«Gnadenlos gerecht», «Die Abzocker», «Die Jugendcops» - die Liste der Sat.1-Flops im Bereich Dokutainment ist lang. Kurz gesagt konnte kein Format des Berliner Senders auch nur annähernd an den Erfolg von erfolgreichen Sendungen des Genres, wie beispielsweise «Raus aus den Schulden» oder «Supernanny» anknüpfen. Ab dieser Woche soll sich das ändern – zumindest in den Wünschen des Senderchefs Guido Bolten. Zeigte man die Dokus bislang am Mittwoch – und somit in Konkurrenz zu den RTL-Formaten, räumte der Boss nun den Montagabend frei.
Grundgedanke der Sendung: Jährlich verlassen 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss – 16 von ihnen sind nun Hauptdarsteller der neuen Sat.1-Sendung. Sie heißen Nicole, Patrick oder Harun und haben (fast) ganz alltägliche Probleme: Die eine wird gemobbt, weil sie etwas dicker ist, die andere litt unter Essstörungen, eine weitere hat Alkohol- und Drogenprobleme. Sie alle haben eines gemeinsam: Für ihre Zukunft wollen sie einen anständigen Schulabschluss haben.
In eine ähnliche Richtung geht auch die ab 21.15 Uhr gezeigte Sendung «Jugendcoach Oliver Lück», der allerdings ein wenig an RTL-Street-Worker-Sendungen erinnert und deshalb nicht wirklich innovativ ist. Hergestellt wird die Sat.1-Sendung von Talkerin Vera int-Veen – sie schickt Oliver Lück auf die Straße, um Problemkids wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Geplant sind von beiden Shows zehn Episoden, die also den Sommer über zu sehen sein werden. Zur Premiere hat Sat.1 gleich ein richtig hartes Gegenprogramm: Im ZDF spielt die deutsche U21-Nationalmannschaft, bei RTL versucht Til Schweiger mit der zweiten Folge von «Mission Hollywood» den etwas verpatzten Start der Vorwoche wettzumachen und ProSieben sendet eine weitere Folge des Quotenhits «Fringe».• Superlehrer • Jungendcoach Oliver Lück
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