Wochenquotencheck

Pimpt Samira Yavuz «Unter Uns»?

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Das Dschungel-Gesicht sollte parallel am Vorabend für PR-Synergien sorgen. Doch wirklich aufgegangen ist der Plan zunächst nicht - die Daily-Soap steckt weiter in der Krise.

Cross-Promo-Maschine sei Dank: Reality-Darstellerin Samira Yavuz war in der vergangenen Woche nämlich nicht nur im australischen Busch zu sehen, sondern auch am RTL-Vorabend. Denn Samira übernahm ab Montag, dem 2. Februar 2026 (Folge 7800) parallel auch in der Daily «Unter uns» eine Gastrolle als medizinische Fachangestellte. Doch sahen Fans wirklich einen erzählerischen Mehrwert in solchen Einlagen, oder durchschauten sie diese Moves zum Erhaschen von Aufmerksamkeit?

Zum Samira-Start zu Wochenbeginn verfing die Strategie jedenfalls noch gar nicht. Die Einschaltzahlen, die sich in der wichtigen Zielgruppe auf 0,09 Millionen taxieren ließen, beliefen sich auf anhaltend krisenhafte 5,5 Prozent, die genau dem mageren Niveau entsprechen, das der Soap seit geraumer Zeit größere Probleme macht. Insgesamt sahen 0,65 Millionen Menschen zu verhaltenen 5,0 Prozent zu.

Etwas verbessert sah es dann am Dienstag aus. 0,11 Millionen werberelevante Zuschauende ermöglichten dieses Mal einen Quotenwert von immer noch klar unterdurchschnittlichen 7,1 Prozent, die aber zumindest nicht mehr ganz so grottig dastanden wie tags zuvor. Mit 5,4 Prozent bei 0,71 Millionen sah es beim Gesamtpublikum weiter mau aus. Dass auf ausbaufähigem Level wenigstens eine konstante Aufwärtsbewegung drin war, das zeigte sich zur Wochenmitte: Wieder gestiegene 7,7 Zielgruppen-Prozent (0,13 Millionen) standen zu Buche - man näherte sich wenigstens ein bisschen dem Senderschnitt.

Vom Prozentwert wieder deutlich verschlechtert sah es hingegen am Donnerstag aus. An jenem Datum schalteten nur noch 0,08 Millionen 14-49-Jährige zu, die einen Rückfall auf haarige 5,0 Prozent markierten. Exakt diese Größenordnung kennzeichnete auch nochmal den Wochenabschluss: Erneut ernüchternde 5,0 Prozent bei 0,08 Millionen Neugierigen formierten sich lediglich. Am Gesamtmarkt war die Sendung an diesem Ausstrahlungstermin mit 5,0 Prozent (0,65 Millionen) in gewohnt blasser Zone unterwegs.

Zwar wies «Unter Uns» zur Mitte der Woche einen kontinuierlich zaghaften Aufwärtstrend auf, ob dieser aber tatsächlich mit dem Auftauchen von Dschungel-Gesicht Samira Yavuz zusammenhing, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Dagegen spricht, dass die Soap auch in üblichen Wochen punktuell immer mal wieder auf ähnliche Sehbeteiligungen und Anteile kommt, also ständig mit der 0,10 Millionen-Hürde in der Zielgruppe ringt und zwischen fünf und sieben Prozent schwankt. Zumindest für einen Mini-Effekt könnte der Umstand sprechen, dass sich die Serie erstmals seit längerer Zeit wieder kontinuierlich über drei Tage hinweg steigern konnte, was auf eine ansteigende Neugier auf verhaltenem Niveau hindeuten könnte - sonst schwankt die Daily stärker von Tag zu Tag.

Unter dem Strich kann Samira also womöglich die Wahrscheinlichkeit ein bisschen erhöht haben, dass sich «Unter Uns» zur Wochenmitte bei den Jüngeren eher am oberen Rand seines zuletzt erreichten Spektrums bewegte - einen wirklichen zusätzlichen Boost mit klar ausgebauten Dimensionen, den die Serie dringend gebrauchen würde, lässt sich (linear) aber definitiv nicht erkennen. Erst recht nicht nach dem Einbruch ab Donnerstag. In der Konsequenz war die Cross-Promotion-Strategie von RTL bisher kein sonderlicher Erfolg.

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