Quotencheck

«Monaco 110»

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«Monaco 110» reiht sich in die Reihe der Misserfolge im Rahmen der «Heiter bis tödlich»-Formate ein, stellt aber dennoch das dritterfolgreichste Format der Schmunzelkrimis dar.

«infobox»1016«/infobox»Die «Heiter bis tödlich»-Formate haben es nicht leicht im ARD-Vorabendprogramm. Zwar zeichnete sich der Großteil der von Dienstag bis Donnerstag laufenden Schmunzelkrimis auch nicht durch sonderlich viel Qualität aus, dennoch will es einfach nicht gelingen, dass frische Ableger Quote machen – alle «Heiter bis tödlich»-Formate enttäuschen im Vergleich zu anderen Sendungen des Ersten. Zwölf Formate gingen bereits am Vorabend im Ersten an den Start, drei waren bislang der Absetzung geweiht und neben «Koslowski & Haferkamp» und «Monaco 110» plant die ARD 2014 mit zwei weiteren Newcomern der Reihe.

Für Konkurrenz sorgt am Sendeplatz von «Monaco 110», mittwochs um 18.50 Uhr, vor allem das ZDF, das an diesen Vorabenden mit «heute»-Ausgaben und «Lotto am Mittwoch» überdurchschnittliche Gesamtmarktanteile erzielt. Mit Werten, die knapp über zehn Prozent liegen, verkauft sich auch die Daily Soap «Alles was zählt» um diese Uhrzeit auf RTL gut, was die Zuschauer ab Drei und damit die Zielgruppe von «Monaco 110» angeht, nachdem «RTL Aktuell» ab 18.45 Uhr stets um die 16 bis 18 Prozent des Gesamtpublikums informiert. Gleich zum „Einstand“ von «Monaco 110» am 26. März 2014, der beim Quotenmeter.de-Kritiker nicht für Entzückung sorgte, schalteten 1,80 Millionen Menschen ein. Tatsächlich offenbarte sich diese erste Episode als Chance für den neuen Schmunzelkrimi, denn zur Serienpremiere schalteten damit im Vergleich zu anderen «Heiter bis tödlich»-Serien überdurchschnittlich viele Zuschauer ein, wohl um sich ein Bild von «Monaco 110» zu machen und abzuwägen, ob man an der Serie dranbleiben möchte. Die daraus resultierenden 7,4 Prozent beim Gesamtpublikum bewegten sich auf dem Niveau des bislang erfolgreichsten «Heiter bis tödlich»-Formats «Hubert & Staller»und sorgten zunächst für einen Achtungserfolg, der allerdings nicht mehr überboten werden sollte.

Auch die 7,0 Prozent der zweiten Ausgabe ließen sich im Verhältnis zu den schlechten Vorabend-Erfahrungen des Ersten in der Vergangenheit noch sehen, auch wenn sich das Zuschauerinteresse augenscheinlich verringerte. 1,42 Millionen Zuschauer am 2. April sorgten auch bei den jungen Zuschauern für Lichtblicke auf einem niedrigen Niveau, als immerhin 3,7 Prozent zu Buche standen, die der Spitzenwert im Rahmen der acht «Monaco 110»-Episoden bleiben sollten. Die dritte Episode „Obdachlos“ gab deutlich ab und unterhielt noch 1,37 Millionen Menschen und 6,1 Prozent. Auch «Monaco 110» hatte also scheinbar nach einem kurzen Anfangshoch seinen Kredit beim Gesamtpublikum verspielt und wandelte nun auf den Pfaden anderer erfolgloser «Heiter bis tödlich»-Serien.

Am 16. April entschieden sich 1,23 Millionen Menschen für die Geschichten um Mutter Aschenbrenner und ihren Sohn. Diese Zuseherschaft führte zu 6,0 Prozent bei allen Fernsehenden und damit dem Tiefstwert der acht Episoden. Deutlich aufwärts ging es eine Woche darauf: 6,5 Prozent der Gesamtzuschauer verfolgten an diesem Mittwoch «Monaco 110», 1,33 Millionen Menschen sahen ab 18.50 Uhr zu. Trotz des kleinen Aufwinds fiel die Quote bei den 14- bis 49-Jährigen noch tiefer als ohnehin schon, von 3,0 Prozent aus der Vorwoche auf nun 2,3 Prozent. Auf diesem Niveau bei den Jüngeren präsentierten sich auch die Restausgaben.

„Observation“ erreichte mit 1,15 Millionen Zuschauern am 30. April die niedrigste Zuschauerzahl der acht Folgen, kam aber trotzdem noch auf 6,3 Prozent bei den Fernsehenden ab drei Jahren. Obwohl die Zuschauerzahl am 7. Mai auf 1,37 Millionen Interessierte anstieg, gab der Gesamtmarktanteil an diesem Tag auf 6,2 Prozent ab. Letztendlich standen zur vorerst letzten Episode von «Monaco 110» am 14. Mai 6,8 zu Buche, als 1,47 Millionen zusahen.

Damit reiht sich «Monaco 110» in die missglückten Vorabend-Versuche des Ersten ein. Auch «Monaco 110» liegt schließlich dem ARD-Senderschnitt weit entfernt, gleichwohl der neue Schmunzelkrimi aus München noch das drittbeste der «Heiter bis tödlich»-Formate darstellt. Von den Zuschauern ab Drei waren ab 18.50 Uhr im Schnitt 6,5 mit von der Partie, während sich der Mittelwert bei den Jüngeren auf 3,0 belief. 1,39 schalteten regelmäßig ein, 0,21 gehörten davon den 14- bis 49-Jährigen an.

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