Quotencheck

«Genial daneben - Das Quiz»

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Mitte 2018 hat Sat.1 den Ableger des Rateformats für den Vorabend optimiert auf Zuschauerfang geschickt. Quotenmeter.de schaut auf die letzten Wochen des Formats.

Als Sat.1 im Jahr 2018 ankündigte, den Vorabend mit einer Optimierung eines längst in die Jahre gekommenen Comedy-Quiz-Formats zu bestücken, staunte man nicht schlecht. Die Idee von «Genial daneben» auf ein tägliche Comedy-Quiz-Show umzumünzen, klang durchaus interessant. Dennoch kam das Format am Vorabend nicht so recht in die Gänge. Für ein Überleben bis ins Jahr 2020 hat es dennoch gereicht. Als Sat.1 im letzten Jahr ankündigte, eine Neuauflage von «Big Brother» auf den Weg zu bringen, war zugleich auch klar, dass «Genial daneben – Das Quiz» seinen Sendeplatz räumen muss. Seit dem 11. Februar laufen um 19.00 Uhr täglich die Tageszusammenfassungen den großen Bruders. Verabschiedet hat sich die Quizshow am 10. Februar mit einem «Big Brother»-Spezial. Doch dazu später mehr.

In diesem Quotencheck durchleuchten wir die Zahlen ab dem 2. Januar bis zum vorläufigen Ende der Show am 10. Februar. So schalteten am ersten Werktag des Jahres insgesamt 1,30 Millionen Zuschauer ab drei Jahren ein, der Marktanteil lag bei 4,8 Prozent beim Gesamtpublikum – und damit fehlte ein ganzer Prozentpunkt, um wenigstens mit dem Sat.1-Schnitt mithalten zu können. In der Zielgruppe reichten 401.000 junge Zuschauer für 5,7 Prozent Marktanteil. Hier fehlten ganze 1,9 Prozentpunkte zum Erreichen des Mittelwerts des Unterföhringer Senders. Die Woche endete mit nur fünf Prozent Marktanteil bei den werberelevanten Zuschauern.

Die erste volle Sendewoche im neuen Jahrzehnt hatte mit der Ausgabe am Donnerstag einen Negativrekord zu vermelden: Mit rund 288.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren erzielte die Sendung nur magere 4,1 Prozent Marktanteil. Insgesamt reichte es an diesem Tag für 4,4 Prozent Marktanteil und damit lief es nur geringfügig besser als am Montag, der mit 4,2 Prozent Sehbeteiligung bei allen Zuschauern ab drei Jahren den Tiefpunkt darstellte.

In der Folgewoche konnten sich die Werte spürbar erholen. So erreichte «Genial daneben – Das Quiz» zwischen dem 13. und 17. Januar im Schnitt 1,21 Millionen Menschen ab drei Jahren. Hier standen im Mittel 4,6 Prozent Marktanteil auf der Uhr. In der Spitze waren zwei Mal 4,9 Prozent Marktanteil drin. Am Dienstag der Woche erreichte man in der Zielgruppe den Bestwert im Betrachtungszeitraum: 414.000 werberelevante Zuschauer konnte das Format zum Einschalten bewegen. Der Marktanteil lag bei 6,3 Prozent und war im Jahr 2020 nie besser – dennoch fehlten ganze 1,3 Prozentpunkte, um im grünen Bereich zu landen.

Die folgende Sendewoche hatte den Reichweiten- und Marktanteilsrekord beim Gesamtpublikum anzubieten. Ebenfalls dienstags erreichte die Show mit Hugo Egon Balder 1,33 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Keine Ausgabe im Jahr 2020 erreichte mehr Zuschauer. Der Markanteil beim Gesamtpublikum war mit fünf Prozent ebenfalls so gut wie nie. Im Wochenvergleich blieben die Werte bei Gesamtpublikum identisch mit denen der Vorwoche, in der Zielgruppe ging es abwärts auf nur noch durchschnittlich 4,8 Prozent Marktanteil.

Am 27. Januar lief es mit nur 3,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum so schlecht wie nie. Freitags unterbot man alle bisherigen Reichweiten des Jahres in der Zielgruppe, denn mit nur 260.000 interessierten Zuschauern bei den Werberelevanten schalteten so wenige ein wie sonst nicht in 2020. Das Special zum Start von «Big Brother» konnte die Kampagne des Lead-Outs nicht in Zuschauer und Marktanteile umsetzen. Mit 4,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und fünf Prozent in der Zielgruppe lief es schlecht wie immer.

Und so ist es kein Wunder, dass das Fazit für «Genial daneben – Das Quiz» äußerst schlecht ausfällt. Im Mittel sahen 1,19 Millionen Zuschauer zwischen dem 2. Januar und 10. Februar zu. Der daraus resultierende Marktanteil von 4,5 Prozent lag damit 1,3 Prozentpunkte unter dem Schnitt von Sat.1. In der Zielgruppe ist die Diskrepanz noch weitaus tragischer. Mit nur im Schnitt 336.000 Zuschauern erreicht die Show im Durchschnitt nur 5,1 Prozent Marktanteil. Hier fehlen ganze 2,5 Prozentpunkte, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

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