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Bundesliga-Pläne: Startet bald ein Streaming-Angebot für das Ausland?

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Aufgrund sinkender Nachfrage aus dem Weltmarkt spielt die DFL mit dem Gedanken eines OTT-Diensts. Außerdem: Der DFB-Pokal im Free-TV, Damen-Basketball bei sporttotal und Handball-Quoten.

Bundesliga Pass für ausländische Fußballfans?


Sporthighlights der kommenden Woche

  • Ab Montag, täglich ab Abend: Tennis, US Open (Eurosport/DAZN)
  • Donnerstag, 19 Uhr: Handball, SG Flensburg-Handewitt - Rhein-Neckar Löwn (Sky)
  • Donnerstag, 20.30 Uhr: Europa-League-Play-Offs Rückspiel, Eintracht Frankfurt - Racing Straßburg (Nitro/DAZN)
  • Donnerstag, 20.30 Uhr: Champions Hockey League, EHC München - HC Ambri-Piotta (Sport1)
  • Freitag, 20.30 Uhr: Bundesliga, Bor. M'Gladbach - RB Leipzig (DAZN)
  • Sonntag, 13 Uhr: Basketball-WM, Frankreich - Deutschland (Magenta Sport)
  • Sonntag, 15 Uhr: Formel 1, Großer Preis von Belgien (RTL/Sky)
  • Der Quotenmeter.de-Exotentipp: Mittwoch, 19.55 Uhr: Volleyball-EM der Frauen, Deutschland - Russland (Sport1)
Nach wie vor hängen andere europäische Ligen die Bundesliga in Sachen TV-Gelder ab. Vorreiter bei TV-Vermarktung ist nach wie vor die englische Premier League. So erklären sich auch die Unsummen, die Vereine von der Insel bereit sind, für Spielertransfers auszugeben und bei denen deutsche Klubs kaum mithalten können. Ein weiterer Schritt in der Vermarktung der Bundesliga wurde nun getan. Im Rahmen der DFL-Generalversammlung, die am Mittwoch in Berlin stattgefunden hat, gab Geschäftsführer Christian Seifert bekannt, dass die Liga an einem OTT-Angebot für den Weltmarkt arbeitet.

“Bundesliga Pass” soll das Angebot heißen, das nicht über Kabel oder Satellit, sondern über Streams verbreitet werden soll. "Every game anywhere anytime on any device", hieß es in einem ersten Trailer des Angebots, das über 300 Live-Spiele aus der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga bieten würde. Der langfristige Preis soll sich auf 7,99 Euro beziffern, anfangs würde die DFL das Angebot sogar zum Kampfpreis von 5,99 Euro anbieten. Auch eine Samstags-Konferenz, wie man sie von Sky kennt, soll über Bundesliga Pass abrufbar sein und den Titel “Bundesliga 90+” tragen. Weitere Features sind Live-Ticker, Push-Mitteilungen oder eine Mediathek mit Video-Archiv.

Folgte man den Worten Seiferts aufmerksam, ist Bundesliga Pass auch das Resultat sinkender Nachfrage im Ausland. Das Streaming-Angebot soll nämlich ausschließlich für fremde Märkte entwickelt werden, wo Seifert zuletzt “eine gewisse Abkühlung” feststellte. In Deutschland, wo die Nachfrage noch immer sehr hoch ist, kommt ein OTT-Angebot der DFL nicht in Frage. Weil scheinbar immer weniger Leute über klassische Vebreitungswege im Ausland für die Bundesliga zahlen, will die DFL mit der Zeit gehen. Ab nächstem Jahr soll die entsprechende Technik dafür bereitstehen, die die DFL-Tochter DFL Digital Sports entwickelt.

Dass der Dienst dann auch startet, ist aber noch nicht gesagt. Vielmehr scheint die Vorbereitung für Bundesliga Pass in erster Linie Prophylaxe im Falle einer weiter sinkenden Nachfrage darzustellen. Seifert stellt klar, dass das OTT-Angebot nicht die “präferierte Option” sei.

Interessant ist diese Entwicklung auch für die deutschen Partner, die die DFL explizit in die Planungen integrieren will. Auch für sie könnten sich damit neue Absatzmärkte ergeben, wenn sie am internationalen Angebot mitarbeiten. Falls deutsche Anbieter gute Ideen haben, könnten sie damit in die bald startenden Verhandlungen für die neue Rechteperiode gehen, die 2021/2022 beginnt.

Sport1 zeigt im DFB-Pokal die Bayern


Die erste DFB-Pokal-Übertragung im Privatfernsehen war ein voller Erfolg. Der ungefährdete Sieg von Borussia Dortmund gegen KFC Uerdingen in der ersten Runde des Pokals lief live erstmals bei Sport1 und sorgte dort für Top-Quoten. Bis zum Viertelfinale wird Sport1 noch je ein Top-Spiel im DFB-Pokal übertragen, insgesamt werden es diese Saison vier Partien sein. Das nächste Aufeinandertreffen bei Sport1 heißt VfL Bochum gegen den FC Bayern München. Das Zweitrunden-Spiel wird am 29. Oktober, einem Dienstag, bei Sport1 laufen. Die XXL-Berichterstattung wird dabei schon ab 18 Uhr beginnen. Anpfiff ist um 20 Uhr. Im Umfeld des Spiels soll an drei Tagen insgesamt zehn Stunden Berichterstattung bei Sport1 zu sehen sein.

Das Erste überträgt Borussen-Duell


DFB-Pokal, die Zweite. Auch Das Erste durfte sich für die zweite Pokal-Runde wieder eine Partie aussuchen und entschied sich dabei für das Borussen-Duell zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. Das Spiel am 30. Oktober ist für ein Zweitrunden-Spiel des Pokals außerordentlich attraktiv. Bei etlichen verbleibenden Mannschaften, die nicht in Liga eins spielen, duellieren sich am 30. Oktober ab 20.45 Uhr schließlich der Zweit- und der Fünftplatzierte der Bundesliga aus der Vorsaison. Das Spiel ist übrigens eine Premiere. Zwar trafen die Borussen schon zwei Mal im Pokal aufeinander, allerdings noch nie zuvor in Dortmund.

Saisonstart im Handball bringt neue Technik


Seit vergangenem Wochenende hat die deutsche Handball-Bundesliga wieder den Betrieb aufgenommen. Viel hat sich sportlich und von den Übertragungen her nicht verändert. Als Favoriten gelten Titelverteidiger Flensburg-Handewitt, der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen, mit Balingen-Weilstetten und Nordhorn-Lingen kehrten alte Bekannte aus der zweiten Liga ins Oberhaus zurück. Die Anstoßzeiten bleiben auch gleich. Gespielt wird donnerstags (19.00 Uhr) und sonntags (Topspiel um 13.30 Uhr, sonst 16.00 Uhr). Vereinzelt finden Spiele auch am Dienstag, Mittwoch oder Samstag statt. Zwölf Spiele wird die ARD live zeigen, der Rest kommt bei Sky. Eine Neuerung gibt es jedoch, an der Statistiker eine wahre Freude haben werden. Die Bundesliga führte zur neuen Saison eine weltweit einmalige Analyse-Technologie ein. Dank Chips in Bällen und Trikots werden die Leistungsdaten aller Spieler in Echtzeit erfasst. Wurfgeschwindigkeit, Sprunghöhe, Anzahl der Pässe oder verbrauchte Energie sind nur einige Daten, die künftig erhoben werden.

DAZN bestreitet “Timeouts” in neuem Look


Langzeit-Abonnenten von DAZN werden sie kennen: Die Statistiken, die der werbefreie, dafür kostenpflichtige Dienst im Rahmen von Live-Sport-Übertragungen in Halbzeit-, Drittel- oder Viertelpausen einsetzt, um die Wartezeit der Zuschauer zu überbrücken. Wenn der Sport-Streamer keine Rahmenberichterstattung produziert, wurden in den Pausen häufig Tabellen und Statistiken eingeblendet. Seit kurzer Zeit erscheinen diese bei DAZN unter dem Titel “Timeout” in neuer, etwas ansprechenderer Optik als zuvor. So werden etwa Agenturbilder mit stylishen Schriftzügen überblendet, die diverse Statistiken enthalten - etwa wer in der Bundesliga die meisten Dribblings, Torschüsse oder Torschussvorlagen verzeichnete. In anderen Wettbewerben, etwa im Radsport, wird in ähnlichem Stil auf die Saison zurückgeblickt oder Profi-Sportler erhalten ein “Player Profile” mit individuellen Daten. Andere Grafiken zeigen Spielstatistiken vergangener, von DAZN übertragener Veranstaltungen und stellen die Teams und ihre Kennzahlen der jeweiligen Partie vor dem Hintergrund ihrer Vereinsfarben gegenüber.

sporttotal schließt Langzeit-Deal mit DBBL


Die neue Heimat von Damen-Basketball in Deutschland heißt sporttotal. Die Multisport-Plattform, die sonst auch Amateurfußball, die Volleyball-Bundesliga, Feldhockey oder Futsal zeigt, wird ab dem Saisonstart am 21. September die Begegnungen der 1. Basketball Bundesliga der Damen (DBBL) auf sporttotal übertragen. Zehn Jahre Laufzeit umfasst der Exklusivvertrag zwischen beiden Parteien. Damit erhält sporttotal als Medialisierungspartner die Übertragungsrechte für die Vertragslaufzeit und wird ab der Saison 2019/2020 erstmals komplett die gesamte 1. Bundesliga der Damen zeigen. Dafür wird sporttotal die Wettkampfstätten der 12 Bundesliga-Vereine mit seiner vollautomatisierten Kameratechnologie ausstatten. Alle Spiele sollen übertragen werden.

Schon wieder Pokal-Spiele der Bayern und des BVB im Free-TV. Richtig so?
Ja, es sind schließlich die erfolgreichsten deutschen Clubs mit den meisten Anhängern.
26,9%
Grundsätzlich in Ordnung, aber ein bisschen Abwechslung wäre ab und zu schön.
52,7%
Verständlich bei den Privaten, gebührenfinanzierte Sender sollten aber das Publikum wählen lassen.
20,4%

Bundesliga-Konferenz bleibt über der Millionengrenze


Groß war am 1. Spieltag das Interesse an der samstägigen Bundesliga-Konferenz von Sky, die 1,36 Millionen Menschen zum Saisonstart anlockte. Erwartungsgemäß flachte das Interesse am zweiten Spieltag wieder etwas ab, auch weil die Publikumslieblinge Dortmund und Bayern am Freitag- bzw. am Samstagabend spielten. Die fünf Spiele am Nachmittag verfolgten aber immerhin noch 1,01 Millionen Menschen, die tolle 14,6 Prozent der jungen Zuschauer enthielten. Sky war damit zu dieser Zeit der gefragteste deutsche Sender in der Zielgruppe.

Am Abend traf dann der FC Schalke 04 auf den FC Bayern München. Das 18.30-Uhr-Spiel, in dem vermeintliche Handspielsituationen für Aufreger sorgten, erreichte dann schon 1,17 Millionen Menschen, was insgesamt 7,0 Prozent entsprach. Aus Gesamtsicht sahen 200.000 Menschen mehr zu als beim Topspiel des ersten Spieltags, wo Mönchengladbach die Schalker empfing. Aus der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen stammten 490.000 Menschen, die zu ganz starken 11,7 Prozent führten.

Liverpool - Arsenal bleibt Liebhaber-Übertragung


Auf dem Papier ist der Schlagabtausch zwischen Champions-League-Sieger FC Liverpool und dem Arsenal FC ein absolutes Top-Duell der Premier League. Die Quoten sprachen aber eine andere Sprache. Die Partie lief am Samstag ab 18.30 Uhr bei Sky Sport und interessierte 60.000 Personen. Das genügte gerade einmal für 0,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Handball-Bundesliga hat Luft nach oben


Am Wochenende nahm der 1. Spieltag der neuen Saison in der Handball-Bundesliga seinen Lauf. Die meisten Partien liefen dabei wieder am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr, darunter die der Titelanwärter Kiel und der Rhein-Neckar Löwen. Die Konferenz aus vier Partien verfolgten im Schnitt 40.000 Personen, was insgesamt 0,3 Prozent Marktanteil entsprach. Auch in der jungen Altersgruppe war für den Handball nicht viel zu holen. Hier generierten 20.000 14- bis 49-Jährige 0,4 Prozent.

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