Kein anderes Thema beschäftigte die Talkshows in der vergangenen Woche so sehr wie die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Gleich mehrere Sendungen nahmen sich dem Thema an. Doch wie war dies vor dem Unglück?
Doch nicht nur der große Sonntagabendtalk nahm sich dem Thema an, auch «maybrit illner» debattierte am Donnerstag, den 23. April, darüber. Als Gäste waren unter anderem Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses im Deutschen Bundestag von der CDU und Katrin Göring-Eckhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, eingeladen. „SOS Flüchtlinge – Gerettet, um zu bleiben?“ stand als übergeordnete Frage an. War das Thema am Sonntagabend noch ein Quotengarant, bescherte es dem ZDF und «maybrit illner» ab 22.15 Uhr noch 2,14 Millionen Zuschauer, die 10,2 Prozent aller Fernsehenden ab drei Jahren entsprachen. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen sprach man knapp 260.000 Zuschauer an, die «maybrit illner» nur zu einem Anteil von 3,1 Prozent verhalfen.
Festzustellen ist allerdings auch, dass sich die Medien in Deutschland dem Thema nicht nur im Katastrophenfall annehmen, sondern dass die Talkshows schon früher darüber diskutieren. Allen voran «mabrit illner», die sich sowohl am 16. April als auch am 12. März mit den Schlepper-Banden beschäftigte. Im April ging es zwar noch um die Fremdenfeindlichkeit, aber auch um die Unterbringung der in Deutschland schutzsuchenden Flüchtlinge. Am 12. März besprach man die Aufnahmebestimmungen für Flüchtlinge, so dass Deutschland auch einen volkswirtschaftlichen Vorteil aus der Problematik ziehen könne, in dem zusätzliche Fachkräfte nach Deutschland ziehen. «Anne Will» setzte sich zuletzt am 17. Dezember mit dem Thema auseinander und diskutierte damals die Frage „Flüchtlinge herzlich willkommen – Aber auch vor meiner Haustür?“ Damals schalteten immerhin 1,04 Millionen Zuschauer ein und sorgten für einen Marktanteil von leicht unterdurchschnittlichen 10,1 Prozent.


• Anne Will • Günther Jauch • Studio Friedman • mabrit illner • maybrit illner
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