Quotencheck

«Hart aber fair»

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Der Talk mit Frank Plasberg lief in vielen Fällen unter Senderschnitt, konnte aber auch einige Male richtig punkten.

Quotenüberlick «Hart aber fair»

  • Saison 2011/12: 3,12 Mio. (9,9%) / 0,56 Mio. (4,4%)
  • Saison 2012/13: 2,99 Mio. (10,0%) / 0,51 Mio. (4,3%)
  • Saison 2013/14: 3,27 Mio. (10,8%) / 0,49 Mio. (4,2%)
  • Saison 2014/15: 3,00 Mio. (10,0%) / 0,51 Mio. (4,6%)
Jeweils montags 21.00-22.15 Uhr im Ersten
Im Talk-Bereich ändert sich ab 2016 wieder einiges im Ersten: Günther Jauch beendet dann seine sonntägliche Gesprächssendung und wird von Anne Will abgelöst, Sandra Maischberger wechselt vom Dienstag auf den Mittwoch – und Frank Plasberg? Der bleibt mit seinem «Hart aber fair» weiterhin am Montagabend im Programm des öffentlich-rechtlichen Senders vertreten. Grund genug, um einmal genauer auf die Einschaltquoten zu blicken.

Begonnen hat die neue Fernsehsaison für Plasberg am 25. August 2014, als das Thema „Flagge zeigen und Waffen liefern – Deutschlands neue Rolle?“ lautete. 2,71 Millionen Menschen ab drei Jahren interessierten sich hierfür, womit am Gesamtmarkt 9,5 Prozent Marktanteil zustande kamen. 0,49 Millionen 14- bis 49-Jährige waren mit von der Partie, die für 4,6 Prozent Marktanteil sorgten. Mit der ersten Ausgabe im September vergangenen Jahres machte «Hart aber fair» binnen Wochenfrist einen großen Sprung nach oben. „Essen aus der Truhe – was ist der Preis für unsere Bequemlichkeit?“ lockte 3,64 Millionen Zuseher an, darunter 0,74 Millionen Jüngere. 12,5 Prozent bei allen beziehungsweise 6,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen gingen damit einher. Profitieren konnte der Talk von dem starken Vorprogramm: «Der Iglo/Frosta-Check» kam um 20.15 Uhr nämlich auf 4,28 Millionen Interessierte.

Ebenfalls etwas mehr als drei Millionen sahen eine Woche später die Diskussion über Wladimir Putin als vermeintlich gefährlichster Mann Europas. Unter die Drei-Millionenmarke krachte dann allerdings am 15. September die Ausgabe, in der es um Billigpreise von Klamotten ging. «Der Jeans-Check» war im Vorfeld mit 2,92 Millionen nicht so gefragt wie manch andere Sendung der «Check»-Reihe. Sieben Tage später lag eine Debatte über den Islam wieder oberhalb der Drei-Millionen-Grenze und erzielte eine Sehbeteiligung von 3,14 Millionen.

Eine Durstrecke hatte «Hart aber fair» im Oktober zu verzeichnen. Jede Sendung lag unter drei Millionen und verbuchte noch dazu unterdurchschnittliche Marktanteile. So schwankte die Gesamtreichweite zwischen 2,38 und 2,91 Millionen, die damit verbundenen Quoten betrugen ernüchternde 7,6 bis 9,3 Prozent. Zum Vergleich: Im abgelaufenen Fernsehjahr standen für Das Erste bei allen Fernsehenden im Mittel 11,6 Prozent auf der Uhr.

Mehr oder weniger zufriedenstellend lief es in den Monaten November und Dezember. Bis zu 3,61 Millionen Menschen ab drei Jahren waren dabei gewesen. Maximal 13,5 Prozent Marktanteil wurden ermittelt, im schlechtesten Fall wurden bloß 8,9 Prozent generiert. Bis zu 0,68 Millionen 14- bis 49-Jährige wurden gezählt, was bis zu 5,4 Prozent Marktanteil möglich machte. Das neue Jahr begann für «Hart aber fair» mit einem Tiefschlag. Am 7. Januar versammelten sich lediglich 2,10 Millionen vor den TV-Geräten, um die Diskussion um islamistischen Terror in Paris, mit zu verfolgen.

Die nächsten beiden Sendungen verbesserten ihre Reichweite stückweise von 2,51 auf 2,99 Millionen, ehe Ende Januar dann mit insgesamt 4,12 Millionen Zusehern ein Saison-Bestwert aufgestellt wurde – Griechenland sei Dank. Der dazugehörige Marktanteil belief sich auf ordentliche 13,3 Prozent. Über vier Millionen sollte Plasberg danach nur noch einmal während dieser Saison erzielen. Zwischen Februar und Mai 2015 schwankte die absolute Zuschauerzahl zwischen 2,12 und 3,23 Millionen. Dreimal wurden Marktanteile um die zehn Prozent gemessen, was bedeutet, dass sämtliche Sendungen unter dem Senderschnitt liefen.

Ein Traumergebnis bescherte «Hart aber fair» das Thema „Der verkaufte Fußball – macht die FIFA unseren Sport kaputt?“ vom 1. Juni. 4,02 Millionen Menschen schalteten ein, was so viele waren wie seit dem Hoch vom 26. Januar nicht mehr. 15,4 Prozent Marktanteil resultierten daraus. Bei den Jüngeren wurden ebenfalls Rekorde registriert. 1,14 Millionen der 14- bis 49-Jährigen bedeuteten 11,7 Prozent Marktanteil. Nachdem man in der darauffolgenden Woche auf 2,40 Millionen Zuseher und 7,9 Prozent gefallen war, waren am 15. Juni wieder 4,03 Millionen und 13,6 Prozent drin. Zu verdanken hatte man dies erneut der «Check»-Reihe, wo es diesmal mit Tim Mälzer um Lebensmittel ging. Der erreichte um 20.15 Uhr 3,51 Millionen, was heißt, dass «Hart aber fair» sogar noch etwas über eine halbe Million Zuschauer dazu gewinnen konnte. Die letzten beiden Sendungen vor der Sommerpause kamen auf 3,48 beziehungsweise 3,75 Millionen Zuschauer, womit sich Das Erste durchaus zufrieden zeigen kann.

Unterm Strich zeigt sich, dass «Hart aber fair» gegenüber der vorherigen Saison 2013/14 Zuschauer verloren hat – genauer gesagt waren es im Schnitt 0,27 Millionen. Aus 3,00 Millionen resultierten 2014/15 10,0 Prozent Marktanteil. Vor einem Jahr wurden durchschnittlich noch 10,8 Prozent ausgewiesen. Über leichte Zuwächse dagegen konnte man sich bei den jüngeren 14- bis 49-Jährigen freuen: Hier ging es von im Schnitt 0,49 auf 0,51 Millionen hinauf, die damit verbundenen Marktanteile stiegen von 4,2 auf 4,6 Prozent.

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