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«INSIDE: Bahnhofsviertel»

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Die Produktion von Kabel Eins war bei YouTube ein Hit, weil Tomatolix seine Reichweite nutzte.

Auch im Jahr 2025 lässt sich feststellen, dass das klassische Fernsehen massive Probleme hat, einen Internet-Hit zu platzieren. Tomatolix ist ein bekannter YouTuber, der bereits in zahlreichen besonderen Lagen recherchiert hat. Zusammen mit Joyn entstand die achtteilige Reihe «INSIDE: Bahnhofsviertel», die zunächst bei YouTube lief und anschließend auch bei Kabel Eins ausgestrahlt wurde. Nur hatten die Programmplaner des Fernsehsenders scheinbar keine Lust auf die Inhalte.

Los ging es mit dem Video „Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: Im Einsatz mit der Polizei“, das bei YouTube 3,3 Millionen Abrufe holte. Die Premiere bei Kabel Eins am Donnerstag, den 27. November 2025, um 23.20 Uhr, sahen lediglich 0,28 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 2,7 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen waren sogar nur 0,10 Millionen dabei, der Marktanteil lag bei 4,6 Prozent. „Undercover mit Drogendealern im Frankfurter Bahnhofsviertel“ räumte zwei Millionen Klicks bei YouTube ab, ab Mitternacht holte die Sendung 0,20 Millionen Zuschauer und 2,8 Prozent Marktanteil. Nur noch 0,06 Millionen 14- bis 49-Jährige schalteten ein, der Marktanteil fiel auf 4,1 Prozent.

Sieben Tage später folgten die Dokumentationen „Eine Nacht im Laufhaus“ und „So ist das Nachtleben im Frankfurter Bahnhofsviertel“. Die Filme verbuchten 3,7 sowie 1,4 Millionen Abrufe im Internet. Im linearen Fernsehen entschieden sich lediglich 0,17 respektive 0,06 Millionen Zuschauer für den Stoff, sodass Marktanteile von 1,4 und 0,8 Prozent erreicht wurden. Besonders schwach sah das Ergebnis bei den Umworbenen aus, da nur noch 0,09 und 0,04 Millionen dabei waren. Die Marktanteile beliefen sich auf magere 3,8 und 2,6 Prozent.

Einen leichten Aufschwung gab es Mitte Dezember. Am 11. Dezember sahen 0,18 Millionen Zuschauer die Ausgabe „Eine Nacht Rettungsdienst im Frankfurter Bahnhofsviertel“, der Marktanteil lag bei 1,7 Prozent. Es waren 0,07 Millionen junge Menschen dabei, der Marktanteil lag mit 3,3 Prozent jedoch weiterhin im klar unerfolgreichen Bereich. Anschließend machte man mit „Das passiert, wenn du Fentanyl nimmst“ weiter, wofür sich 0,10 Millionen Zuschauer entschieden. Der Marktanteil lag bei 1,3 Prozent, bei den Werberelevanten wurden 2,7 Prozent erzielt. Die Reichweite lag bei 0,04 Millionen.

Der Abschluss der Reihe erreichte mit den Filmen „Sex für 5 € – Undercover auf dem Straßenstrich im Frankfurter Bahnhofsviertel“ und „Ich esse ALLES im Frankfurter Bahnhofsviertel“ 3,7 und 0,9 Millionen Abrufe bei YouTube. Bei Kabel Eins schalteten 0,18 und 0,08 Millionen Zuschauer ein, was Marktanteile von 1,7 und 1,1 Prozent zur Folge hatte. Beim jungen Publikum wurden 0,07 und 0,02 Millionen gemessen, was Marktanteile von 3,2 und 1,2 Prozent bedeutete.

Im Schnitt kam die Reihe auf 0,16 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 1,7 Prozent. Mit 0,06 Millionen Zuschauern flog man mit 3,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen klar auf die Nase. Man muss Kabel Eins herzlich dazu gratulieren, wie man eine Sendung mit Tomatolix derart konsequent an die Wand fahren kann.

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