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Bayern-Debakel: 9 Millionen bei bitterer Blamage

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Da wollten wohl so manche die Bayern bluten sehen: Obwohl der Meister schon zur Halbzeit unterging, kamen sogar noch Fans hinzu - gut und schlecht für Sat.1.

Der deutsche Fußball steckt in einer internationalen Krise und machte es auch für die Fernsehsender nicht einfach. Nach dem 0:4-Debakel des FC Bayern gegen den FC Barcelona kann der deutsche Rekordmeister seinen Einzug ins Halbfinale schon vor Anpfiff des Rückspiels begraben – und Sat.1 jegliche Hoffnungen auf weitere Traumquoten.

Die Deklassierung der Bayern bescherte dem Berliner Sender am Mittwochabend allerdings noch einmal jene Quoten, die man sich wohl im Vorfeld mit dem Spitzenspiel erhofft hatte. Schon zur ersten Halbzeit erreichte die Live-Übertragung aus Barcelona mit Kommentator Marcel Reif im Durchschnitt 7,78 Millionen Fernsehzuschauer, was beim Gesamtpublikum einem Marktanteil von 24,1 Prozent entsprach und Sat.1 natürlich zum klaren Marktführer machte.



Doch wer nun dachte, dass nach dem 0:4-Rückstand zur Pause die Fans verbittert abschalteten, hat sich getäuscht. Im Gegenteil: Die Reichweite stieg trotz mäßig unterhaltsamer zweiter Halbzeit sogar noch an – wollten womöglich einige Zuschauer die Bayern richtig bluten sehen? Sat.1 darf sich jedenfalls freuen: Mit 8,79 Millionen Zuschauern konnte ein sagenhafter Marktanteil von 32,0 Prozent verbucht werden. Und auch beim jungen Publikum lief es fantastisch: Halbzeit eins kam auf 3,12 Millionen Werberelevante und 24,7 Prozent Marktanteil, die zweite Halbzeit steigerte sich sogar auf 3,53 Millionen sowie 31,1 Prozent.

Großer Beliebtheit erfreute sich danach dann auch noch die Analyse mit Sebastian Hellmann und Matthias Sammer sowie dem enttäuschten Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann. 3,84 Millionen Zuschauer blieben noch dran, in der Zielgruppe belief sich der Marktanteil auf 19,6 Prozent. Für die Tagesmarktführerschaft beim jungen Publikum reichte es aber dennoch nicht: Mit starken 15,4 Prozent musste sich Sat.1 am Ende doch mal wieder RTL geschlagen geben. Dafür lag man insgesamt mit 16,6 Prozent über drei Prozentpunkte vor der Konkurrenz.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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