Quotencheck

«Primeval: New World»

von

Das Spin-Off floppte nicht nur in der Originalausstrahlung, sondern auch bei ProSieben.

Hinter den Kulissen

  • Idee: Judith und Garfield Reeves-Stevens
  • Entwickelt von: Gillian Horvath
  • Musik: Andrew Lockington
  • Regie: Andy Mikita u. a.
  • Drehbuch: Tim Haines u. a.
  • Kamera: Ryan McMaster
  • Studios: Impossible Pictures, Omni Film Productions
«Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster», gezeigt von 2007 bis 2012, war für ProSieben nicht irgendeine Serie – schließlich produzierte man Staffel vier und fünf in Zusammenarbeit mit Impossible Pictures, ITV und BBC America selbst, nachdem das Format dem britischen Heimatsender zu teuer geworden war. Das Engagement zahlte sich jedoch nur bedingt aus; im Vergleich zu den zuvor eingekauften Seasons ließen die Zuschauerzahlen klar nach. Hoffnungen dürfte man dennoch in das Spin-off «Primeval: New World» gesetzt haben, das den Schauplatz der Serie aus England nach Übersee verlegte. Mit der raschen Absetzung der Produktion, noch vor Erstausstrahlung auf ProSieben, dürften allzu große Zukunftserwartungen für den deutschen Sender jedoch frühzeitig gestorben sein. Der Blick auf die Einschaltquoten beweist ohnehin, dass auch die deutschen Zuschauer wenig mit der Serie anfangen konnten.

ProSieben schickte «Primeval: New World» am für Serien gefürchteten Freitagabend ins Rennen. Am 5. April ging das Format mit drei Folgen am Stück auf Sendung, wenige Tage nach der Erstausstrahlung im Pay-TV bei ProSieben Fun, das im Laufe des Ausstrahlungsturnus jedoch „überholt“ wurde. Die erste Episode, gezeigt ab 22.50 Uhr, kam auf unterdurchschnittliche 0,94 Millionen und 4,3 Prozent beim Gesamtpublikum, die 14- bis 49-Jährigen schalteten zu 0,63 Millionen und 7,0 Prozent ein. Mit fortschreitender Stunde erreichten die im Anschluss gezeigten Folgen deutlich bessere Marktanteile. Zunächst fanden sich 0,93 Millionen und 7,0 insgesamt sowie 0,59 Millionen und 9,7 Prozent aus der Zielgruppe ein, eine Stunde später saßen noch 0,78 Millionen und 10,1 Prozent aller Fernsehenden vor dem Programm von ProSieben. Bei den Werberelevanten erreichte das Spin-off ab 00.40 Uhr 0,49 Millionen und nicht weiter aussagekräftige 12,1 Prozent.

In der Folgewoche fanden sich ab 22.35 Uhr noch weniger Interessierte ein, um eine Doppelfolge der Serie zu sehen. Mit 0,79 Millionen und 3,4 Prozent aller Fernsehenden konnten kaum mehr Zuschauer zum Sender gelockt werden, als sieben Tage zuvor mit der weit nach Mitternacht gezeigten Episode. Die Werberelevanten schalteten zu enttäuschenden 0,45 Millionen und 5,0 Prozent ein. Die zweite Folge des Abends wurde von 0,64 Millionen und 4,4 Prozent insgesamt verfolgt, aus den Reihen der Jungen zählte die GfK 0,43 Millionen und 6,7 Prozent.

Am 19. April zeigte ProSieben ab 22.10 Uhr vier Folgen des Formats am Stück. Der Verzweiflungs-Marathon bewegte jedoch wieder nur das kleine Stammpublikum der Serie zum Zusehen, so dass der Sender mit fast identischen Zuschauerzahlen im Vergleich zur Vorwoche leben musste. Zunächst kam «Primeval: New World» auf 0,78 Millionen und 3,0 Prozent im Gesamtpublikum sowie 0,52 Millionen und 5,2 Prozent bei den Jungen, im Anschluss sanken die Werte bis zur letzten Folge des Abends, wiederum gezeigt ab 0.40 Uhr, auf 0,50 Millionen und 7,4 Prozent bei den Fernsehenden ab drei Jahren. Obgleich zu einer Uhrzeit ausgestrahlt, die als Gegenprogramm kaum mehr als «Domian» und Erotikclips kennt, reichte es für die Serie bei den Werberelevanten nur für einen einstelligen Marktanteil im Bereich von 9,7 Prozent, der von 0,34 Millionen Interessierten generiert wurde.

In der Folge entschied sich ProSieben, die verbleibenden vier Folgen der Serie im Nachtprogramm zu verstecken. Während die Doppelfolge des 26. Aprils auch gegen 4.00 Uhr Nachts kaum Fernsehenden erreichte, stiegen die Einschaltquoten der finalen Doppelfolge auf bis zu 16,6 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten und 0,35 Millionen Interessierte aus dem Gesamtpublikum.

Auf eine Analyse und Auswertung der Durchschnittszahlen kann an dieser Stelle getrost verzichtet werden, da die ausgewiesenen Werte durch die unterschiedlichen Ausstrahlungszeiten absolut nichtssagend sind – die Tatsache, dass das Format für ProSieben zum Fiasko wurde, ist unübersehbar. Der einzige Verdienst und erinnerungswürdige Aspekt der Serie wird wohl bleiben, dass sie ein Paradebeispiel für private Senderpolitik bei unzureichendem Publikumsinteresse darstellt.

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