Schon zum Start ins Jahr 2025 am 4. Januar lief es wirklich schlecht: Die Daten wurden nur auf magere 6,8 Prozent (0,17 Millionen) in der Zielgruppe taxiert. Insgesamt kam man dem Senderschnitt ob ebenfalls 6,8 Prozent (1,09 Millionen) näher, wirklich berauschend sind aber auch diese Werte nicht. In der nächsten Januar-Woche hielt man sich zumindest auf diesem blassen Level.

Doch es erfolgte ein weiterer Einbruch: Am 18. Januar 2025 belief sich das Interesse auf nur noch grottige 5,8 Prozent durch 0,14 Millionen Werberelevante. Am Gesamtmarkt ging es angesichts 5,7 Prozent und 0,89 Millionen gleichfalls in die falsche Richtung. An dieser Stelle können wir es raffen: Denn bis zur Überarbeitungspause ab Mitte April änderte sich nichts am schwächlichen Mäandern zwischen fünf und sechs Prozent in beiden Altersklassen. Kurz vor der Auszeit am 12.April ratterten die Resultate gar bis auf ein Tief von kritischen 5,0 Prozent ob 0,08 Millionen 14-49-jährigen. Bezüglich der Älteren nahm die Reichweite bei langsam wärmer werdender Jahreszeit bis auf 0,70 und 5,9 Prozent ab. Punktuell lag man in dieser Kategorie immer mal noch über akzeptable sieben Prozent.
Am 31. Mai kehrte das Magazin mit Annika Lau schließlich nach anderthalb Monaten auf den Sender zurück. Zunächst hielt sich die Wiedersehensfreude allerdings in Grenzen: Das Einschaltverhalten lag in einem gewohnt ernüchternden Rahmen von 6,8 Zielgruppen-Prozent wegen 0,09 Millionen. Auch im Hinblick auf die Über-50-jährigen ließen sich keine Impulse ausmachen – nur 0,56 Millionen zu 5,7 Prozent schalteten zu.

Sieben Tage später kristallisierte sich aber überraschend ein Hoffnungsschimmer heraus. Schon ein moderater Sprung auf 0,17 Millionen Umworbene langte, um ein Jahreshoch von vernünftigen 11,1 Prozent zu markieren. Insgesamt liefs ob 0,80 Millionen und 7,3 Prozent abnickbar. Hätte das Promi-Format häufiger in diese Sphären tendiert, hätte es wohl eine Zukunft gehabt.
Doch die Ausreißer nach unten waren einfach zu gravierend: Schon in der Woche darauf folgte der Einbruch auf ärgerliche 5,0 Prozent (0,07 Millionen Jüngere). Immerhin verging dieses Mal aber nicht so viel Zeit, bis wieder ein Lebenszeichen auftauchte. Am 28. Juni konnte jenes in Höhe passabler 10,4 Prozent (0,12 Millionen) festgestellt werden. Am Gesamtmarkt performte die Sendung an diesem Termin ebenso passabel mit 8,1 Prozent durch 0,77 Millionen.
Die Achterbahn nahm jedoch auch jetzt wieder ihren Lauf und stürzte das Format am anschließenden Samstag mit Vollkaracho auf verheerende 3,6 Prozent, weil bloß 0,06 Millionen Leute bis 49 zuschauten. In den nächsten Sommer-Wochen tat sich die Produktion weiter schwer und dümpelte auf mauem Niveau zwischen fünf und sieben Zielgruppen-Prozent hin und her.
Erst am 16. August war mit 10,3 Prozent und 0,17 Millionen Werberelevanten ausnahmsweise mal wieder ein zweistelliger Wert möglich. Weil bezüglich der Gesamtzuschauerschaft auch befriedigende 7,7 Prozent bei 0,81 Millionen drin waren, konnte RTL an diesem Vorabend recht zufrieden sein. Doch es vollzog sich wenig verwunderlich die gleiche Prozedur wie in Phasen zuvor: Die Anteile sanken wieder ab in die Fünfer-, Sechser- und Siebener-Zone.
Abgesehen von der wirtschaftlichen Lage bei RTL hatte das Magazin quotentechnisch ab Oktober ebenfalls immer weniger Argumente für eine Fortführung. Am 18. und 25. Oktober wurden zwei Wochen in Folge nur Zielgruppen-Dimensionen von indiskutablen vier Prozent erhoben (0,08/0,11 Millionen Junge). Mehr als mäßige Schadensbegrenzung konnte man auch am Gesamtmarkt nicht betreiben, an dem die Relationen inzwischen bei sechs Prozent festgefahren waren.
Zwar ploppte am 15. November mit 11,4 Prozent durch ungewohnt hohe 0,25 Millionen Jüngere ein letztes Lichtlein auf, allerdings war die Marke für RTL wohl schon zu diesem Zeitpunkt ein zu großer Klotz am Bein – das "Gala"-Printmagazin hatte man inzwischen schon längst an "Funke" veräußert. Und so kam es nicht sonderlich überraschend, als die Kölner im Januar 2026 verkündeten, dass die Sendung dem Sparzwang anheimfällt - die letzte Ausgabe am 10. Januar sahen nur spärliche 6,8 Prozent (0,15 Millionen Jüngere) und 6,0 Prozent (0,97 Millionen gesamt).
Unter dem Strich stehen Mittelwerte von schlechten 6,8 Prozent in der Zielgruppe und identische 6,8 Prozent am Gesamtmarkt, die in diesem Segment zwar hinnehmbar waren, aber auch keinen wirklichen Gewinn darstellten. Zuläufe in Höhe 0,14 Millionen wie 0,87 Millionen lassen nicht darauf schließen, dass die Marke bei Boulevard-Interessierten klare Akzente setzen konnte. Genau dies wäre ein Argument zur Fortführung als eigene Einheit gewesen, das letztlich aber schlicht nicht gegeben war.







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