In einer neuen Show halten Sonja Zietlow und Lutz van der Horst Promis den Spiegel vor. Viele neue Erkenntnisse ergeben sich so nicht – für einige unterhaltsame Momente reicht’s aber schon. Die TV-Kritik…
Die Selbstwahrnehmung vieler Menschen unterscheidet sich oft erheblich von der Fremdwahrnehmung. Besonders deutlich wird das in Reality TV-Formaten, die ja letztlich auch von ihren Selbstdarstellern leben. Um einmal zu testen, wie gut sich Promis tatsächlich wahrnehmen, zeigte RTL am späten Samstagabend erstmals die neue Show «Stars im Spiegel – Sag mir, wie ich bin!». Oliver Pocher, Stefan Mross, Sophia Vegas und Michael Wendler waren der Einladung des Senders gefolgt - vier Teilnehmer also, die wahrlich nicht den Anschein erwecken, an mangelndem Selbstbewusstsein zu leiden.
Sehr erfrischend funktioniert die Moderatoren-Kombination aus Sonja Zietlow und Lutz van der Horst, wobei besonders Letzterer eine Bereicherung für die Produktion darstellt. Der aus der «heute-show» bekannte Komiker interagiert gut mit den Begleitpersonen der Kandidaten und überzeugt in der Sendung mit einigen kurzweiligen Einspielern. Ihn zur Abwechslung mal bei RTL zu sehen, schadet dem Sender sicherlich nicht. Zusammen mit Oliver Pocher dürfte er der unterhaltsamste Akteur des Abends sein.
Nach zwei Stunden «Stars im Spiegel» weiß der Zuschauer zum Beispiel, wie das Bett von Oliver Pocher aussieht. Dass Stefan Mross laut Aussage seiner Freundin wie ein Wirbelwind küsst. Und dass das Studiopublikum Sophia Vegas am peinlichsten findet. Weltbewegend ist das meiste nicht. Ziemlich spannend ist dagegen die grandiose Selbstüberschätzung von Stefan Mross. Kurz vor Ende der Show tippt er, dass 48 Prozent des Studiopublikums ihm den Sieg gönnen. Tatsächlich ist es nicht einmal die Hälfte, 23 Prozent. Fürs TV-Publikum und sicherlich auch für Mross selbst dürfte das eine, wenn nicht die überraschendste Erkenntnis des Abends sein. 

• Sag mir wie ich bin! • Stars im Spiegel • heute-show
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25.03.2018 10:26 Uhr 1
25.03.2018 10:37 Uhr 2