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«Limitless»

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Auch «Limitless» konnte am Serienmittwoch bei ProSieben nicht überzeugen. Vor allem die Fußball-Übertragungen ab Februar versetzten der US-Serie zu viele Nackenschläge.

ProSieben und der Mittwochs-Fluch

«Grey's Anatomy», «The 100», «Quantico», «COntainment», «Mike & Molly», «Empire»: Eine ausführliche Analyse zu den Probleme, die ProSieben seit einiger Zeit am Mittwochabend plagen, finden Sie hier.
Es ist schon wieder geschehen: «Limitless»  ist der nächste Vertreter einer Reihe von Serien, die am Mittwochabend bei ProSieben scheiterten. Schon seit einiger Zeit hat der Unterföhringer Sender auf dem Primetime-Slot große Probleme – seit den «Grey’s Anatomy»-Episoden im Frühling 2016 konnte keine Serie mehr überzeugen. Selbst die Rückkehr der jungen Ärzte aus Seattle im Herbst fand nur noch einen toxischen Sendeplatz vor, auf dem die Krankenhausserie knapp drei Prozentpunkte einbüßte. Vor allem Neustarts wie «Quantico»  und «Containment»  kamen auf dem Slot zwischen 20.15 und 22.15 Uhr auf keinen grünen Zweig. Nun reihte sich die nächste Produktion in diese zweifelhafte Hall of Fame ein: «Limitless».

Genauso wie bei «Quantico» waren die Zuschauer zu Beginn durchaus interessiert: «Limitless» startete mit einer Doppelfolge und guten 11,1 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Vor allem für die ersten beiden Monate des Jahres, in denen ProSieben schwächelte und auf einen einstelligen Senderschnitt fiel, sah das Drama in der ersten Woche nach einem guter Fang aus. Doch die deutschen Zuschauer schienen keinen Gefallen an der Serie zu finden: das von Bradley Cooper mitproduzierte Format verlor innerhalb von sieben Tagen knapp 200.000 Zuschauer und landete bei 1,56 und 1,62 Millionen (Start: 1,83 Mio.). Noch ein letztes Mal durfte «Limitless» bei den Umworbenen während der zweiten Folge des Abends einen zweistelligen Marktanteil verzeichnen (10,2 Prozent), doch bereits die Episode um 20.15 Uhr ebnete den Weg für die künftige Entwicklung der Serie. Nur 9,2 Prozent standen zu Beginn der Primetime zu Buche – schon in der zweiten Woche durchbrach man den Senderschnitt nach unten.

Bemerkenswerterweise konnte sich «Limitless» in den folgenden drei Wochen auf einem ziemlich stabilen Niveau halten. Zwar rangierte man mit 8,1 bis 9,7 Prozent in der Zielgruppe fast durchgehend unter dem Senderschnitt, jedoch war kein signifikanter Abwärtstrend zu erkennen. Auch die Reichweite der Serie verharrte stabil bei 1,25 bis 1,50 Millionen Zuschauern. Diese Beständigkeit erreichte «Limitless» sogar in direkter Konkurrenz zu «DSDS» bei RTL und dem Start von «Der Bachelor»  im Februar.

Erst als die Fußball-Saison wieder durchstartete, fiel «Limitless»  in ein neues Loch. Nochmals knapp drei Prozentpunkte verlor die Serie in direkter Konkurrenz zu verschiedenen Live-Übertragungen. Zuerst vermieste die DFB Pokal-Partie zwischen Dortmund und Hertha dem Drama die Bilanz, danach war es das Champions League-Match zwischen Bayern und Arsenal. Am 8. Februar standen somit nur 5,9 und 6,1 Prozent zu Buche, eine Woche später waren es 6,8 und 6,1 Prozent. Sieben Tage danach gönnte der Fußball «Limitless» eine kleine Verschnaufpause, da das ZDF eine Partie ohne deutsche Beteiligung ausstrahlte (Sevilla vs. Leicester), doch die Serie reichte mit 7,7 Prozent bei weitem nicht an die eh schon schwachen Werte der fußballlosen Zeit heran. Immerhin kehrten kurzzeitig knapp 300.000 Zuschauer zurück – in den Wochen davor und danach konnte sich «Limitless» nur mit Mühen über der Millionen-Marke halten.

Denn in den beiden Folgewochen bot sich wieder dasselbe Bild: Bayern vs. Schalke sowie Dortmund vs. Lissabon zwangen die Serie in die Knie. 6,3 und 6,0 Prozent Marktanteil erzielte «Limitless» am 1. März, am 8. März waren es 7,1 und 6,6 Prozent. Und auch zum Staffelfinale sah es dank des Duells zwischen Atlético Madrid und Bayer Leverkusen mit sieben Prozent nicht besser aus.

So lässt sich zusammenfassen, dass der König Fußball «Limitless» einen ordentlichen Nackenschlag versetzt hat. Doch auch vor dem Start in die Rückrunde löste die Serie bei den Zuschauern keine Begeisterung aus. Im Schnitt lockte «Limitless» bei ProSieben 1,27 Millionen Zuschauer an, was beim Gesamtpublikum enttäuschende 3,9 Prozent Marktanteil mit sich brachte. Dank durchschnittlich 0,87 Millionen 14- bis 49-Jährigen und 7,9 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe war die Serie ein weiterer Misserfolg am Mittwochabend – deshalb dürfte man beim Sender durchaus glücklich über den Umstand sein, dass «Limitless» in den USA bereits nach einer Staffel abgesetzt wurde.

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