Welche Oscar-Abräumer spülten das meiste Geld in die Kinokassen?
Kevin Costners monumentales Westerndrama ging bei der Oscarverleihung 1991 als haushoher Favorit ins Rennen: Mit 12 Nominierungen hatte die über drei Stunden lange Romanadaption einen klaren Abstand zur Comicverfilmung «Dick Tracy» und zur polarisierenden Fortsetzung «Der Pate – Teil III», die sich mit sieben Nennungen den zweiten Rang teilten. Sieben der Goldjungs gingen letztlich an die 22-Millionen-Dollar-Produktion, darunter die Awards für die beste Regie, die beste Kamera, die beste Filmmusik und den besten Schnitt. In den Darstellerkategorien ging «Der mit dem Wolf tanzt» hingegen leer aus. Stattdessen erntete das nachdenkliche Epos Bronze in den US-Kinojahrescharts (hinter «Kevin – Allein zu Haus» und «Ghost – Nachricht von Sam») sowie den ersten Rang in den deutschen Jahrescharts 1991 mit über 6,86 Millionen Besuchern.
Insgesamt 30 Oscar-Nominierungen gingen an Peter Jacksons epochale Fantasy-Trilogie, 17 dieser Nennungen wurden in Oscar-Siege umgewandelt. Ganze elf Trophäen gingen dabei an «Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs», womit das Finale der populären Saga einen sensationellen Durchmarsch hinlegte. Jede einzelne Nominierung führte auch zu einem Sieg – was dem Moderator der Oscarverleihung 2004, Billy Crystal, umfangreiches Material für Seitenhiebe auf den einseitigen Abend lieferte. Bislang ist «Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs» der einzige Fantasyfilm, der bei den Academy Awards als bester Film prämiert wurde, zudem ist der Riesenerfolg neben «Der Pate – Teil II» die einzige Fortsetzung, der diese Ehre zuteil kam. Darüber hinaus war die bildgewaltige Tolkien-Adaption, die in Deutschland 10,3 Millionen Kinogänger anlockte, erst der zweite Film der Kinogeschichte, der weltweit mehr als eine Milliarde Dollar einnahm ...
… die erste Kinoproduktion, der es gelang, die Milliarden-Dollar-Schallgrenze zu durchbrechen war, wie weitläufig bekannt sein sollte, James Camerons «Titanic». Und nachdem diese Hürde fiel, war noch lange nicht Schluss: Die Verschmelzung aus Romanze und Historien- beziehungsweise Katastrophendrama brachte es ursprünglich auf mehr als 1,8 Milliarden. Die 3D-Wiederaufführung verhalf Camerons Big-Budget-Produktion im Jahr 2012 zu guter Letzt sogar über die Zwei-Milliarden-Dollar-Marke. Und nicht nur Kinorekorde purzelten – mit 14 Oscar-Nominierungen zog der Blockbuster, der Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zu Weltstars machte, zudem mit dem Künstlerinnendrama «Alles über Eva» von 1950 als am häufigsten nominierter Film der Academy-Geschichte gleich. Anders als «Alles über Eva» regnete es bei der großen Preisverleihung allerdings nicht sechs, sondern gleich elf Statuetten. Die drei Kategorien, in denen «Titanic» das Nachsehen hatte waren die Sparte für das beste Make-up, die beste Haupt- und die beste Nebendarstellerin. «Titanic»-Frontfrau Kate Winslet gewann dafür Jahre später für ihre Performance in «Der Vorleser», ihr damals nicht nominierter Leinwandpartner Leonardo DiCaprio wiederum wartet weiterhin auf seine erste Auszeichnung.
• Academy Award • Allein zu Haus • Alles über Eva • American Beauty • Chocolat • Der Herr der Ringe • Der Pate • Der Pate – Teil II • Der Pate – Teil III • Der Vorleser • Der mit dem Wolf tanzt • Der weiße Hai • Dick Tracy • Die 10 • Die Rückkehr des Königs • Die Verurteilten • Die Z
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