Zum Start lief es zunächst wirklich gut, vor allem wenn man mit einbezieht, wie stark die Premierenfolge von Nachgewichtungen profitierte: Die Daten wurden nachträglich noch von 8,8 Prozent auf klar zweistellige 11,8 Prozent angehoben – eine klasse Entwicklung für Sat.1. Letztendliche Resonanzen in Größenordnungen von 0,42 Millionen jungen Zuschauenden waren dafür zuständig. Die Gesamtzuschauenden waren recht passabler, aber nicht so euphorischer Anzahl vertreten: Sie schalteten zu 6,1 Prozent (1,17 Millionen) ein.

In der zweiten Woche verblieb man hingegen tatsächlich einstellig – daran konnten auch die Nachgewichtungen dieses mal nichts mehr ändern. Wenngleich es durch eben jene trotzdem nochmal von 6,6 Prozent auf passable 8,3 Prozent (0,35 Millionen) aus der Zielgruppe hochging. Geschuldet war dieses Nachlassen wohl auch durch das parallele DFB-Pokal-Match zwischen Köln und Bayern, das bei den Jüngeren über 30 Prozent Marktanteil band. Auch insgesamt machte sich diese Abwärtsbewegung beim Kochcasting mit 5,0 Prozent durch 1,03 Millionen bemerkbar.
Trotz wegfallender Fußball-Konkurrenz verblieb die Zielgruppen-Reichweite auch sieben Tage später bei identischen 0,35 Millionen, die folglich auch den Prozentwert bei ähnlich einstelligen 9,0 Prozent beließen. Der Fall war dies wohl, weil man gegen einen anderen Big Player anzutreten hatte – «Aktenzeichen XY» erwischte einen besonders starken Abend und mobilisierte ungewöhnliche 23,3 Prozent. Auch am Gesamtmarkt fiel der Zulauf bei «The Taste» wieder mäßig durchwachsen aus mit 5,8 Prozent bei 1,12 Millionen.

Merklich bergauf ging es dann am 12. November, als das Gegenprogramm nicht so schwerwiegend war. Feiern konnte man folglich wieder die Rückkehr in die Zweistelligkeit – klasse 11,4 Prozent (0,40 Millionen) warf die Nachgewichtung aus, nachdem vorläufig 9,3 Prozent festgehalten wurden. Auch die Gesamtreichweite steigerte sich etwas auf passable 6,1 Prozent wegen 1,20 Millionen – hier vielen die Additionen aber ein ganzes Stück verhaltener aus.
Mit etwas reduziertem Zuspruch musste sich Sat.1 in der Woche darauf begnügen – trotz erneut massiver Nachgewichtung von etwa drei Prozentpunkten verblieb die Kochshow ob 9,3 Prozent (0,34 Millionen) letztlich einstellig bei den Umworbenen.
Wer nun hoffte, dass die Verlaufskurve wieder in die andere Richtung ausschlug, der wurde allerdings enttäuscht: Statt gen Finale nochmal zu einem Schlussspurt anzusetzen, ging der Staffel zum Ende eher die Puste aus. Am 3. und 10. Dezember verharrte man folglich bei ungewohnt mauen 6,7 und 6,5 Prozent mit einem Tiefpunkt von nur noch 0,24 Millionen Zielgruppen-Fans (inklusive nachträglichen Konsums). Auch bezüglich der über 50-Jährigen war eine Schwächephase unübersehbar, denn sie ließen ebenfalls auf bis zu 4,1 Prozent und 0,80 Millionen nach.
Zwar konnte diese Talfahrt zum Finale am 17. Dezember nochmal leicht durchbrochen werden, weil immerhin etwas optimierte 7,8 Prozent (0,32 Millionen) zusammenkamen – an die wirklich erfolgreiche Phase zum Staffel-Beginn konnte man enttäuschender Weise aber dennoch nicht mehr anknüpfen. Ein Stück frustrierend sicher zudem, dass die Sendung auch insgesamt zum Finale unter der Millionen-Schwelle bei 0,97 Millionen und verhaltenen 4,8 Prozent verblieb.
Unter dem Strich stehen Mittelwerte von noch ordentlichen 8,8 Prozent in der Zielgruppe und gerade so vertretbaren 5,1 Prozent am Gesamtmarkt. Zuläufe in Höhe 0,34 Millionen wie 1,02 Millionen waren dafür verantwortlich. Am Ende bleibt ein gemischter Eindruck mit einer vitalen ersten Staffel-Hälfte, aber einer kränkelnden Schlussphase. Ganz so gravierend stellten sich potenzielle Übersättigungserscheinungen dank teils hoher Nachgewichtungen nicht heraus, wie es die Overnight-Ratings zunächst vermuten ließen. Dennoch scheint die Folgenanzahl nach hinten raus für einige too much gewesen zu sein – vielleicht täte Sat.1 der Spannungskurve mit kompakteren Staffeln gut?







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