Neben den Komödien «Heiter bis wolkig» und «The Watch» startet auch die Horror-Dekonstruktion «The Cabin in the Woods» in den Kinos.
In langwieriger Kleinarbeit ist den beiden vergnügungssüchtigen Draufgängern Tim (Max Riemelt) und Can (Elyas M'Barek) das gelungen, wovon andere Männer nur träumen: Sie haben die perfekte Anmache entwickelt. Wenn einem der beiden Kumpels ein Mädel ins Auge sticht, erzählt der andere der begehrten Dame, dass sein Freund unheilbar an Krebs erkrankt ist und vor seinem nahenden Tod noch eine sinnliche Nacht erleben möchte. Das dadurch erzeugte Mitleid öffnet dem vermeintlich Todkranken garantiert Herz und Schoß seiner Auserwählten. Aber selbst die besten Anmachen haben ihre Haken: Tim verliebt sich während seiner erlogenen Liebesnacht in Marie (Anna Fischer) und erfährt zudem noch, dass ihre Schwester Edda tatsächlich an Krebs erkrankt ist. Eine verzwickte Lügenscharade beginnt ...
fällt allerdings sehr gering aus: Nur der Familienvater Bob (Vince Vaughn), der Möchtegernpolizist Franklin (Jonah Hill) und der kürzlich geschiedene Jamarcus (Richard Ayoade) schließen sich Evans Plänen an. Anfangs bestehen die Einsätze des Quartetts aus viel Bier, Selbstdarstellung und dem Ausschimpfen von frechen Teenagern. Als es jedoch erfährt, dass die Stadt von aggressiven Aliens unterwandert wurde, müssen die vier Männer all ihren Mut zusammennehmen und für das Schicksal des Planeten einstehen ...
In ihrer gleichermaßen erschreckenden wie humoristischen Genredekonstruktion «The Cabin in the Woods» bedienen sich die Autoren Joss Whedon («Buffy – Im Bann der Dämonen», «The Avengers») und Drew Goddard dem Horrorklischee einer Gruppe von College-Studenten, die sich für ein ausgelassenes Partywochenende in eine abgeschiedenen Waldhütte zurückziehen. Die Truppe besteht aus den üblichen Stereotypen: Da wären der Sportler (Chris Hemsworth), das auf seine Schönheit reduzierte Mädel, welches angeblich leicht zu haben ist (Anna Hutchison), der Kiffer (Fran Kranz), der Schlaukopf (Jesse Williams) und die Zierliche (Kristen Connolly). Wie es sich für dieses Horror-Subgenre gehört, erhalten die fünf Teenager von einem unheimlichen, alten Mann eine strikte Warnung, sich nicht in die Hütte zu begeben – ein Ratschlag, den sie geflissentlich ignorieren. Somit beginnt für sie der reinste Albtraum – für den Kinogänger unterdessen eröffnet sich so ein packendes Rätselraten, denn in diesem Film sollte man auf nichts vertrauen. Selbst jahrelanges Sammeln von Horrorfilmkenntnissen ist bestenfalls dazu gut, um eine innere Strichliste darüber zu führen, wie viele ungeschriebene Gesetze gebrochen werden, und welche weiterhin gelten ...
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