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«Castle»

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Die US-Krimiserie konnte für kabel eins am Samstagabend nur mittelmäßig Werte erreichen.

In den USA mauserte sich die ABC-Serie «Castle» zu einem Überraschungshit. Obwohl sie am 9. März 2009 lediglich in der Mid-Season startete und die erste Staffel nur zehn Episoden umfasste, waren die Zuschauerzahlen mit rund 10 Millionen so überzeugend, dass der Sender sie in eine zweite Runde schickte. Bereits kurz nach Beginn der Ausstrahlung der zweiten Staffel wurde diese auf letztendlich 24 Folgen aufgestockt. Nachdem die Serie zuletzt sogar 14 Millionen Amerikaner begeisterte, bestellte ABC Ende März bereits eine dritte Staffel. Ganz soviel Freude hat kabel eins in Deutschland mit der Produktion bisher nicht gehabt, denn die Werte am Samstagabend waren eher mäßig.

Schon der Auftakt am 06. Februar 2010 verlief nicht nach Plan. Insgesamt verfolgten 1,22 Millionen Zuschauer, wie das ungleiche Duo Castle und Beckett das erste Mal aufeinander traf. Dies entsprach einem Marktanteil von 3,8 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe sahen 0,56 Millionen junge Menschen zu und erzeugten einen Marktanteil von 4,6 Prozent, der damit deutlich unter dem Senderschnitt verharrte. Dabei lag das Niveau der Premierenfolge im Vergleich zu den übrigen Ausgaben der Staffel etwa im Mittelfeld.

In der Regel bewegten sie die Reichweiten bei allen Zuschauern knapp über einer Million und schwankten nur unerheblich. Eine ähnliche Konsistenz wiesen auch die Zahlen in der Zielgruppe auf. Lediglich die Folge vom 06. März 2010 stach deutlich hervor. An diesem Abend interessierten sich insgesamt 1,51 Millionen Zuschauer für das neuste Abenteuer des Krimiautors und bescherten der Serie die mit Abstand höchste Reichweite der Staffel. Dementsprechend stieg auch der Marktanteil mit 4,7 Prozent auf einen Höchstwert an. Unter allen Zuschauern waren 0,71 Millionen zwischen 14 und 49 Jahren alt. Mit einem daraus resultierenden Marktanteil von 5,8 Prozent war man zum ersten (und einzigen) Mal in der Reichweite des Senderschnitts. Doch schon eine Woche später gingen die Zahlen auf das gewohnte Niveau zurück.

Kurz vor dem Ende der Staffel schnitt die neunte Ausgabe am 3. April 2010 besonders schwach ab. Erstmals schaffte es die Serie bei den Gesamtzuschauern nicht die Eine-Millionen-Grenze zu knacken, sondern blieb mit 0,99 Millionen hauchdünn darunter. Dieser Absturz ist auch bei den Werten in der Zielgruppe zu erkennen. Dort schalteten mit 0,45 Millionen jungen Zuschauern zum ersten Mal weniger als 500.000 ein. Der Marktanteil sank mit 4,2 Prozent auf den niedrigsten Wert aller gezeigten Ausgaben.

Das Finale am 10. April 2010 kehrte anschließend wieder auf das bewährte Level zurück. Mit 1,19 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und einem Marktanteil von 3,7 Prozent, sowie 0,56 Millionen Zuschauer in der Zielgruppe bei einem Marktanteil von 4,6 Prozent, verabschiedete sich die Serie fast mit den identischen Werten der Auftaktepisode.

Sicher ist die Krimiserie «Castle» damit kein Totalausfall gewesen, aber als Erfolg kann sie auch nicht gewertet werden. Keine der zehn gezeigten Episoden konnte den aktuellen Senderschnitt von kabel eins in der Zielgruppe überwinden. Insgesamt sahen im Mittel 1,17 Millionen Zuschauer zu und bescherten dem Sender am Samstagabend einen durchschnittlichen Marktanteil von 3,7 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe waren im Schnitt 0,59 Millionen junge Menschen dabei, die den durchschnittlichen Marktanteil nicht über 4,9 Prozent klettern ließen. Vielleicht sollte kabel eins für die Ausstrahlung der zweiten Staffel einen anderen Sendeplatz bedenken. Schließlich musste die Serie durchweg gegen das übermächtige «Deutschland sucht den Superstar» antreten. Dass das Format mehr Potential hat, bewies es schließlich in seinem Heimatland.

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