Hinspiel holten die Münchnerinnen ein 1:1 und doch setzte sich der spanische Gigant im Rückspiel deutlich durch. Nach 90 MInuten stand es 2:4 aus Bayern-Sicht - was sportlich enttäuscht, jedoch für das ZDF schöne 1,67 Millionen Zuschauer mit sich brachte. Am Nachmittag hatte das Zweite damit eine Quote von starken 14,9 Prozent gebucht, bei den 14- bis 49-Jährigen holte die Partie 0,21 Millionen uschauer und daher 12,2 Prozent ab. Zumindest am gestrigen Sonntag lässt sich demnach rein mit dem Blick auf die TV-Zahlen sagen: Der Fußball der Frauen war deutlich gefragter als der Fußball der Männer.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/171409
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