Kino-Check

Signale und Träume im Kino

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Die WM neigt sich ihrem Ende entgegen, das Kino wird wieder gefragter. Hier die Neustarts dieser Woche.

«The Signal»
Metascore: 53/100
Beste Kritik: 75/100 ("Entertainment Weekly" und vier weitere)
Schlechteste Kritik: 25/100 ("San Francisco Chronicle")

Die Collegestudenten und Computerfreaks Nic und Jonah sind gemeinsam mit Nics Freundin Haley auf einem Trip durch den Südwesten der USA, als sie ein Signal ihres geheimnisvollen Hacker-Rivalen Nomad aufspüren. Ihre Suche führt sie in eine abgelegene, einsame Gegend Nevadas. In einem verfallenen Haus mitten im Nirgendwo glauben sie, Nomad gefunden zu haben, doch plötzlich wird Haley entführt und Jonah und Nic verlieren das Bewusstsein. Als Nic erwacht, befindet er sich offenbar in einem von der Außenwelt isolierten Forschungslabor. Er weiß nicht, was mit seinen Freunden passiert ist, und muss sich den unangenehmen Fragen eines mysteriösen Mannes stellen. Was zuerst wie eine Verwechslung aussieht, wird für die drei Freunde schnell zu einem ausgewachsenen Albtraum...

OT: «The Signal» (Science-Fiction/Thriller, 97 Minuten)
Regie: William Eubank
Drehbuch, William Eubank, Carlyle Eubank & David Frigerio
Darsteller: Patrick Davidson, Brenton Thwaites, Olivia Cooke uvm.
Budget: ca. 4 Millionen US-Dollar





«Die Karte meiner Träume»
Metascore: 48/100
Beste Kritik: 80/100 ("Variety" & "CineVue")
Schlechteste Kritik: 20/100 ("The Guardian")

Der kleine Junge T.S. Spivet lebt mit seinen Eltern, seiner Schwester Gracie und seinem Bruder Layton auf einer abgelegenen Ranch in Montana. T.S. Spivet ist hochbegabt und hat eine Leidenschaft für die Wissenschaft. Für seine Erfindung eines Perpetuum mobile wird er mit dem renommierten Baird Price des Smithsonian Institut in Washington ausgezeichnet. Um diesen Preis persönlich entgegenzunehmen, hinterlässt er seiner Familie eine Notiz und fährt mit einem Güterzug quer durch die USA. In Washington hingegen ahnt niemand, dass der glückliche Gewinner des Baird Preises ein 10-jähriger Junge mit einem sehr dunklen Geheimnis ist...

OT: «The Young and Prodigious T.S. Spivet» (Abenteuer/Drama, 105 Minuten)
Regie & Drehbuch: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Kyle Catlett, Helena Bonham Carter, Judy Davis uvm.
Budget: ca. 33 Millionen US-Dollar





«Die Große Versuchung - Lügen, bis der Arzt kommt»
Metascore: 57/100

Um wieder Jobs zu bekommen brauchen die Bewohner eines stillgelegten Fischereihafens für ihr kleines Küstenstädtchen auf einer Insel vor Neufundland einen niedergelassenen Arzt. Nur vier Wochen lang haben sie Zeit, einen mondänen jungen Doktor davon zu überzeugen, bei ihnen eine Praxis aufzumachen. Damit er in ihrem Dorf bleiben will, beschließen sie, angeführt vom Ortsvorsteher Murray French, ihm dort eine Art Paradies vorzugaukeln. Die offenen und die heimlichen Wünsche des Dr. Paul Lewis werden ausspioniert und gehen wie zufällig in Erfüllung - nicht zuletzt verwandeln sich dafür die grimmigen Hockeyfans des Dorfes in reizende Kricketspieler. Dank diesem Netz aus verlockenden Lügen entsteht tatsächlich eine tiefe Freundschaft zwischen dem Arzt und den arbeitslosen Fischern. Aber dadurch wird auch klar, dass irgendwann der Moment der Wahrheit kommen muss. Das stellt die rauen, rebellischen Männer vor eine harte Entscheidung: Was ist ihnen wichtiger, ihr neuer Freund oder das Überleben des Dorfes?

OT: «The Grand Seduction» (Komödie, 113 Minuten)
Regie: Don McKellar
Drehbuch: Michael Dowse & Ken Scott
Darsteller: Taylor Kitsch, Brendan Gleeson, Liane Balaban
Budget: ca. 12,7 Millionen US-Dollar
Einspiel Gesamt (USA): ca. 2,17 Millionen US-Dollar




«Umsonst»
Eines Morgens steht Aziza urplötzlich wieder in ihrem Zimmer - eigentlich sollte sie in Portugal sein, bei ihrem Vater, ein Praktikum machen. Aber ihr Zimmer ist besetzt, die Mutter, Trixi, hat das Zimmer vermietet. Zach wohnt jetzt dort, er ist Mitte 20, aus Neuseeland, mit one-way-ticket ist er nach Berlin gekommen, keine Ahnung wie lange er bleiben wird. Und auch was er tut, scheint nicht recht von Belang. Azizas überstürzte Zurückkommen macht ihr selbst aber die größten Probleme, die eigene Stadt fühlt sich mit einem Mal komisch an: was will sie mit diesen coolen Menschen, die alle in einer riesigen Aus-Zeit den Stadtteil besetzen. Das Verhältnis zur Mutter kippt wie ein hektisches Metronom zwischen Nähe und Streit. Mit ihrem Fahrrad knallt sie gegen ein Auto, Aziza lacht, aber dann entsteht doch eine polizeiliche Ermittlung, lässt sie aber Blanche treffen (Seyneb Saleh), die vielleicht wirklich so aussieht, wie das, was man ihr vorwirft: sie zünde Autos an. Als wirklich eins brennt, ist Aziza dennoch nicht mehr aufzuhalten auf einem Hang nach untern: Trixie, die Mutter, liest hilflos Azizas Tagebuch, entsetzt, macht Aziza es ihr nach, sie klaut die Bücher der Mutter, haut ab, und steht in einer bevölkerten Kreuzberger Nacht.

OT: «Umsonst» (Drama, 92 Minuten)
Regie & Drehbuch: Stephan Geene
Darsteller: Ceci Schmitz-Chuh, Elliott McKee, Viviane Bartsch uvm.



«Rico, Oskar und die Tieferschatten»
Rico, selbsterklärtes tiefbegabtes Kind, trifft beim Sammeln von Fundstücken vor seinem Haus in der Dieffenbach Straße in Berlin den kleinen Oskar. Der hochbegabte Junge, der zur Sicherheit immer einen Helm trägt, wird bald zum neuen Freund von Rico. Dessen Mutter muss zu ihrem schwerkranken Bruder fahren und Rico schweren Herzens alleine lassen. Er ist gar nicht so traurig darüber und freut sich auf das vereinbarte Treffen mit Oskar. Doch der taucht nicht auf. Er ist zum jüngsten Opfer des Schnäppchen-Entführers geworden. Rico will ihn retten.

OT: «Rico, Oskar und die Tieferschatten» (Familienfilm, 96 Minuten)
Regie: Neele Leana Vollmar
Drehbuch: Andreas Bradler, Klaus Döring & Christian Lerch
Darsteller: Karoline Herfurth, David Kross, Ronald Zehrfeld uvm.





«Mistaken for Strangers»
2010 ging die Indierock-Band "The National" auf die bis dahin größte Tour ihrer Karriere. Nach fünf gefeierten Alben konnten sie endlich eine breitere Bekanntheit erlangen. Der Sänger Matt Berninger hatte seinen jüngeren Bruder Tom eingeladen, ihn auf der Tour zu begleiten. Der Horrorfilm-Regisseur und Metalfan Tom brachte seine Kamera mit und dokumentierte nicht nur den Trip, sondern auch sein Leben im Schatten des berühmten großen Bruders. Das Resultat ist ein Film über Brüder und darüber, etwas selbst auf die Beine zu stellen.

OT: «Mistaken for Strangers» (Dokumentation, 75 Minuten)
Regie: Tom Berninger

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