Primetime-Check

Freitag, 22. September 2017

von

Drei Spielfilme, drei Krimiserien, zwei Shows - so viel zur Genre-Eingrenzung an diesem Abend. Doch mit welchen Angeboten konnte das Publikum am meisten anfangen, womit kaum etwas?

Vielen älteren Zuschauern fiel die Wahl offensichtlich nicht schwer, welchen großen Sendern sie am Freitagabend am ehesten ihre Aufmerksamkeit schenken wollten. Da wäre an der Spitze das ZDF zu nennen, das mit «Die Chefin» zunächst auf fantastische 5,58 Millionen Zuschauer und 19,7 Prozent Marktanteil gelangte, bevor dann um 21:15 Uhr «Schuld nach Ferdinand von Schirach» immerhin noch starke 5,02 Millionen sowie 17,8 Prozent generierte. Beim jungen Publikum waren diese Serien zwar nicht führend, liefen mit 6,7 und 7,4 Prozent bei maximal 0,65 Millionen aber ebenfalls mehr als respektabel. Der Silber-Rang ging dann mit deutlichem Abstand an die öffentlich-rechtlichen Mitbewerbern vom Ersten Deutschen Fernsehen, die mit einem Rerun der TV-Komödie «Mein Sohn, der Klugscheißer» immerhin 3,21 Millionen Fernsehende und ordentliche 11,3 Prozent mobilisierte. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 8,9 Prozent bei 0,75 Millionen sogar sehr gut.

Sieger innerhalb der werberelevanten Zielgruppe wurde, allerdings ohne in irgendeiner Form zu glänzen, die RTL-Tanzshow «Dance Dance Dance», die über fast drei Stunden hinweg sehr verhaltene 12,3 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei 1,03 Millionen jungen Zuschauern erreichte und damit vor «Genial daneben» lag, das ab 21:15 Uhr auf 10,3 Prozent bei 0,90 Millionen gelangte. Beim Gesamtpublikum mussten sich die Kölner mit 1,96 Millionen und klar unterdurchschnittlichen 7,3 Prozent begnügen, das kultige Comedy-Panel in Sat.1 verzeichnete für Senderverhältnisse ganz ordentliche 6,6 Prozent bei 1,83 Millionen. Problem hier: Um 20:15 Uhr lief ja noch «Paul Panzers Comedy Spieleabend», der mit 4,4 Prozent Gesamt- sowie 7,3 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei einer Reichweite von 1,24 Millionen weitaus bescheidener performte.

Noch ganz gut unterwegs war indes ProSieben, das mit einer weiteren Ausstrahlung von «Stirb langsam 2» allerdings auch sehr auf Nummer Sicher ging. Der Actionfilm aus dem Jahr 1990 mobilisierte insgesamt 1,60 Millionen Sofa-Cineasten, was sehr überzeugenden 5,8 Prozent des Gesamtpublikums sowie soliden 9,4 Prozent der besonders stark umworbenen Zielgruppe entsprach. Der weitaus frischere US-Thriller «Ein riskanter Plan» aus dem Jahr 2012 kam bei RTL II auf ebenfalls recht ordentliche 3,3 und 6,1 Prozent, hierfür konnten sich 0,92 Millionen Menschen erwärmen.

Einen schweren Stand hatte hingegen abermals «Law & Order: Special Victims Unit», das mit zwei Folgen zur Primetime nicht über desolate 4,2 und 4,5 Prozent der klassischen Zielgruppe hinaus kam und auch beim Gesamtpublikum angesichts von im Bestfall gerade einmal 0,94 Millionen und 3,4 Prozent bestenfalls nicht völlig unterging. Viel besser lief es allerdings auch für «Navy CIS» auf kabel eins nicht, das zunächst mit einer Folge der Originalserie zwar noch solide 5,1 Prozent, im Anschluss daran mit dem Spin-Off «New Orleans» aber gerade einmal noch 3,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen verzeichnete. Insgesamt wurden maximal 3,2 Prozent bei 0,89 und 0,69 Millionen gemessen.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/96021
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