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«Gameshow Marathon»

von  |  Quelle: ProSieben
Mit dem Gameshow-Marathon wollte Pro Sieben seine Primetime ein wenig auffrischen. Doch was dem Sender ab dem 15. Januar gelang, war genau das Gegenteil.

«Der Preis ist heiß», «Geh aufs Ganze», «Glücksrad», «Hopp oder Topp», «Bube Dame Hörig», «Ruck Zuck» und «Familien-Duell». Die Liste der Gameshow-Klassiker, die der «Gameshow Marathon» wieder auf die Bildschirme und somit auch für jüngerer Zuschauer wieder zugänglich machte, ist lang. Aufgefrischt mit einem beliebten Duo aus der ProSieben-Unterhaltungs-Maschinerie, Oliver Pocher und Oli Petszokat, sowie zahlreichen Prominenten aus dem TV-Tagesprogramm des Senders, ging das Format am 15. Januar 2006 für neun Wochen auf Sendung. Der eigens für Serien geschaffene Mystery-Montag wurde damit wieder einmal „gesprengt“.

Los ging es mit 2,03 Millionen Zuschauern und einem enttäuschenden Marktanteil von 5,7 Prozent. In der Zielgruppe sahen die Werte ebenfalls nicht rosig aus, lediglich 1,66 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 schalteten ein und verhalfen dem Sender zu 11,6 Prozent Marktanteil. Nicht nur das diese Werte schon alleine wenig erfreulich sind, musste vor allem das Folgeprogramm unter den schlechten Werten des Vorprogramms leiden. Eine Woche später änderte der Sender das gesamte Line-Up, verlängerte den «Gameshow Marathon» um eine ¾ Stunde. Dies hatte zur Folge, das «Lost» erst ab 22:00 Uhr auf Sendung gehen durfte, «Invasion» gar erst in der Nacht zum Dienstag gegen 01:00 Uhr.



Doch die Praxis sah anders aus und die Premierenergebnisse der Vorwoche wurden noch einmal unterboten. Dieses Mal waren nur noch 1,92 Millionen Zuschauer dabei (5,6 Prozent MA), in der Zielgruppe waren es 1,53 Millionen (11,1 Prozent MA). In der dritten Woche wurde der «Gameshow Marathon» auf volle zwei Stunden ausgedehnt, aber die Zuschauer konnten trotzdem nicht bei dem Format gehalten werden, 1,71 Millionen Gesamtzuschauer (5,1 Prozent MA) waren die Folge.

In der vierten Woche gab es dann endlich mal eine kleine Erholung für die Zuschauwerte. Mit mäßigen 1,79 Millionen (5,3 Prozent MA) schalteten wieder mehr Zuschauer ein. Auch in der Zielgruppe verbesserten sich die Werte leicht auf 1,28 Millionen (9,5 Prozent MA). Den vorläufigen Tiefpunkt erreichte der «Gameshow Marathon» am 19. Februar. Hier waren nur noch 1,29 Millionen Zuschauer mit an Bord und brachten der roten Sieben einen katastrophalen Marktanteil von 3,8 Prozent. Eine Absetzung spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte wirklich Not getan, jedoch hielt der Sender weiter an dem Format fest.



In den nächsten zwei Wochen stabilisierten sich die Zuschauerzahlen auf einem Niveau um die 1,4 Millionen Zuschauer. Ein Trend, der in der letzten Sendung aber wiederum nicht fortzusetzen war. Schalteten am 05. März noch 1,39 Millionen Zuschauer ein, waren es zum Finale nur noch 1,19 Millionen Zuschauer (3,6 Prozent MA). In der Zielgruppe sank die Reichweite mit 0,90 Millionen Zuschauern sogar erstmals unter die 1-Million-Grenze. 6,8 Prozent Marktanteil waren die unausweichliche Folge. Damit markiert das Finale, welches erstmals mit reinen Kandidaten und nicht mit Prominenten gespielt wurde, den absoluten Tiefpunkt in der neun-wöchigen Historie des ProSieben «Gameshow Marathon».



Beim Blick auf die Durchschnittswerte wird schnell deutlich, dass das Engagement seitens des Senders und der Moderatoren nicht belohnt wurde. Im Schnitt schalteten nur rund 1,60 Millionen Zuschauer in eine der neun Folgen ein, was zu einem Marktanteil von nur 4,7 Prozent führt. In der Zielgruppe sieht es auch nur geringfügig besser aus, hier waren im Schnitt 1,26 Millionen dabei (9,3 Prozent MA). Eine Fortsetzung in den nächsten Jahren scheint mit diesen Zahlen also mehr als ungewiss.

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