Immer montags blickt Quotenmeter auf die Quoten-Highlights und Marktanteil-Flops der zurückliegenden Woche. Aktuell finden in München die European Championships statt und natürlich darf König Fußball nicht fehlen.
Was für viele Anhänger von Eintracht Frankfurt wohl das prestigeträchtigste Spiel ihres bisherigen Fan-Lebens war, ist für das neutrale Publikum jedes Jahr nicht viel mehr als ein Freundschaftsspiel unter Wettkampf-Bedingungen. Die Rede ist vom UEFA Super Cup, bei dem der Champions-League-Sieger und der Gewinner der Europa League aufeinandertreffen. Mit Real Madrid hätte der Gegner kaum klangvoller sein können und so hatte auch RTL Interesse das Spiel zu übertragen, schließlich hatte der Kölner Sender die SGE auch schon durch die Europapokal-Saison begleitet und beim Finale über 60 Prozent Marktanteil eingefahren. Ganz so hoch waren die Quoten am vergangenen Mittwoch zwar nicht, doch für das „Spiel um die Goldene Ananas“ sind knapp vier Millionen Zuschauer und Zielgruppenquoten von 21,7 und 22,9 Prozent mehr als ansprechend.
Abseits des Fußballs dominieren dieser Tage die «European Championships» in München die Sportberichterstattung. Doch lässt sich mit Randsportarten wie BMX, Bouldern oder Klettern Quote machen? Die Antwort: Jein. Denn es kommt auf den Tag an. Am Freitag startete Das Erste mit der Übertragung der zehntägigen Wettbewerbe. Zur Nachmittagszeit zog man aber nur wenig Publikum im Alter zwischen 14 und 49 Jahren an. Dementsprechend waren für das Bouldern, Bahnrad, Rudern und BMX Freestyle zwischen 14:12 Uhr 17:30 Uhr nur Marktanteile zwischen 3,4 und 4,2 Prozent bei den Jüngeren möglich. Auch beim Gesamtpublikum lief es unterdurchschnittlich. Erst ab 17:30 Uhr stieg das Interesse merklich an. Ein erneutes Bahnrad-Event kam dann schon auf über eine Million Zuschauer und Marktanteile von soliden 10,6 und 7,1 Prozent.
Der Quoten-Krösus – abgesehen vom RTL-Fußball – des Privatfernsehens blieb auch in der zweiten Woche «Wer stiehlt mir die Show?». Das ProSieben-Quiz konnte seine Leistung aus der Vorwoche sogar noch steigern und kam auf 21,7 Prozent Sehbeteiligung in der Zielgruppe. Dies war die zweitbeste Quote aller Zeiten und die beste Quote einer Sommerausgabe. Nur Anke Engelkes ESC-Moderation im Januar dieses Jahres war mit 24,1 Prozent erfolgreicher. Auch Sat.1 konnte in dieser Woche mehr Erfolge als Misserfolge in der Primetime feiern. Zwar lag man eine Etage tiefer als «WSMDS», doch Daniel Rosemann wird mit dem Staffelbestwert von «Paar Love» von 9,1 Prozent sowie sehr starken 11,1 Prozent, die «99 – Eine:r schlägt sie alle!» zum Staffelfinale eingefahren hat, sehr zufrieden sein. 

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