Quotencheck

«Chicago Fire»

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Mit der dritten Staffel der Feuerwehr-Serie gelang es VOX zumindest, den Abwärtstrend zu stoppen. Von einstigen Erfolgen ist das Format aber nach wie vor weit entfernt.

Der Serienmontag von VOX ist zumindest im Hinblick auf die zahlreichen Formate aus Übersee längst nicht mehr das, was er noch vor einigen Jahren war. In den Sommermonaten 2014 machte der Neustart «Chicago Fire» hier kurzzeitig einmal Hoffnung auf eine Trendwende, die sich jedoch im Laufe der zweiten Staffel schnell wieder zerschlug. Somit hatte der Sender die nicht ganz anspruchslose Aufgabe, mit dem dritten Durchgang bestenfalls eine Trendwende zu schaffen, in jedem Fall aber ein weiteres Abrutschen ins Quotental zu verhindern. Während das Idealziel nicht erreicht wurde, gelang zuletzt immerhin die so wichtige Stabilisierung - mitsamt eines leichten Aufwärtstrends zum Ende hin.

Die ersten acht Episoden des dritten Durchgangs wurden bereits zwischen Mitte September und Anfang November 2015 ausgestrahlt, wobei im Rahmen der Präsentation der Pfeil zunächst nach unten zeigte: Nach immerhin 1,45 Millionen Zuschauern und 4,7 Prozent Marktanteil zum Staffelauftakt hatten sich die Folgen vier und fünf mit nur noch knapp vier Prozent bei einem Reichweiten-Verlust von etwa einer Viertelmillion zu begnügen. Auch in der Zielgruppe ging es bergab: Von sehr ordentlichen 7,0 Prozent auf nicht einmal mehr durchschnittliche 5,5 Prozent in Woche vier. Da aber die letzten drei Folgen wieder deutlich an Quote gewannen, kamen unter dem Strich zumindest annehmbare 4,2 Prozent bei 1,35 Millionen insgesamt sowie solide 6,5 Prozent bei 0,74 Millionen 14- bis 49-Jährigen zustande.

Nach dem herausragend erfolgreichen Versuch, mit dem «Club der roten Bänder» eine deutsche Serie am Montagabend zu präsentieren, hielt bei VOX kurz vor Heiligabend wieder die vergleichsweise triste Normalität Einzug: «Chicago Fire» meldete sich mit schmalspurigen 1,20 Millionen Fernsehenden zurück, was 3,7 Prozent aller sowie 6,3 Prozent der umworbenen Konsumenten entsprach. Bis Anfang Februar verblieb man weitgehend auf diesem Niveau, wobei man eine neue stets mit einer alten Folge kombinierte, die um 21:10 Uhr allerdings mit zumeist weit unter einer Million Fernsehenden und oftmals weniger als vier Prozent der Zielgruppe auf keinen grünen Zweig kam. Diesen dramatischen Aderlass binnen einer Stunde sah man sich sieben Wochen lang an, bevor das letzte Staffeldrittel schließlich ab dem 8. Februar mit wöchentlich zwei neuen Folgen bestückt wurde.

Den Quoten half die neue Ausstrahlungspolitik spürbar, was vor allem für die spätere Folge galt: Die war von nun an nämlich mindestens konkurrenzfähig, ja überflügelte teilweise sogar die Vorherige gar. Am besten präsentierte sich Ausgabe 19, die mit 1,56 Millionen Gesamt-Zuschauern, wovon sich 0,96 Millionen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren befanden, sogar neue Staffelrekorde verzeichnete. Auch die Marktanteile waren mit soliden 4,7 Prozent bzw. bemerkenswert starken 7,8 Prozent deutlich höher als im Normalfall. Ebenfalls sehr stark performte die finale 23. Folge am 29. Februar mit 1,55 Millionen Zuschauern und rekordverdächtigen 4,8 bzw. 7,7 Prozent.

Durchschnittlich sahen 1,38 Millionen Menschen die 23 Folgen der dritten «Chicago Fire»-Staffel, was einem Gesamt-Marktanteil von 4,2 Prozent entsprach. Damit kam man nicht ganz an den zweiten Durchgang heran, der noch etwas stärkere 4,6 Prozent bei 1,49 Millionen erzielt hatte. Man entfernte sich also weiter vom Senderschnitt, der mit etwa fünf Prozent immer schwerer erreichbar scheint. Immerhin in der werberelevanten Zielgruppe liegt man jedoch angesichts von 6,6 Prozent bei 0,78 Millionen weiterhin im grundsoliden Bereich - und wiederholte das Ergebnis der vorherigen Staffel beinahe 1:1, denn diese war auf 6,6 Prozent bei 0,79 Millionen gekommen. Zumindest mit neuen Folgen ist die Drama-Serie also weiterhin ein Garant für Solidität im VOX-Programm. Allerdings zeigt sich das Publikum bislang widerspenstig, was die Fütterung mit Zweitverwertungen anbetrifft.

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