Primetime-Check

Freitag, 20. Januar 2012

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Wie viele Menschen sahen das zweite und letzte Bundesliga-Livespiel dieser Saison im Free-TV? Fing sich «The Voice of Germany»  nach dem negativen Trend der vergangenen Wochen? Hatte Günther Jauch der starken Konkurrenz auch beim jungen Publikum etwas entgegen zu setzen?

Die Bundesliga ist nach ihrer fünfwöchigen Winterpause wieder zurück. Zum Rückrundenauftakt wurde der Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München ausgestrahlt, die vor dem Spiel gemeinsam bereits 70 Punkte gesammelt hatten. Das Topspiel zwischen dem Tabellenvierten und dem Herbstmeister wollten sich im Schnitt 6,96 Millionen Fußballfreunde anschauen. Dank 21,0 Prozent aller Fernsehenden schaffte Das Erste einen problemlosen Tagessieg. Und auch beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren zeigte sich eine ungewohnte Zuneigung zur öffentlich-rechtlichen Sendestation: Dank 2,26 Millionen Interessenten wurden hier fantastische 18,2 Prozent generiert. Bereits die Vorberichterstattung ab 20:15 Uhr lief großartig, mit 4,86 Millionen waren hier bereits 15,4 Prozent aller und 12,5 Prozent der jungen Fernsehenden mit dabei.

Trotz starker Konkurrenz wurde auch an diesem Freitag noch immer die Quizshow «Wer wird Millionär?»  sehr stark frequentiert. Mit 5,62 Millionen musste sich die Quizshow mit Günther Jauch zwar eindeutig der Fußball-Übertragung geschlagen geben, generierte allerdings trotzdem noch immer überdurchschnittliche 17,0 Prozent des Publikums. Schlecht sah es hingegen in der werberelevanten Zielgruppe aus, wo aus 1,86 Millionen sehr schwache 15,3 Prozent zustande kamen. Das Zweite Deutsche Fernsehen war hier mit «Der Staatsanwalt»  und einem Doppelpack vom «SOKO Leipzig»  allerdings noch deutlich schwächer aufgestellt. Mit Werten zwischen 6,4 und 7,8 Prozent bei den jungen Menschen war hier kein Blumentopf zu gewinnen. Beim Gesamtpublikum lagen die Marktanteile allerdings bei ordentlichen 12,3 bis 17,1 Prozent, die Reichweiten variierten zwischen 3,87 und 5,64 Millionen.

Einen weiteren Rückschlag musste «The Voice of Germany»  hinnehmen, denn auch diesmal schaffte es die Musikshow bei Sat.1 nicht, den Negativtrend zu beenden. Durchschnittlich fiel die Reichweite auf 2,85 Millionen an diesem Abend, der Marktanteil ging auf 8,7 Prozent zurück. Beim besonders wichtigen werberelevanten Publikum blieb man zwar noch immer deutlich im grünen Bereich, aber auch hier war man mit 15,5 Prozent bei 1,90 Millionen deutlich von einstigen Topwerten entfernt. Dies galt auch für die Krimikomödie «Ocean's 13»  auf ProSieben, der mit einer erneuten Ausstrahlung auf ProSieben nur 1,69 Millionen Menschen vor die Geräte locken konnte. Der Marktanteil lag bei 5,2 Prozent, in der werberelevanten Zielgruppe resultierten aus 1,12 Millionen Interessenten mäßige 9,2 Prozent.

Noch weniger Zuspruch bekamen die drei kleineren Sender für ihr Primetime-Programm, wobei RTL II mit dem Science-Fiction-Thriller «Pitch Black - Armee der Finsternis» als einziger mit einem Spielfilm zu punkten versuchte. Dies gelang bei 1,10 Millionen Konsumenten, die daraus resultierenden Marktanteile von 3,3 und 6,9 Prozent waren voll in Ordnung. Bei kabel eins sah es mit «Castle»  wesentlich schlechter aus, die US-Serie kam nur auf 2,6 und 4,3 Prozent bei 0,86 Millionen Zuschauern. Eine Doppelfolge von «Criminal Minds»  gelangte anschließend auf maximal 0,76 Millionen, bei den Werberelevanten wurden höchstens 3,9 Prozent verbucht. Und auch VOX versagte mit einem weiteren «CSI»-Doppelpack. Zunächst sahen 1,59 Millionen eine Folge aus Miami, bevor sich das Team in Las Vegas leicht auf 1,63 Millionen steigerte. Beim Gesamtpublikum wurden 4,8 und 4,9 Prozent aller erreichbaren Konsumenten erreicht, in der werberelevanten Zielgruppe waren es 6,0 und 6,1 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/54498
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