Soap-Check

Das Ende von Katrin und „Bommel“

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Das dramatische Ende der Liebesgeschichte von Katrin und "Bommel" naht. Anlässlich dessen blicken wir im Soap-Check auf die Umstände sowie die „Bommel“-Quoten bei «GZSZ».

Quotenübersicht «GZSZ»

  • 2011: 3,75 Mio. / 22,6%
  • 2012: 3,36 Mio. / 20,2%
  • 2013: 3,25 Mio. / 20,3%
  • 2014: 2,91 Mio. / 17,8%
  • 2015: 2,66 Mio. / 16,9%
  • 2016: 2,84 Mio. / 18,1%
Zuschauer ab 3 / Marktanteil 14-49
Jede Liebesgeschichte hat irgendwann ein Ende – das gilt vor allem in Seifenopern. Demnächst wird es eine der großen «GZSZ»-Romanzen treffen: Katrin und „Bommel“ wird es nicht mehr lange geben, da Till Kuhn an einer unheilbaren Nervenkrankheit leidet. Er und Katrin werden sich zwischen dem Freitod oder der aktiven Sterbehilfe entscheiden müssen. Noch in dieser Woche wird „Bommel“ bei einer gemeinsamen Reise mit Katrin an die Nordsee sterben – die Bilder hierfür entstanden in Sankt Peter-Ording. „Es war die perfekte Kulisse für diese bewegende, tragische Geschichte. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Uns blies zwar der kalte Wind um die Nase, teilweise waren die Priele gefroren und es lag Schnee. Aber nicht nur ich hatte leichten Sonnenbrand, weil die ganze Zeit die Sonne strahlte. So konnten wir unser gewaltiges Drehpensum schaffen. Immer wieder mussten wir vor der Flut weichen oder dem Wasser hinterhereilen“, so Ulrike Frank, die in «GZSZ» Katrin verkörpert.

Viereinhalb Jahre muss man zurückblicken, um „Bommels“ ersten Auftritt in der RTL-Soap zu finden. In Folge 5070 tauchte er erstmals auf, was 2,89 Millionen Zuschauer sahen – damals verbuchte «GZSZ» 19,8 Prozent Marktanteil. Seitdem hat sich bei der Seifenoper viel verändert, seien es die neuen Charaktere oder die dramatischen Geschichten. Doch eines blieb über die Jahre hinweg gleich: die Top-Quoten am Vorabend, auch wenn «GZSZ» seitdem durchaus die ein oder andere Durststrecke zu bewältigen hatte. 2012 schalteten im Schnitt noch 3,36 Millionen Zuschauer ein, bis 2015 sank dieser Wert auf 2,66 Millionen. Bereits 2014 verabschiedete sich Schauspieler Merlin Leonhardt mit der 5556. Folge aus der Serie und kam erst zwei Jahre später wieder – genau 1.000 Folgen nach seinem erstmaligen Erscheinen 2012.

Während seiner ersten «GZSZ»-Phase kamen im Mittel 3,18 Millionen Zuschauer zusammen, während in der werberelevanten Zielgruppe durchschnittlich 19,5 Prozent Marktanteil auf dem Papier standen. Seine zweite Phase bei der RTL-Soap war nicht ganz so erfolgreich: 2,92 Millionen kamen seit Folge 6070 zusammen, bei den Umworbenen erzielte «GZSZ» im Schnitt 1,2 Prozentpunkte weniger. Natürlich lässt sich diese Entwicklung nicht auf das Auftauchen und Verschwinden von Merlin Leonhardt zurückführen, schließlich konnte man bei «GZSZ» einen jahrelangen Abwärtstrend erkennen, der sich erst seit kurzem wieder umkehrt. Zum Vergleich: als „Bommel“ knapp zwei Jahre lang kein Teil der Serie war, generierte man nur 17,3 Prozent und versammelte im Schnitt 2,74 Millionen Zuschauer.


Bereits 2015 hatte sich die Trendwende der «GZSZ»-Quoten angedeutet: im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Reichweite um 180.000 Zuschauer und der Marktanteil sprang um 1,2 Prozentpunkte in die Höhe. Und auch 2017 lief es für «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» bisher recht ordentlich. In den ersten drei Wochen kratzte die Soap an der Drei-Millionen-Marke: 2,99 Millionen waren seit Jahresbeginn im Schnitt mit von der Partie. Lediglich die Marktanteile sind bisher noch ziemlich zurückhaltend: 17,1 Prozent standen zu Buche. Einzig und allein der Vergleich zum Vorjahr macht derzeit noch Sorgen: im selben Zeitraum 2016 lagen diese Werte bei 3,19 Millionen und 18,2 Prozent. Gleichzeitig gelang der Soap in der vergangenen Woche mit 3,21 Millionen Zuschauern jedoch die höchste Reichweite seit Mitte November.

Man darf gespannt sein auf die Entwicklung, die «GZSZ» nach diesem ambivalenten Jahresstart nehmen wird. Der erste emotionale Höhepunkt 2017 steht bereits in den Startlöchern – inklusive einer gesellschaftlich hochrelevanten Frage. „Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Tod kommt im deutschen Fernsehen noch immer viel zu kurz. Doch die Macher der Serie setzen nicht auf den billigen Schock-Effekt, sondern wollen auch zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen“, merkt RTL in einer Pressemitteilung an. Der Sender und «GZSZ»-Produzentin Petra Kolle erwarten jedenfalls wieder eine „überwältigende Zuschauerresonanz“, wenn es um ein solch brisantes Thema geht: „No Conflict - No Story“. Eines ist letztlich sicher: Merlin Leonhardt wird durch seinen Serientod nicht mehr zu «GZSZ» zurückkehren: „Für mich ist es ein schönes Ende dieser Zeit bei GZSZ. Ich bereue es nicht, weil es für mich wie das Ende eines Abschnitts meines Lebens war. Und jetzt freue ich mich auf das, was kommt.“

Was sonst noch war:


Comeback von Robert Saalfeld bei «Sturm der Liebe»: In der zweiten und sechsten Staffel war Lorenzo Patané bereits in seiner Rolle als Saalfeld-Sohn zu sehen, nun kehrt der 40-Jährige wieder an den Fürstenhof zurück. Für etwa zwei Wochen wird er ab Folge 2656 wieder Robert Saalfeld verkörpern – der voraussichtliche Ausstrahlungszeitraum beginnt Ende März. „Es ist ein einmaliges Gefühl, zu «Sturm der Liebe» zurückzukehren. Hier hat vor Jahren etwas für mich begonnen, das ich bis heute sehr zu schätzen weiß. Das wunderbare Team und die tolle Atmosphäre am Set habe ich sehr vermisst.“ Lorenzo Patané ist einer der Veteranen aus der Anfangszeit der ARD-Telenovela, deren frühen Folgen derzeit bei One wiederholt werden.

Im April beginnt eine neue Staffel «Rote Rosen» – mit neuen Hauptdarstellern. Patricia Schäfer, bekannt unter anderem aus «Verbotene Liebe», wird in die Rolle der Helen schlüpfen; als Serienpartner fungiert Jörg Pintsch alias Peer. Mehr zur nächsten Staffel der ARD-Telenovela gibt es hier.

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