Sicherlich könnte man hier den nie enden wollenden Lärm der Vuvuzelas anführen, doch dank digitaler Filter wurde das Problem schnell gelöst. Viel ärgerlicher war es, dass direkt nach dem Abpfiff der Partien die Übertragung unterbrochen wurde, um die Sponsoren noch einmal aufzuzählen. Klar, das sind die besten Sendeplätze für Werbung, doch für den Zuschauer ist diese Pause mehr als ärgerlich. Denn genau in diesen Sekunden trugen sich auf dem Platz die interessantesten und emotionalsten Momente zu: der Jubel der Sieger und die Enttäuschung der Unterlegenen. Das gehört zu einer WM dazu. Ein solches Turnier bekommt seine Zugkraft vor allem durch solche Emotionen und wenn diese der hundertsten Wiederholung der Werbeclips weichen müssen, ist das unverzeihlich.
sein eigen nennen konnte, schien sich berufen zu fühlen, seinen Erguss auf Platte zu pressen. Kein Wunder, dass auch Bushido und Oliver Pocher in diesem Reigen nicht fehlen durften. Selbst Elton steuerte zusammen mit der Band Peilomat einen Song hinzu, der jedoch weitestgehend der Öffentlichkeit verborgen blieb. Zum Glück. Auch wenn es mit The Parlotones ("Come Back As Heroes"), Seeed-Sänger Dellé ("Cry Out WM 2010") und OneRepublic („We’re marching on”) ein paar – zumindest handwerklich – bessere Versuche gab, überraschten am Ende ein paar Studenten namens Uwu Lena mit ihrer Version von Lenas „Satellite“, das sie aus einer Sektlaune heraus in „’schland oh ‚schland“ umwandelten. Am erfolgreichsten war am Ende der WM dann aber doch der offizielle FIFA-WM-Song von Shakira mit dem Titel „Waka Waka (This Time For Africa)“, der es sogar auf Platz 1 der Verkaufscharts schaffte. Wobei es bis heute fraglich bleibt, was die Kolumbianerin mit Afrika zu tun hat.• Richterspruch • Weltmeisterschaft
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