Vermischtes

„Goodbye Deutschland!“ - Was aus den Auswanderern wurde

Die Auswanderer-Dokusoap ist mittlerweile zu einem Dauerbrenner geworden. Sie hat viele Erfolgsgeschichten gezeigt, aber auch ungeschönt Probleme beleuchtet.

Der Traum vom Auswandern und von einem neuen Zuhause ist so alt wie die Menschheit selbst. Auch viele Deutsche verlangt es oftmals nach einem extremen Neuanfang. Die Vox-Dokusoap „Goodbye Deutschland - Die Auswanderer“ macht sich diesen fundamentalen Wunsch bereits seit 2006 zunutze und feierte damit große Erfolge. Dennoch können diese Unternehmungen oftmals scheitern. Auch das zeigt die Sendung, ohne die Kamera abzuwenden. Denn gelegentlich sind die beherzten Auswanderer nicht gut genug auf das Leben in einem fremden Land vorbereitet.

Wie haben sich die Einschaltquoten der Dokusoap entwickelt?
Die Einschaltquo-ten der Dokusoap waren stets durchaus stabil, und die Sendung sowie ihre Auswanderer sind auch heute noch moderat erfolgreich unterwegs. Natürlich gibt es auch hier immer wieder Fluktuationen. Im Februar 2017 interessierten sich insgesamt 1,47 Millionen Zuschauer für die Geschichten der Deutschen im Ausland. Allerdings waren auch diese Zahlen schon einmal besser. Im Januar letzten Jahres erreichte „Goodbye Deutschland!“ z.B. sogar 1,67 Millionen Zuschauer.

Verlieren die Deutschen das Interesse am Auswandern?
Die Entwicklung der Einschaltquoten kann natürlich alle möglichen Gründe haben. Auch wenn sich ein leich-ter Rückgang verzeichnet, bedeutet dies nicht, dass die Deutschen keine Lust mehr zum Auswandern verspüren. Zum einem hat die Dokusoap hin und wieder ihren Sendeplatz gewechselt, was immer zu Zuschauerfluktuationen führt. Vieles deutet auch darauf hin, dass auch Quotenerfolge bei „Goodbye Deutschland!“ immer wieder personengebunden sind. Wie bei vielen anderen Dokusoaps finden sich hier ebenfalls Kult-Persönlichkeiten, die bei den Zuschauern äußerst beliebt sind:

• Daniela Katzenberger
• Jens Büchner und Jenny Matthias
• die Familie Thiel
• Anastasia Hirsch und Chis Kühn

Karrieresprungbrett für Daniela Katzenberger
Für das deutsche It-Girl Daniela Katzenberger sollte sich die Auswanderer-Soap als Glücksgriff erweisen. In der Hoffnung, Model in Los Angeles zu werden, bescherte sie dem Sender Vox regelmäßig sehr gute Zu-schauerzahlen. Im Gegenzug erhielt sie eine langanhaltende und vermutlich auch lukrative Reality Star-Karriere. Die starken Zuschauerzahlen ließen sich auch auf die nachfolgenden Dokusoaps wie z.B. „Café Katzenberger“ übertragen. Diese beleuchtete die Eröffnung des titelgebenden Cafés auf der Urlaubsinsel Mallorca.

Goodbye Deutschland - Wer hat es geschafft
Selbstverständlich sind nicht alle Auswanderer zur Semi- oder Vollzeit-Prominenz aufgestiegen, wie es bei Frau Katzenberger der Fall war. Dennoch schrieben viele dieser Abenteurer ihre eigenen kleinen und be-scheidenen Erfolgsgeschichten:

Familie Schimke
Dr. Thomas und Eva Schimke gehören zu den „Goodbye Deutschland!“-Pionieren. Sie begaben sich in das kleine gemütliche Dorf Pajala, welches im Norden Schwedens liegt. Dort haben sie sich ein Haus gesucht und ein ruhigeres Leben gefunden, welches ihnen mehr Zeit für ihre fünf Kinder eröffnete.

Konny Reimann
Den rastlosen Hamburger zog es 2004 nach Texas, wo er ein kleines Urlaubsressort mit dem Namen „Konny-Islands“ mit viel Schweiß und harter Arbeit eröffnete. Mit Erfolg. Dennoch verweilt ein rastloser Geist nicht lange an einem Ort: 2015 ging es für die Familie Reimann auf Hawaii weiter.

Birgit und Norbert Bebensee
Ein Urlaub hat Birgit und Norbert ausgereicht, um sich in die Insel Gran Canaria zu verlieben. Sie beschlossen zu bleiben und einen Beachclub zu eröffnen. Zuvor mussten sie allerdings die Erlaubnis der Tochter einholen. Während die beiden Eltern nun in Rente gehen wollen, plant ihr Nachwuchs, eine Modeboutique zu eröffnen.

Goodbye Deutschland - Wer kam zurück?
Gelegentlich liegt es an einer nicht ausreichenden Vorbereitung, manchmal hapert es auch am mangelnden Geschäftssinn. Wo Erfolg ist, lauert aber leider auch der Misserfolg. Zwar sind nicht alle gescheiterten Auswanderer wieder ins heimische Deutschland zurückgekehrt, aber es gibt viele, die im Ausland mehr zu kämpfen haben als andere. Hier einige Beispiele, die den Weg zum Erfolg nicht gefunden haben:

AuswandererWas passiert ist
Zara und Georgios KosankeSie konnten den Kredit für die Taverne und den Reiterhof nicht mehr bedienen, und Georgios Vater wurde wegen Steuerschulden verhaftet. Die Familie Kosankes plagen in Griechenland Existenzängste.
Familie ThielFamilie Thiel sprach zwar kein Dänisch, dennoch wollte sie der Arbeitslosigkeit in Duisburg entfliehen und ihr Glück mit einem Ferienhaus in Dänemark versuchen. Allerdings waren die Ersparnisse schnell erschöpft, und der Schuldenberg wuchs immer weiter. Das Ehepaar und ihre Tochter mussten sich geschlagen geben und nach Deutschland zurückkehren.
Jens BüchnerEiner der prominentesten Erfolglosen unter den Auswanderern: Von Sachsen-Anhalt zog es Jens und seine Lebensgefährtin Jenny mit ihrem Sohn nach Cala Millor. Dort hatten sie zunächst Probleme mit ihrer Boutique. 2013 folgte dann die Live-Trennung. Der Geschäftsmann Dominik Hoyer möchte Büchners Boutique ein Jahr später wieder auf die Beine helfen. Mit einem Griff in die Kreissäge bei den Bauarbeiten verlor Dominik allerdings den Mittelfinger.


Was bezahlt Vox den Auswanderern für „Goodbye Deutschland!“?
Wie hoch die Vergütung für jeden einzelnen Auswanderer bisher ausfiel, ist schwer pauschal festzustellen. Allerdings machte die geringe Entlohnung des Pechvogels Jens Büchner Schlagzeilen. Für 12 Drehtage erhielt er gerade einmal 500 Euro. Wenn man davon ausgeht, dass Büchner 8 Stunden pro Tag gearbeitet hat, handelt es sich also um etwas mehr als fünf Euro Stundenlohn.

Warum auswandern? - Es gibt viele Gründe
Was sind aber die Gründe, die Menschen zum Auswandern bewegen, das Vertraute und Heimische zu verlassen?



Was Auswanderer bei Versicherungen berücksichtigen sollten
Die notwendigen Versicherungen sind vielleicht ein Aspekt, über den sich Auswanderer bei der ganzen Auf-regung wenig Gedanken machen. Laut den Versicherungsexperten von gesundheits-frage.de kann es sich durchaus lohnen, die Versicherer im Ausland genau zu vergleichen, da nicht alle Krankenversicherungen dieselben Leistungen übernehmen. Eine intensive Recherche zahlt sich also aus, zumal die sozialen Netze in anderen Ländern nicht immer so dicht gestrickt sind wie in Deutschland.

Geld wechseln - Worauf sollten Reisende und Auswanderer achten?
Angehende Auswanderer sollten auch die eigenen Finanzen klug verwalten. Etwas, was die Protagonisten von „Goodbye Deutschland!“ nicht selten aus den Augen verlieren. Die Fachredakteure von finanzen-heute.com beschäftigen sich intensiv mit dieser Thematik und berichten, dass der Bundesverband der deutschen Banken dazu rät, nur ein Drittel der Reisekasse in Bargeld dabei zu haben. Außerdem sollte man sein Geld nicht auf der Straße wechseln, da man hier leicht betrogen werden kann.

Kurz-URL: qmde.de/91745
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