Primetime-Check

Samstag, 16. April 2016

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Völkerball, «DSDS», «Wilsberg» und ein Schlagerfest: An diesem Samstag gab es viele frische Inhalte. Aber welche wurden auch vom Publikum angenommen? Und wie lief es für die Kleineren?

Das große Show-Duell zwischen RTL und ProSieben war letztlich eine relativ klare Angelegenheit zugunsten von «Deutschland sucht den Superstar», das mit seiner ersten Eventshow angesichts von 17,6 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei 1,62 Millionen jungen Zuschauern das Primetime-Ranking anführte. Die Konkurrenz aus Unterföhring konnte sich mit ihrer «Völkerball-Meisterschaft» allerdings trotzdem über fraglos überzeugende 14,9 Prozent bei 1,29 Millionen freuen. Noch deutlicher fiel die Diskrepanz beim Gesamtpublikum aus, wo «DSDS» auf 3,23 Millionen und 11,5 Prozent, der Promi-Völkerball-Wettstreit aber nur auf 1,77 Millionen sowie 7,4 Prozent gelangte.

Die Entzückung des Gesamtpublikums konzentrierte sich derweil vornehmlich auf zwei Angebote: Den neuen «Wilsberg»-Fall «Mord und Beton», der mit 6,99 Millionen die mit Abstand höchste Zuschauerzahl sämtlicher am Samstag ausgestrahlten Angebote verzeichnete und «Das große Schlagerfest», das immerhin 4,90 Millionen erreichte. Die Marktanteile waren sich allerdings deutlich näher, als man angesichts dieser Reichweiten denken mag: Die ZDF-Krimireihe lag mit 22,8 Prozent vor der Silbereisen-Liveshow, die aufgrund ihrer langen Laufzeit jedoch ebenfalls tolle 17,2 Prozent verbuchte. Bei den 14- bis 49-Jährigen hingegen war «Wilsberg» weit überlegen: Herausragende 14,1 Prozent bei 1,38 Millionen standen gar nicht mal so guten 5,7 Prozent bei nur 0,53 Millionen jungen Schlagerfans gegenüber.

Und was ging so bei den kleineren Sendern? Eher wenig. Sat.1 zeigte den Fantasystreifen «Jack and the Giants», der beim Gesamtpublikum mit nur 1,70 Millionen und 5,6 Prozent durchfiel, in der werberelevanten Zielgruppe allerdings immerhin sehr solide 9,2 Prozent bei einer durchschnittlichen Sehbeteiligung von 0,90 Millionen verzeichnete. VOX setzte derweil auf die Strahlkraft von «Lara Croft: Tomb Raider», die diesmal allerdings eher überschaubar ausfiel. Bei einer Zuschauerzahl von 0,98 Millionen standen 3,2 Prozent des Gesamtpublikums und 5,8 Prozent der Zielgruppe auf dem Papier. In Anbetracht des Konkurrenzprogramms hätte es allerdings auch durchaus noch schlechter laufen können für den mittlerweile schon 15 Jahre alten Film.

Nach zuletzt desolaten Werten war das Kapitel «The Closer» bei RTL II schon wieder beendet. Ambitionierter wurde das Programm des Senders dadurch jedoch keineswegs, denn man versendete stattdessen einfach noch ein weiteres Mal den Katastrophenfilm «10.5 - Apokalypse», den sich diesmal 0,87 Millionen zu Gemüte führten. Mit 3,1 Prozent des Gesamtpublikums sowie 4,2 Prozent der Werberelevanten war der Streifen kein wirklicher Erfolg, sorgte aber zumindest für Schadensbegrenzung. «Blue Bloods» bei kabel eins hatte durch die Umstellung der Konkurrenz insofern eine Monopolstellung, dass man als einziger großer Sender eine Serie ausstrahlte. Doch mit nur 0,70 und 0,77 Millionen sowie 2,3 und 2,5 Prozent fielen die Werte der beiden Folgen dennoch reichlich mau aus. Bei den Jüngeren wurden sogar nur 2,6 und 2,0 Prozent erreicht.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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